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Wissenschaft
Jena, 28. Februar 2008 - Bernhard Hube, Professor an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, wurde soeben in die "American Academy of Microbiology" (AAM) aufgenommen. Die AAM ist das wissenschaftliche Führungsgremium der Amerikanischen Gesellschaft für Mikrobiologie (ASM). Sie berät Regierungsorganisationen zur Gesundheitspolitik und Entscheidungsträger in der Wissenschaft zur Gestaltung von Forschungsprogrammen.
Durch verschiedene Weiterbildungsmaßnahmen kümmert sich die AAM um die Qualifikation von Wissenschaftlern und trägt mit verschiedenen Publikationen zur Verbreitung von Wissen über Mikroorganismen in der Bevölkerung bei. In einem strengen Auswahlverfahren werden jährlich die weltweit führenden Mikrobiologen ermittelt und durch feierliche Aufnahme in die Akademie ausgezeichnet.
Hube ist über die Auszeichnung erfreut: "Die Aufnahme in die Akademie zeigt, dass die Pilz-Forschung in Jena weltweit anerkannt ist, was sich auch in den vielen internationalen Kooperationen widerspiegelt." Gemeinsam mit zwei weiteren deutschen Forschern gehört Hube zum Kreis der 38 neuen Mitglieder, die anlässlich des Jahreskongresses der amerikanischen Mikrobiologen Anfang Juni ihre Urkunden überreicht bekommen. Die Aufnahme eines neuen Mitglieds muss von mindestens drei Akademiemitgliedern vorschlagen werden. Wichtigste Kriterien sind wissenschaftliche Exzellenz und Originalität sowie hohe ethische Standards.
Bernhard Hube befasst sich als Abteilungsleiter am Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie - Hans-Knöll-Institut - auf dem Jenaer Beutenberg-Campus mit krankheitserregenden Hefepilzen. Er erforscht die molekularen Zusammenhänge, die zur Auslösung von Infektionen durch die Hefe Candida albicans führen. Candida albicans gehört zur normalen Mikrobenflora des Menschen. Unter bestimmten Bedingungen, hierzu gehören hormonelle Störungen, Diabetes, AIDS oder andere Erkrankungen sowie die Behandlung mit Antibiotika, kann das mikrobielle Gleichgewicht gestört werden und die Hefe löst Schleimhautinfektionen aus, die nur schwer zu bekämpfen sind. Bernhard Hube hatte sich bereits am Berliner Robert-Koch-Institut, wo er bis Anfang 2007 das Fachgebiet Mykologie leitete, einen Namen als Fachmann für Hefe-Infektionen erarbeitet. Genau diese Expertise war Anlass für die Universität Jena und das Hans-Knöll-Institut, Hube nach Jena zu holen. Das HKI ist die deutschlandweit einzige Einrichtung, die sich schwerpunktmäßig mit pilzlichen Krankheitserregern und der Suche nach neuen Medikamenten gegen solche Infektionen beschäftigt.
Das Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie - Hans-Knöll-Institut - wurde 1992 gegründet und gehört seit 2003 zur Leibniz-Gemeinschaft. Die Wissenschaftler des HKI befassen sich mit der Infektionsbiologie humanpathogener Pilze. Sie untersuchen die molekularen Mechanismen der Krankheitsauslösung und die Wechselwirkung mit dem menschlichen Immunsystem. Neue Naturstoffe aus Mikroorganismen werden auf ihre Wirksamkeit gegen Pilzerkrankungen untersucht und zielgerichtet modifiziert.
Das HKI verfügt derzeit über fünf wissenschaftliche Abteilungen, deren Leiter gleichzeitig berufene Professoren der Friedrich-Schiller-Universtät Jena (FSU) sind. Hinzu kommen drei Nachwuchsgruppen und vier Querschnittseinrichtungen mit einer integrativen Funktion für das Institut, darunter das anwendungsorientierte Biotechnikum als Schnittstelle zur Industrie. Zur Zeit arbeiten 270 Menschen am HKI, darunter 70 Doktoranden.
Gemeinsam mit der FSU Jena ist das HKI maßgeblich am einzigen thüringer Projekt der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder beteiligt. Die "Jena School for Microbial Communication" wird künftig bis zu 150 Doktoranden umfassen, die sämtliche Aspekte der Kommunikationsprozesse, an denen Mikroorganismen beteiligt sind, untersuchen. Nach dem Motto 'mikrobielle Kommunikation fördert menschliche Kommunikation' rücken die Institute des Beutenberg-Campus mit der FSU und deren Klinikum künftig noch enger zusammen und prägen Jena als "Stadt der Wissenschaft 2008".
Zur Leibniz-Gemeinschaft gehören zurzeit 83 Forschungsinstitute und Serviceeinrichtungen für die Forschung. Diese beschäftigen etwa 13.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Stand 12/2006). Davon sind ca. 5.400 Wissenschaftler, davon wiederum 2.000 Nachwuchswissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei mehr als 1,1 Mrd. Euro pro Jahr. Die Drittmittel betragen etwa 225 Mio. Euro pro Jahr.
http://www.hki-jena.de Homepage des Hans-Knöll-Instituts
Prof. Dr. Bernhard Hube ist neues Mitglied der Amerikanischen Akademie für Mikrobiologie. Der Jenaer ...
Source: HKI/Schachtschabel
Criteria of this press release:
Biology, Information technology, Medicine, Nutrition / healthcare / nursing
transregional, national
Personnel announcements, Transfer of Science or Research
German

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