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03/27/2008 13:23

Deutschlandweit erstmalig: Masterstudiengang "Computational Materials Science" an der Uni Bremen

Eberhard Scholz Pressestelle
Universität Bremen

    Computersimulationen von realen Materialien werden in Zukunft eine immer größere Rolle im Design von neuartigen funktionellen Materialien und deren Qualifizierung für technische Anwendungen spielen. Dank der rasanten Entwicklung der leistungsfähigsten Rechner sowie neuer theoretischer Methoden und effizienter mathematischer Algorithmen wird es heute möglich, virtuelle Labore einzurichten. Tests und Entwicklungen am Computer ergänzen oder ersetzen immer mehr teure und umfangreiche experimentelle Untersuchungen und tragen so zur Lösung von wichtigen technischen, medizinischen und ökologischen Problemen bei. Das im Rahmen dieser Entwicklung neu entstandene Fachgebiet "Computational Materials Science" vereint dabei interdisziplinär eine breite Materialexpertise aus den Natur- und Ingenieurwissenschaften mit theoretischem Grundlagenverständnis und mathematischer Methodenkompetenz.

    Viele klassische fachorientierte Studiengänge in den Ingenieur- wie auch den Naturwissenschaften vermitteln jedoch heute oft noch die theoretischen Grundlagen im Aufbau und im Verhalten von Materialien in einem zu geringen Bezug zu der sich rasant entwickelnden Werkstoffphysik/-chemie sowie zu deren Schnittstellen mit der Biologie und der lebenden Welt. Diese Lücke wird nun geschlossen. Die Universität Bremen bietet zum Wintersemester 2008/09 erstmals deutschlandweit einen Masterstudiengang "Computational Materials Science (CMS)" an. Bewerbungsschluss ist der 15. Juli 2008.

    Der Masterstudiengang CMS ist im Fachbereich Physik/Elektrotechnik der Universität Bremen akkreditiert und wird inhaltlich als Vollzeitstudium in Kooperation mit den Fachbereichen Chemie/Biologie, Mathematik und Produktionstechnik getragen. Das Studium dauert insgesamt vier Semester (120 CP ECTS). Die hohe Interdisziplinarität der Lehrinhalte und Ausbildungsziele mit den materialwissenschaftlichen Schwerpunktorientierungen in Lehre und Forschung wird durch die personelle Hauptbeteiligung von Hochschullehrern des im Jahre 2006 an der Universität Bremen neugegründeten Bremen Center for Computational Materials Science gewährleistet (<www.bccms.uni-bremen.de<). Während des Studiums wird besonderer Wert wird auf die individuelle Betreuung der Studentinnen und Studenten gelegt.

    Der Studiengang ist offen für Bachelorabschlüsse aus der Physik, Chemie, Technomathematik, Elektrotechnik, Produktionstechnik, Materialwissenschaft, Biophysik/-chemie oder aus einem als gleichwertig anerkannten Fachgebiet. Es besteht aus den Pflichtmodulen Grundlagenaufbau, Atomistische Modellierung, Makroskopische Modellierung sowie einem Forschungspraktikum und weiteren Wahlpflichtmodulen in den Bereichen Festkörper, Oberflächen und Defekte, Soft Materials oder Biomoleküle. Im letzten Semester des Studiums ist eine Masterarbeit zu erstellen.

    Der Abschluss des interdisziplinären Masterstudiengangs mit dem Master of Science qualifiziert die Absolventen für gehobene Verantwortungen in breiten Tätigkeitsfeldern sowohl im akademischen Bereich als auch in den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen der Industrie und anderen materialwissenschaftlichen Bereichen, insbesondere der Nanoforschung und Nano-Biotechnologie.

    Weitere Informationen:

    Universität Bremen
    Fachbereich Physik
    Bremen Center for Computational Materials Science
    Professor Dr. Thomas Frauenheim
    Tel. 0421/218-3158
    E-Mail: frauenheim@bccms.uni-bremen.de
    http://www.bccms.uni-bremen.de


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    Criteria of this press release:
    Information technology, Materials sciences, Mathematics, Physics / astronomy
    transregional, national
    Studies and teaching
    German


     

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