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Wissenschaft
Zum Abschluss des gemeinsamen Wissenschaftsjahres vereinbaren Forschungsminister Schavan und Helal verstärkte Zusammenarbeit
Bonn, 06.12.2007. "Mit dem Deutsch-Ägyptischen Jahr der Wissenschaften haben wir die Zusammenarbeit unserer Länder in Wissenschaft, Bildung und Forschung verstärkt. Das wollen wir in den nächsten Jahren weiterführen", sagte Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung, am Donnerstag bei der Abschlussveranstaltung des Wissenschaftsjahres in Berlin. Sie unterzeichnete gemeinsam mit dem ägyptischen Minister für Hochschulwesen und Forschung, Prof. Hany Helal, eine Vereinbarung für einen deutsch-ägyptischen Forschungsfonds, der künftig von beiden Seiten mit je 300.000 Euro jährlich ausgestattet wird. Bis 2012 können bilaterale Teams Anträge zur Förderung gemeinsamer Forschungsprojekte stellen. Die Projekte können im Laufe der vier Jahre mit bis zu 100.000 Euro gefördert werden. Die Mittel des Forschungsfonds sollen dazu beitragen, dass Forschungsergebnisse schneller als bisher in konkrete Anwendungen münden.
"Künftige Forschergenerationen müssen die wissenschaftliche Zusammenarbeit als viel selbstverständlicher empfinden als das heute noch der Fall ist", sagte Schavan. Ein wichtiger Schritt dazu ist der Vertrag zur Förderung von Mobilität in bilateralen Forschungsprojekten zwischen Ägypten und Deutschland, den der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) und das ägyptische Ministerium am Donnerstag unterzeichneten. Außerdem werden jährlich 100 Stipendien für ägyptische Promotions-Studenten vergeben. Die Nachwuchswissenschaftler können ihre Promotion an einer deutschen Universität absolvieren oder werden von je einem deutschen und einem ägyptischen Professor betreut.
Das Deutsch-Ägyptische Jahr der Wissenschaften und Technologie hat mit mehr als 150 Veranstaltungen sowohl Fachleute als auch ein breites Publikum angesprochen. Koordination, Planung und Durchführung des gesamten Jahres lag beim DAAD und seiner Außenstelle in Kairo und dem ägyptischen Ministerium für Hochschulwesen und Forschung. Sehr gut besucht waren beispielsweise die Großveranstaltungen wie die Eröffnungsfeier in Kairo, die Einweihung der digitalen Ausstellung "Culturama" im März in Berlin oder der "Tag des offenen Schiffs" mit dem Forschungsschiff METEOR im September in Port Said. Den inhaltlichen Kern des Wissenschaftsjahres bildeten sechs Forschungsnetzwerke in den Fachgebieten Materialwissenschaften, Wasser, erneuerbare Energien, Biotechnologie, Gesundheitsforschung und Geistes- und Sozialwissenschaften. Die Planungen der Wissenschaftler für künftige Gemeinschaftsprojekte unterstreichen den Erfolg des Jahres.
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