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Wiesbaden - Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) hat gemeinsam mit acht internistischen Fachgesellschaften ein Positionspapier über Rolle und Bedeutung der Inneren Medizin verabschiedet. Sie fordert darin einen für alle Internisten verbindlichen "Truncus communis" als Grundlage für die Weiter- und Fortbildung in der Inneren Medizin. Dies ist das Ergebnis der 3. Konferenz der Wissenschaftlichen Fachgesellschaften der Inneren Medizin.
Die Innere Medizin ist das zentrale Fach der konservativen Medizin. Als solches vermittelt sie allen Disziplinen unverzichtbares Wissen in Diagnostik und Therapie. Insbesondere der später spezialisierte Internist benötigt deshalb eine solide Basis internistischer Kenntnisse. Er muss Ursachen, Entstehung und Verlauf, Diagnostik und Therapie der wichtigsten internistischen Krankheitsbilder kennen, einschätzen und im Zusammenhang verstehen können.
Die DGIM und die Schwerpunktgesellschaften in der Inneren Medizin fühlen sich dafür verantwortlich, jedem späteren Schwerpunkt-Internisten das dafür notwendige Wissen zu vermitteln. Kontinuierlich werden sie deshalb ein erkrankungsorientiertes Curriculum erarbeiten. Im Mittelpunkt steht der klinische Stoff aus den Schwerpunktgebieten der Inneren Medizin, der für ein Basisverständnis von Krankheiten und Krankheitsverläufen wichtig ist. Dieses Curriculum soll künftig die Inhalte für die Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeine und Innere Medizin bestimmen. Gleichzeitig wird es als Grundlage für die zertifizierte Fortbildung in allgemeiner Innerer Medizin dienen.
Der DGIM geht es außerdem darum, dass jeder künftig subspezialisierte Internist ein internistisches Selbstverständnis entwickelt und behält. Deswegen werden in dem Curriculum nicht nur wichtige Wissensinhalte und Techniken berücksichtigt, sondern auch eine bestimmte Form des ärztlichen Denkens und Handelns, die der angehende Internist verinnerlichen sollte.
Die zeitliche Einbindung des Truncus communis Innere Medizin in die Gesamtweiterbildungszeit kann der Weiterbilder variabel gestalten. Die DGIM empfiehlt jedoch, ihn am Beginn der Weiterbildung und damit vor der Spezialisierung in einem internistischen Fach zu absolvieren. Eine bestandene Prüfung als Wissenskontrolle solle idealerweise Voraussetzung sein, um die Weiterbildung dann in einem der Schwerpunkte fortsetzen zu können. "Die zeitlichen Anforderungen an den Truncus communis Innere Medizin lassen sich nicht anhand der Zahl angewandter Methoden ableiten, sondern daraus, ob ein internistisches Krankheitsbild vollständig verstanden wird", erklärt Professor Dr. med. Hans-Peter Schuster, Generalsekretär der DGIM. Dieses verlange - so das Positionspapier - ein Kennenlernen der Krankheitsverläufe über längere Zeitstrecken und Verständnis für die Komplexität der Erkrankung des einzelnen Patienten. Um so wichtiger sei es, die Weiterbildung nach einem strukturierten Curriculum abzuhalten. Darüber hinaus müsste die Qualität der Weiterbildungsstätten systematisch kontrolliert werden.
Die DGIM ist die medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft aller Internisten - einschließlich der Spezialitäten. Das jetzt veröffentlichte Positionspapier haben die DGIM und acht wissenschaftliche Fachgesellschaften verabschiedet. Diese Fachgesellschaften vertreten die Interessen von Kardiologen, Pneumologen, Angiologen, Endokrinologen, Rheumatologen, Nephrologen, Hämato-Onkologen und Gastroenterologen. Die Infektiologen und Intensivmediziner tragen das Positionspapier ebenfalls mit.
ANTWORTFORMULAR:
_ Bitte informieren Sie mich regelmäßig über die Aktivitäten der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (per Mail/per Post).
_ Ich werde den 111. Internistenkongress vom 2. bis 6. April 2005 in den Rhein-Main-Hallen in Wiesbaden persönlich besuchen.
_ Ich interessiere mich speziell für gesundheitspolitische Themen.
_ Ich interessiere mich speziell für Themen der Inneren Medizin.
_ Mich interessiert vor allem: ________________
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Anna Julia Voormann
DGIM Pressestelle
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Internet: http://www.dgim.de
http://www.dgim.de Homepage der Gesellschaft
http://www.dgim2005.de Kongresshomepage
Criteria of this press release:
Medicine, Nutrition / healthcare / nursing
transregional, national
Science policy, Transfer of Science or Research
German
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