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11/29/2007 12:02

Innovationsminister Pinkwart prämiert die Preisträger des Hochschulwettbewerbs "patente Erfinder"

André Zimmermann Pressereferat
Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie NRW

    Vier Erfindungen aus Universitäten und Fachhochschulen überzeugen Jury

    Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart hat heute vier nordrhein-westfälischen Forscherteams mit dem Preis "patente Erfinder" ausgezeichnet. Vergeben werden die mit insgesamt 41.000 Euro dotierten Preise für besonders innovative Erfindungen aus NRW-Hochschulen mit hohem Marktpotenzial. Über 110 Forscher und Arbeitsgruppen aus allen Fachrichtungen hatten sich mit Ideen und Erfindungen um die vom Innovationsministerium und der Patentverwertungsagentur Provendis GmbH ausgelobten Preise beworben. Die Gewinner erhalten eine finanzielle Unterstützung für den Bau von Funktionsmustern und Prototypen.

    "Erfindergeist, Unternehmertum, Engagement für Forschung und Entwicklung sind unsere große Chance, die zentralen Zukunftsfragen erfolgreich zu lösen", sagte Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart in seiner Laudatio. "Der Preis ist eine Anerkennung für diejenigen, die heute schon an Morgen denken. Im globalen Wettbewerb zählt, wie schnell und wie gut wir neue Erkenntnisse gewinnen und sie in Qualitätsvorsprung umsetzen können", so Pinkwart.

    Die Preisträger sind:

    1. Preis: Prof. Dr.-Ing. Holger Heuermann, Fachhochschule Aachen Hochfrequenzzündanlagen für Kraftfahrzeuge

    Mit dem ersten Preis in Höhe von 15.000 Euro wird Prof. Dr. Heuermann für seine Erfindung einer Hochfrequenzzündanlage für Kraftfahrzeuge ausgezeichnet. Die Anlage erzeugt den Zündfunken nicht wie bisher üblich über einen Lichtbogen, sondern durch ein Hochfrequenzplasma. Diese Hochfrequenzzündung schafft neue Chancen, den Verbrennungsprozess zu optimieren und den Kraftstoffverbrauch und die Schadstoffemission zu reduzieren. Damit hat die Hochfrequenzzündkerze das Potenzial, die herkömmliche Zündkerze in vielen Bereichen der Motorentechnik zu ersetzen.

    2. Preis: Prof. Dr. Martin Muhler, Dr. Wei Xia, Universität Bochum
    Katalytisches Ätzen von Kohlenstofffasern

    Den mit 10.000 Euro dotierten zweiten Preis erhalten Prof. Dr. Martin Muhler und Dr. Wei Xia von dem Lehrstuhl für Technische Chemie der Ruhr-Universität Bochum. Das von ihnen entwickelte Verfahren ermöglicht ein besonders punktgenaues Ätzen von Kohlenstofffasern. Dadurch besteht erstmals die Möglichkeit, gezielt ausgewählte Oberflächengruppen neu zu nutzen und bestehende Oberflächendefekte auszubessern.

    3. Preis: Prof. Dr.-Ing. Klaus Radermacher, Dipl.-Ing. Robert Elfring, RWTH
    Aachen
    genALIGN: schnelle und exakte Ermittlung der Mikulicz-Linie

    Mit dem dritten Preis und 8.000 Euro wird die Entwicklung genALIGN von zwei Aachener Medizintechnikern ausgezeichnet. Prof. Dr. Klaus Radermacher und Dipl.-Ing. Robert Elfring haben für die Implantation von Knieprothesen ein innovatives Verfahren und eine Vorrichtung zur schnellen und exakten Ermittlung der mechanischen Tragachse des Beines, der sog. Mikulicz-Linie, entwickelt. Gegenüber den bekannten Verfahren reduziert "genALIGN" das Operationsrisiko und verspricht zugleich eine signifikante Kostenreduzierung.

    Sonderpreis Dr.-Ing. Andreas Roye, Marijan Barlé, Prof.
    Technologietransfer: Dr.-Ing. Thomas Gries, Thilo Vogel, RWTH Aachen
    Lichtbeton: 3D Textilien für kombinierte Lichtleitung
    und Festigkeitssteigerung

    Der Sonderpreis Technologietransfer im Wert von 8.000 Euro geht an vier Wissenschaftler der RWTH Aachen. Das Team hatte die Idee, Textilien an Stelle von Stahl bei der Produktion von Betonbauteilen einzusetzen und diese zusätzlich mit lichtleitenden Fasern zu versehen, so dass ein neuartiges Kombinationstextil entsteht. Das neue Material sorgt gleichzeitig für die Festigkeit und die Lichtdurchlässigkeit von Betonbauteilen. Zur Weiterentwicklung, kostengünstigen Herstellung und erfolgreichen Vermarktung dieser Hochleistungstextilien für den lichtleitenden Beton wurde im Sommer von den beiden Wissenschaftlern Roye und Barlé die robatex GmbH mit Sitz in Würselen gegründet.

    Hinweis für die Printmedien: Ein Foto von der Preisverleihung kann als Pressefoto Nr. 18 auf den Internetseiten des MIWFT NRW abgerufen werden unter der URL http://www.innovation.nrw.de/Presse/BildarchivMinister.html


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    Criteria of this press release:
    interdisciplinary
    regional
    Transfer of Science or Research
    German


     

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