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Wissenschaft
Bonn, 11.12.2007. Renommierte Weggefährten aus Politik und Wissenschaft, darunter der Staatssekretär für Bildung und Forschung Frieder Meyer-Krahmer, haben heute in Bonn den Präsidenten des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), Professor Theodor Berchem, nach 20-jähriger Amtszeit verabschiedet. Im Januar 2008 wird Professor Stefan Hormuth seine Nachfolge an der Spitze des DAAD antreten. Berchem ist emeritierter Professor für Romanische Philologie an der Universität Würzburg, deren Rektor und Präsident er 28 Jahre lang war. Der DAAD ist eine Selbstverwaltungseinrichtung der deutschen Hochschulen für den akademischen Austausch und die weltweit größte Organisation internationaler Wissenschaftskooperationen. Mit 278 Mio. Euro, vorrangig aus Bundesmitteln, hat er im Jahr 2006 über 55.000 deutsche und ausländische Studierende, Doktoranden, Wissenschaftler und Künstler gefördert.
Der gebürtige Bonner Berchem hatte sich in zahlreichen Ämtern seit langem um die Internationalisierung deutscher Hochschulen verdient gemacht. Nach dem Studium der Romanistik, Anglistik und Slawistik an den Universitäten von Genf, Köln und Paris, promovierte er 1963 an der Sorbonne zum Dr. phil. Bereits drei Jahre später habilitierte er sich an der Universität Erlangen-Nürnberg in Romanistik und erhielt im Anschluss einen ordentlichen Lehrstuhl an der Universität Würzburg. Es folgten lange Amtsperioden als Rektor und Präsident der Universität sowie als Vizepräsident und Präsident der Westdeutschen Rektorenkonferenz. Zahlreiche Auszeichnungen - das Große Verdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhielt er im September dieses Jahres - und 14 Ehrendoktorwürden wurden ihm zuteil. Die Mitgliederversammlung des DAAD wählte ihn zu ihrem Ehrenpräsidenten.
Berchem war 1988 von der Mitgliederversammlung zum Präsidenten des DAAD gewählt worden - und blieb es für die folgenden vier Amtsperioden. In den 20 Jahren seiner Präsidentschaft gelang es ihm, nicht nur das DAAD-Budget, sondern auch die Zahl der Geförderten und der Programme (heute weit über 200) mehr als zu verdoppeln. In Zeiten großer geistiger, politischer und wirtschaftlicher Umwälzungen - Schlagworte sind Mauerfall und Osterweiterung, Europäische Union und Globalisierung - bewährte sich Berchem als herausragende Führungspersönlichkeit. Der Romanist, der an die 15 Fremdsprachen spricht, wurde heute feierlich verabschiedet.
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