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Wissenschaft
Dienstag, 01. April 2008 um 9:30 Uhr, Balkonsaal der Universität Hohenheim
Mit einem Sonderforschungsbereich kämpfen die Universität Hohenheim und die Chiang Mai University gemeinsam gegen Armut und ethnische Spannungen in Südost-Asien. Nun wollen sie eigenen Nachwuchs dafür ausbilden.
Probleme lösen, wo sie entstehen: In Thailands Bergregionen leben die Minderheiten am Rande der Gesellschaft. Ihre Umwelt ist äußerst sensibel: Politisch ausgegrenzt und schlecht ausgebildet werden sie von der Mehrheitsbevölkerung für Naturkatastrophen wie Überflutungen, Erdrutsche oder Bodenerosionen verantwortlich gemacht. Gleichzeitig ist die ganze Gesellschaft von ökologisch intakten Bergregionen abhängig, denn sie liefern das Wasser, von denen die ganze Landwirtschaft abhängt.
Ein äußerst komplexer Konflikt, der stellvertretend für viele sozio-ökologische Krisenherde rund um den Globus steht. Um ihn zu entschärfen kooperieren Wissenschaftler der Universität Hohenheim zusammen mit Kollegen aus Thailand und Vietnam seit der Jahrtausendwende in dem Sonderforschungsbereich "Nachhaltige Landnutzung und ländliche Entwicklung in Bergregionen Südostasiens" (SFB 564).
"Der Sonderforschungsbereich ist die international erfolgreichste wissenschaftliche Kooperation der Universität Hohenheim", betont der Rektor der Universität Hohenheim, Prof. Dr. Hans-Peter Liebig. "Nun wollen wir das Erfolgsmodell auch auf die Lehre übertragen und gemeinsam qualifizierten Nachwuchs ausbilden."
Mit der Vertragsunterzeichnung am 01. April 2008 legen die Rektoren der Chiang Mai University und der Universität Hohenheim die Grundlage für das gemeinsame Masterprogramm "Sustainable Agriculture and Integrated Watershed Management". Das neue Angebot umfasst zwei Basis-Semester in Thailand, ein interdisziplinär angelegtes Projekt-Semester in Hohenheim und ein Semester für die Abschlussarbeit, die in der Regel in Thailand stattfindet. Absolventen erhalten einen Abschluss beider Universitäten. Vorlesungsbeginn ist im März kommenden Jahr.
Zusätzlich vereinbarten die beiden Universitäten eine besondere Betreuung durch einen festen Koordinator an jeder Hochschule, außerdem Unterstützung bei der Wohnungssuche, Sprachkurse, und Betreuungs-Programme, bei denen sich erfahrene Studierende um die Neuankömmlinge kümmern. Reisekosten sollen durch gemeinsame Sponsoren aufgefangen oder zumindest gedämpft werden.
Bewerben können sich Absolventen mit einem Bachelor oder vergleichbarem Abschluss in Agrarwissenschaften oder einem verwandtem Fach und nachgewiesenen Englisch-Kenntnissen. Bewerbungen nehmen beide Universitäten entgegen, ausgewählt werden die Studierenden von einer gemeinsamen Kommission.
Text: Sandra Leppin / Florian Klebs
Kontaktadresse:
Prof. Dr. Karl Stahr, Sprecher des SFB 564, Tel.: 0711 459-23981, Fax: 0711 459-23117, E-Mail: kstahr@uni-hohenheim.de
Criteria of this press release:
Biology, Environment / ecology, Geosciences, Information technology, Oceanology / climate, Zoology / agricultural and forest sciences
transregional, national
Research projects, Studies and teaching
German

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