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12/15/2005 13:07

Zuwanderung und Rente: Dr. Tim Krieger erhält Forschungspreis der Deutschen Rentenversicherung

Dr. Tim Krieger Öffentlichkeitsarbeit
Nordakademie - Hochschule der Wirtschaft

    Hohe Auszeichnung für Dr. Tim Krieger von der privaten Hochschule NORDAKADEMIE in Elmshorn bei Hamburg: Das Forschungsnetzwerk Alterssicherung (FNA) der Deutschen Rentenversicherung hat dem Ahrensburger für seine Doktorarbeit den Forschungspreis 2005 verliehen. Die mit 5000 Euro dotierte Auszeichnung überreichten Beiratsvorsitzende Dr. Ursula Engelen-Kefer und Präsident Dr. Herbert Rische bei der Vertreterversammlung der Rentenversicherung Bund in Berlin.

    Hohe Auszeichnung für Dr. Tim Krieger von der privaten Hochschule NORDAKADEMIE in Elmshorn bei Hamburg: Das Forschungsnetzwerk Alterssicherung (FNA) der Deutschen Rentenversicherung hat dem Ahrensburger für seine Doktorarbeit den Forschungspreis 2005 verliehen. Die mit 5000 Euro dotierte Auszeichnung überreichten Beiratsvorsitzende Dr. Ursula Engelen-Kefer und Präsident Dr. Herbert Rische bei der Vertreterversammlung der Rentenversicherung Bund in Berlin.

    Entlastet Zuwanderung das deutsche Rentensystem? Diese Frage hat Tim Krieger fünf Jahre lang wissenschaftlich untersucht und analysiert. "Am Anfang konnte ich die Bedeutung der Fragestellung gar nicht so richtig einschätzen. Es ist ein politisch hoch interessantes Thema", sagt der 33-Jährige und verweist auf die "Kinder statt Inder"-Kampagne in Nordrhein-Westfalen oder die Frage der doppelten Staatsbürgerschaft in Hessen. "Wenn man den Wahlkampf darauf zuspitzt, kann man damit Wahlen gewinnen", sagt Krieger.

    Das Thema ist komplex - und hängt nicht nur am Bildungsniveau der Zuwanderer, sondern auch an der Zahl an Einwanderungswilligen. Um eine Stabilisierung der gesetzlichen Rentenkassen in Deutschland erreichen zu können, ist nach Ansicht von Dr. Tim Krieger eine "aktive, am Arbeitsmarkt ausgerichtete Zuwanderungspolitik" Voraussetzung. Nur so könne das Land für hoch Qualifizierte attraktiv werden, die naturgemäß "besonders stark zur gesetzlichen Rentenversicherung beitragen würden". Denn, so Dr. Tim Krieger: "Angesichts der besonders schwachen Ergebnisse der Zuwanderer-Kinder in der PISA-Studie gibt es tatsächlich Anzeichen, dass sich die vermeintlich günstige Wirkung spätestens in der zweiten Generation in ihr Gegenteil verkehrt". Sein Fazit: "Die Entlastung ist um so kleiner, je schlechter die Integration gelingt."

    Die von Professor Dr. Andreas Haufler (Seminar für Wirtschaftspolitik, München) betreute Dissertation "Public Pensions and Immigration: A Public Choice Approach" hat der Ahrensburger im renommierten Edward-Elgar-Verlag veröffentlicht. Das Buch ist seit November 2005 im Handel. "Das Verhältnis zwischen alternden Gesellschaften und Immigranten wirft eine Reihe von sozialen und politischen Brennpunkten auf", erklärt Professor Dr. Steven Vertovec von der Oxford-Universität. Tim Krieger liefere mit "seiner exzellenten Analyse der Problematik vor dem Hintergrund der schwelenden Diskussion zur Immigration ein sehr zeitgerechtes Buch".

    Das haben die Juroren des Forschungsnetzwerks Alterssicherung auch so gesehen - und den vor vier Jahren erstmals ausgelobten Preis jetzt zum zweiten Mal einem Volkswirt zugesprochen. "Wenn man nach fünfjähriger Arbeit an diesem Buch ein so positives Feedback erhält, ist das sehr schön - unabhängig von dem Preisgeld", freut sich Dr. Tim Krieger. Ein finanzieller Beitrag für die eigene Altersvorsorge? Der Ahrensburger schmunzelt: "Ich nehme das Preisgeld natürlich für meine nächste Forschungsarbeit." Der gebürtige Bremer war nach seinem Studium an der Christian-Albrechts-Universität in Kiel und Aufenthalten in den USA als wissenschaftlicher Mitarbeiter zunächst in Göttingen und später in München tätig. Seit August 2004 arbeitet er als Vorstandsassistent und Referent für Hochschulprojekte an der Hochschule der Wirtschaft in Elmshorn. (Text: JN)

    Referenz:
    Tim Krieger, "Public Pensions and Immigration: A Public Choice Approach", Edward Elgar Publishing, ISBN 1-84542-440-9.

    ________________________________________________________________________________
    Die NORDAKADEMIE in Kürze
    Die 1992 gegründete FH NORDAKADEMIE gehört mit insgesamt gut 900 Studierenden zu den zehn größten privaten Hochschulen in Deutschland. Sie bietet neben einem MBA-Studiengang die drei dualen Bachelor-Studiengänge Betriebswirtschaftslehre, Wirtschaftsingenieurwesen und Wirtschaftsinformatik an. Zu den mehr als 400 Kooperationsunternehmen der Hochschule der Wirtschaft gehören Unternehmen wie z. B. Airbus Deutschland, Gruner+Jahr, Dräger, Hauni, Otto, Lufthansa, ExxonMobil, der Axel Springer Verlag und Ethicon. Die Hochschule finanziert sich ausschließlich durch die von den Unternehmen entrichteten Studiengebühren und ist von staatlichen Zuschüssen unabhängig.


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    Dr. Tim Krieger
    Dr. Tim Krieger

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    Criteria of this press release:
    Economics / business administration, History / archaeology, Law, Media and communication sciences, Politics, Social studies
    transregional, national
    Personnel announcements, Research results
    German


     

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