idw - Informationsdienst
Wissenschaft
Geschmack ist überzeugender als Argumente: Fisch aus Aquakultur schnitt bei den 37 Teilnehmern einer Verkostung durch Ernährungs-wissenschaftler des ttz Bremerhaven durchweg besser ab als Wild-fang. Bei allen Hauptkriterien für Qualität - Geruch, (Nach-) Ge-schmack und Mundgefühl - konnte der gezüchtete Fisch die Tester überzeugen. Damit steht die Auswertung im Einklang mit den bisheri-gen Ergebnissen des EU-Projektes SustainAqua: eine artgerechte, kontrollierte Aquakulturhaltung bringt wohlschmeckendes Fisch-fleisch hervor und bietet dem Verbraucher einen sicheren Genuss.
Bremen, Februar 2008. Zweimal der gleiche Fisch, jedoch nicht derselbe Geschmack: Zu einer sensorischen Blindverkostung begrüßte Imke Matul-lat, Projektleiterin im Sensorik-Labor des ttz Bremerhaven, die Besucher des Forums Aquakultur am ersten Messetag der fish international. Serviert wurden zwei Filets vom europäischen Wels, deren Unterschied in ihrem Ursprung lag: Ein Filet stammt aus kontrollierter Aufzucht in Aquakultur, das andere lieferte ein wildgefangener Wels. Der Qualitätsvergleich fiel für die Teilnehmer eindeutig aus: für die große Mehrheit - 27 von 37 Teilnehmern - war der Zuchtfisch der größere Genuss. Er überzeugte Nase und Gaumen und erhielt dementsprechend gute Noten.
Auf diese Weise werden Qualitätsunterschiede auch bei dem EU-Projekt SustainAqua ermittelt und dokumentiert. Die Zwischenergebnisse der Un-tersuchungen präsentierte die Koordinatorin des Projektes, Alexandra Oberdieck vom Umweltinstitut des ttz im Forum Aquakultur. Demnach ent-spricht Zuchtfisch aus nachhaltiger Produktion den Erwartungen vieler Verbraucher besser als Fisch aus wilden Beständen. Der Gesamtbedarf könnte ohne den geregelten Anbau in Aquakulturen, die Nachfragespitzen im Jahr gezielt einplanen können, ohne schwerwiegende ökologische Fol-gen nicht gedeckt werden.
"In der Profilierung als Produzent von schmackhaftem Qualitätsfisch liegt eine große Chance der Aquakulturfarmer", so das Zwischenfazit von Ale-xandra Oberdieck, der verantwortlichen Projektleiterin des ttz. Wer dazu noch über technisches Know-how zur ressourcenschonenden Fischzucht verfügt, hat auch im internationalen Wettbewerb eine gute Ausgangspositi-on. Die Ergebnisse aus dem dreijährigen Forschungsprojekt werden Fi-schereiverbände zur Schulung ihrer Mitglieder einsetzen, um die Branche zu stärken.
Dr. Johannes Heeb aus der Schweiz, ebenfalls Partner von SustainAqua, berichtete über seine seine Erfahrungen aus acht erfolgreichen Betriebs-jahren seines Tropenhuis.: Eine sogenannte Polykultur-Produktion nutzt die Abwärme einer Gasverdichtungsanlage zur Heizung eines Gewächs-hauses, in dem tropische Früchte und Tilapia-Fische gedeihen. Mit dem Abwasser der Fischbehälter werden Bananen, Papaya, Mango und Stern-frucht bewässert. Das Tropenhuis machte sich auf diese Weise als Produ-zent tropischer Früchte regionaler Herkunft einen Namen.
Das Technologie-Transfer-Zentrum Bremerhaven versteht sich als innovati-ver Forschungsdienstleister und betreibt anwendungsbezogene Forschung und Entwicklung. Unter dem Dach des ttz Bremerhaven arbeitet ein interna-tionales Team ausgewiesener Experten in den Bereichen Lebensmitteltech-nologie und Bioverfahrenstechnik, Analytik sowie Wasser-, Energie- und Landschaftsmanagement.
Britta Rollert,
ttz Bremerhaven, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 0471 / 4832-121/-124
Fax 0471 / 4832-129
E-Mail: brollert@ttz-bremerhaven.de
Qualitätsbewußte Aquakulturfarmer unterstützen und den Anbau effizient gestalten - bei Alexandra Obe ...
Criteria of this press release:
Biology, Environment / ecology, Information technology, Oceanology / climate, Social studies
regional
Miscellaneous scientific news/publications
German

You can combine search terms with and, or and/or not, e.g. Philo not logy.
You can use brackets to separate combinations from each other, e.g. (Philo not logy) or (Psycho and logy).
Coherent groups of words will be located as complete phrases if you put them into quotation marks, e.g. “Federal Republic of Germany”.
You can also use the advanced search without entering search terms. It will then follow the criteria you have selected (e.g. country or subject area).
If you have not selected any criteria in a given category, the entire category will be searched (e.g. all subject areas or all countries).