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Im Zentrum der Veranstaltungen vom 7. bis 9. Dezember 2007 steht das Symposion "Erneuerung - Zur Aktualität der preußischen Reformen 1807 - 1814"
Vor 200 Jahren begannen die Reformen, die wesentlich den Mythos Preußens begründeten. Einer der zentralen Reformer, der Freiherr vom Stein, wurde vor 250 Jahren geboren. Und vor 60 Jahren ist Preußen aufgelöst worden. Anlässlich dieser Jubiläen fragt die Fakultät für das Studium fundamentale der Universität Witten/Herdecke (UWH) vom 7. bis zum 9. Dezember nach den aktuellen Bezügen der preußischen Vergangenheit zur bundesdeutschen Gegenwart. Im Mittelpunkt der "Preußen-Tage" steht am Samstag, 8. Dezember, ein Symposion mit Podiumsdiskussion, an der auch der Historiker Friedrich Wilhelm Prinz von Preußen, ein Urenkel des letzten deutschen Kaisers, teilnimmt sowie der ehemalige Regierende Bürgermeister Berlins Eberhard Diepgen.
Zu den "Preußen-Tagen" sind alle historisch-politisch interessierten Bürger herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei - mit Ausnahme des Konzerts am Sonntag.
Die Erneuerung Preußens nahm ihren Anfang nach der Niederlage gegen Napoleon. Der Tilsiter Kapitulationsfrieden vom Juli 1807 hatte Preußen nahezu in die Bedeutungslosigkeit gestoßen. Doch bereits im Oktober desselben Jahres begannen die sogenannten Stein-Hardenbergschen Reformen, die Preußen erstaunlicherweise schon nach sieben Jahren in den Kreis der europäischen Großmächte zurückkehren ließen. Die damaligen Reformen insgesamt waren - bei allen den politischen Realitäten geschuldeten Kompromissen - ein einziges großes volkspädagogisches Unternehmen, das Untertanen zu mitverantwortlichen Staatsbürgern erziehen wollte.
Die "Preußen-Tage" beginnen am Freitag, 7. Dezember, 20 Uhr, mit einer Lesung im großen Hörsaal der Universität unter dem Motto "Preußische Reminiszenzen". Mitglieder des Theaters der Universität rezitieren Texte von Autoren wie Heinrich von Kleist, Bertolt Brecht, Theodor Fontane und Heinrich Heine.
Am Samstag, 8. Dezember, steht ab 11 Uhr das Symposion mit drei Vorträgen auf dem Programm. Angelika Wulff, M.A. (UWH und Ruhr-Universität Bochum) widmet sich dem Thema; "Der Zusammenbruch des friderizianischen Staates und der Tilsiter Friede 1807". Prof. Dr. Heinz Duchhardt vom Institut für Europäische Geschichte in Mainz spricht über: die "'Revolution von oben' - die sozialen Reformen des Freiherrn vom Stein und ihre Folgen". Der Vortrag von Prof. Dr. Thomas Stamm-Kuhlmann trägt den Titel: "Die preußischen Reformen - eine Beamtenrevolution?". Die Podiumsdiskussion ab 19 Uhr zum Ausklang des Symposions steht unter der Leitfrage: "Hat 'Preußen' Zukunft - Ist 'Preußen' mehr als ein Mythos?"
Mit "Musik am preußischen Königshof", einem großen Matinee-Konzert, enden die "Preußen-Tage" am Sonntag, 9. Dezember, in der Großen Halle der Universität (Beginn: 11 Uhr). Das Junge Orchester NRW unter der Leitung von Universitätsmusikdirektor Ingo Ernst Reihl spielt Werke von J.S. Bach (3. Brandenburgisches Konzert), Friedrich dem Großen (Flötenkonzert), Carl Philipp Emanuel Bach (Cellokonzert) und Louis Ferdinand Prinz von Preußen, dem Enkel Kaiser Wilhelms II. (Streichersuite). Solist des Cellokonzerts ist der weithin bekannte Berliner Cellist Wolfgang Boettcher, das Flötenkonzert Friedrich des Großen interpretiert Novita Kundler (Düsseldorf). Der Eintritt beträgt 10 Euro, ermäßigt 5 Euro. Karten an der Tageskasse oder in der Buchhandlung Krüger, Witten, Bahnhofstr. 30, Tel. 02302/282800.
Während der drei "Preußen-Tage" ist in der Halle der Universität die kleine Ausstellung "Sieben entscheidende Jahre - Gestalten und Ereignisse" zu sehen. Gezeigt werden Porträts der Hauptpersonen und Bilder von Schlüsselereignissen - jeweils mit Kommentaren versehen.
Kontakt:
Fakultät für das Studium fundamentale
Universität Witten/Herdecke
Alfred-Herrhausen-Str. 50
58448 Witten
Tel.: (02302) 926-800 (Angelika Wulff)
oder
0172-7054559 (Klaus-Bernhard Tetzlaff)
Fax: (02302) 926-813
Email: awulff@uni-wh.de
http://www.uni-wh.de/stufu - Fakultät für das Studium fundamentale der Universität Witten/Herdecke
Criteria of this press release:
Art / design, History / archaeology, Law, Music / theatre, Politics, Social studies
regional
Miscellaneous scientific news/publications, Scientific conferences
German

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