Urzeitliche Fossilien werden am 27. Oktober in einer weltweit einzigartigen Groß-CT-Anlage an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU) durchleuchtet. Die Scans sollen zeigen, ob sich die bisherigen Hinweise auf bislang unbekannte Ursaurier innerhalb der Gruppe der sogenannten Diadectomorphen bestätigen. Journalistinnen und Journalisten sind zu dem Termin herzlich eingeladen.
Der Remigiusberg im Landkreis Kusel ist eine Fossilien-Lagerstätte von Weltrang. Dort wurden bereits mehrere der ältesten Saurier Deutschlands entdeckt und beschrieben, die vor rund 300 Millionen Jahren in der Region lebten.
Bei zwei weiteren, vollständig erhaltenen Fossilien, die Dr. Sebastian Voigt vom Urweltmuseum Geoskop derzeit untersucht, ist die Bestimmung nur mithilfe von modernster Technik möglich. Dafür werden die urzeitlichen Fossilien am 27. Oktober in einer weltweit einzigartigen Groß-CT-Anlage an der RPTU in Kaiserslautern durchleuchtet. Die Scans sollen zeigen, ob sich die bisherigen Hinweise auf bislang unbekannte Ursaurier innerhalb der Gruppe der sogenannten Diadectomorphen bestätigen.
Der Remigiusberg bei Kusel in der Westpfalz ist eine Fossillagerstätte von Weltrang. Von dort stammt die älteste Sauriergemeinschaft Deutschlands. Die Fossilien sind rund 300 Millionen Jahre alt und datieren aus einer Zeit, als Deutschland am Äquator lag.
Die Medien sind zu dem Termin, bei dem die Fossilien im Groß-CT untersucht werden, herzlich eingeladen.
Treffpunkt: Groß-CT-Halle, Gottlieb-Daimler-Straße 66, 67663 Kaiserslautern
Beginn: 27. Oktober, 13 Uhr
Um Rückmeldung bzw. Teilnahmebestätigung per E-Mail an presse[@]rptu.de wird gebeten bis 26. Oktober, 12 Uhr.
Hintergrund: Beide Ursaurier stammen aus dem aktiven Hartsteinbruch am Remigiusberg bei Kusel und sind mit viel Fingerspitzengefühl im GEOSKOP so präpariert worden, dass die Skelette von der Rückseite freiliegen. Sichtbare anatomische Details, etwa an Schädel, Wirbelsäule und Füßen, führen die Wissenschaftler des Urweltmuseums zu der Erkenntnis, dass die Tiere der Gruppe der Diadectomorpha oder Querbeißartigen zuzuordnen sind. Diese reptilähnlichen Amphibien lebten am Übergang vom Karbon zum Perm vor rund 300 Millionen Jahren und sind die engsten Verwandten aller höheren Landwirbeltiere – von Reptilien, Dinosauriern, Vögeln und Säugetieren bis hin zum Menschen.
Die bisherigen Befunde legen nahe, dass es sich bei den Fossilien um neue Arten oder sogar neue Gattungen handelt. Das lässt sich mit herkömmlichen Methoden allerdings nicht zweifelsfrei belegen. Für die genaue Abgrenzung der Kuseler Ursaurier von seltenen, Diadectomorphen-Arten aus den USA sind insbesondere die Backenzähne entscheidend. Diese sind bei den Kuseler Fossilien jedoch größtenteils im Gestein verborgen. Eine Freilegung ist zerstörungsfrei nicht möglich.
Deshalb bekommt Sebastian Voigt nun Unterstützung von der RPTU: Dort werden die Ursaurier in einer weltweit einzigartigen Groß-CT-Anlage gescannt, mit der Forschende normalerweise das Trag- und Verformungsverhalten von Bauteilen aus Beton, Stahl oder Holz unter Belastung untersuchen – also gezielt nach Schwachstellen suchen, um die Sicherheit von Konstruktionen zu erhöhen. Hier geht es zu einem virtuellen Rundgang durch die Groß-CT-Anlage: http://rptu.de/s/grossct.
Wenn die Scans die Vermutungen bestätigen, wird am 27. Oktober der älteste bekannte Vertreter der pflanzenfressenden Diadectomorphen nachgewiesen. Ausgehend von den Ergebnissen der Untersuchung wird Sebastian Voigt die Fossilien wissenschaftlich beschreiben und benennen.
Criteria of this press release:
Journalists
Biology, Construction / architecture, Geosciences, History / archaeology, Materials sciences
transregional, national
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German

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