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Wissenschaft
Innovationsministerium und Hochschulen investieren in Forschungsschulen
Ab dem Wintersemester 2008/09 werden in Nordrhein-Westfalen 17 Forschungsschulen neu aufgebaut, die herausragende Studierende schnell und systematisch zur Promotion führen sollen. An den Universitäten in Aachen, Bielefeld, Bonn, Dortmund, Düsseldorf, Köln, Münster und Siegen starten die Forschungsschulen bereits im Wintersemester 2008/09. Weitere sechs Forschungsschulen werden an den Universitäten in Bochum, Dortmund, Köln, Münster und Paderborn im kommenden Jahr folgen. Das gab Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart heute in Düsseldorf bekannt. An der Ausschreibung hatten sich zwölf Universitäten des Landes beworben. Eine achtköpfige Fach¬jury hatte in der vergangenen Woche über insgesamt 32 Bewerbungen der Hochschulen beraten.
"Die Forschungsschulen sind ein weiteres Instrument, um die besten jungen Nachwuchswissenschaftler für das Innovationsland Nordrhein-Westfalen zu werben. Wer an die Spitze will, braucht die besten Köpfe und muss attraktive Perspektiven bieten", sagte Innovationsminister Pinkwart. Die Doktorandenausbildung an den Forschungsschulen ist Teil der gezielten Nachwuchsförderung des Landes, zu der auch das "Junge Kolleg" an der Akademie der Wissenschaft und das Rückkehrerprogramm für junge Spitzenforscher im Ausland gehören.
Das strukturierte Doktorandenangebot der Forschungsschulen eröffnet herausragenden Studierenden die Chance, auf hohem internationalen Niveau bei den jeweiligen Spitzenforscherteams der Hochschulen zu promovieren. Mit dem neuen Angebot, das in der Regel von mehreren Hochschulen gemeinsam getragen wird, sollen insbesondere Bewerberinnen und Bewerber aus dem Ausland geworben werden, um die Internationalisierung der Hochschulen und Forscherkooperationen auszubauen. Wer in einer Forschungsschule aufgenommen wird, erhält zugleich auch ein monatliches Stipendium in Höhe von bis zu 1.300 Euro. Die Forschungsschulen werden in der Regel zu gleichen Teilen von der jeweiligen Hochschule und dem Land finanziert. Insgesamt 36 Millionen Euro wird alleine das Land in den nächsten fünf Jahren in den strukturierten Weg zur Promotion investieren.
Die neuen Forschungsschulen befassen sich unter anderem mit Fragen der Energieeffizienz und CO2-Minderung, der Stoffwechselprozesse im Körper oder mit Fragen des demographischen Wandels und seinen wirtschaftlichen Konsequenzen. Weitere Themen sind in den Bereichen bildgebende Verfahren in der molekularen Biomedizin, Logistik und in der Philosophie angesiedelt.
Die NRW-Forschungsschulen lösen die bisherigen "NRW Graduate-Schools" ab und stellen die Doktorandenförderung auf eine breitere Basis. Mit den 17 neuen Forschungsschulen, den fünf von den Hochschulen in der Exzellenzinitiative eingeworbenen "Graduate Schools" sowie den insgesamt 45 Graduiertenkollegs der Deutschen Forschungsgemeinschaft in Nordrhein-Westfalen gibt es zukünftig ein hochwertiges Angebot für herausragende Studierende die ihre wissenschaftliche Karriere in Nordrhein-Westfalen starten wollen.
Die neuen Forschungsschulen und die federführenden Universitäten im Überblick:
RWTH Aachen
Brennstoffgewinnung aus nachwachsenden Rohstoffen
Universität Bielefeld / Technische Universität Dortmund
Education and Capabilities
Universität Bochum
NRW-Research School of Medical
Neuroscience Bochum (BoNeuroMed)
Technische Universität Dortmund / Universität Bochum
Energieeffiziente Produktion und Logistik
Universität Bonn
Biotech-Pharma
Universität Bonn
LIMES Chemical Biology
Universität Bonn / RWTH Aachen
Bonn-Aachen International Research School on Applied Informatics (B-IT Research School)
Technische Universität Dortmund
Forschung mit Synchrotronstrahlung in den Nano- und Biowissenschaften)
Technische Universität Dortmund / RWI / Universität Bochum / Universität Duisburg-Essen
Ruhr Graduate School in Economics (RGS Econ)
Universität Düsseldorf
BioStruct
Universität Köln
A.R.T.E.S. - Anthropologie-Rezeption-Transkulturation-Episteme-Sprache
Universität Köln
Cologne Graduate School in Management, Economics, and Social Sciences
Universität Köln
From embryo to old age: the cell biology and genetics of health and disease
Universität Münster
International Graduate Program for Cell Dynamics and Disease (CEDAD Graduate program)
Universität Münster
Molecules and Materials - A Common Design Principle
Universität Paderborn
Self-Coordinating Distributed Systems
Universität Siegen
Multi Modal Sensor Systems (MOSES) for Environmental Exploration and Safety
Criteria of this press release:
interdisciplinary
regional
Studies and teaching
German

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