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04/07/2008 12:54

Sechs Hochschulen - EIN Ausweis: Hochschulregion Tübingen-Hohenheim führt gemeinsamen Chip-Card-Ausweis für 40.000 Studierende ein

Florian Klebs Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universität Hohenheim

    Rektoren wünschen sich Ausbau des ÖPNV und ein gemeinsames Semesterticket

    PRESSEFOTOS unter www.uni-hohenheim.de/presse

    Schengen für angehende Akademiker: Als regionsübergreifender Zusammenschluss von Universitäten und Fachhochschulen hat die Hochschulregion Tübingen-Hohenheim flächendeckend einen gemeinsamen Studierendenausweis als Chip-Karte eingeführt. Damit können fast 40.000 Studierende in naher Zukunft an allen 6 Hochschulen Bücher ausleihen, kopieren, in der Mensa essen, bezahlen und den Verkehrsverbund der Heimat-Hochschule nutzen. Zeitgleich werben die Rektoren bei Politikern um ein flächendeckendes Semesterticket. Die Hochschulregion Tübingen-Hohenheim umfasst neben den Universitäten Tübingen und Hohenheim die Hochschulen in Albstadt-Sigmaringen, Nürtingen-Geislingen, Reutlingen und Rottenburg.

    Die Vorderseite zieren ein Foto des Besitzers, das Einheits-Emblem der Hochschulregion und das Logo der jeweiligen Heimat-Hochschule. Rechts soll bald schon der goldene Chip glänzen. Auf der Rückseite sind alle Informationen noch mal als Strich-Code aufgedruckt.

    Schrittweise wollen die Hochschulen den Gemeinschafts-Ausweis auch zur Service-Card ausbauen. Ab Wintersemester sollen Studierende von Stuttgart bis zum Bodensee an allen Standorten bargeldlos in der Mensa essen, bald auch kopieren, elektronische Zeitschriften ausdrucken und Fernleihe- oder Mahngebühren in den Bibliotheken bezahlen können. Als elektronischer Bibliotheksausweis soll sie allen Studierenden Zugang zu über 10 Millionen Büchern, mehr als 10.000 Zeitschriften und abermillionen elektronischer Artikel geben. Dank Strich-Code sollen die Studierenden auch die Landesbibliotheken mitbenutzen können.

    In der Region hatte sich die Universität Tübingen schon vor einigen Jahren als Vorreiterin in Sachen elektronischem Studierendenausweis profiliert. Mit den künftigen hochschulübergreifenden Funktionen erreiche die neue Karte jedoch ein völlig neues Service-Niveau.

    "Zu allen Service-Funktionen gibt es bereits Pilot-Projekte an den verschiedenen Hochschulen. Im Detail müssen mehr noch juristische als technische Hemmschuhe abgestreift werden", erklärt der Rektor der Universität Tübingen, Prof. Dr. Bernd Engler anlässlich der Einführung.

    Getrübt wird die Freude der Hochschul-Leitungen lediglich daran, dass ein gemeinsames Semesterticket am zersplitterten öffentlichen Nahverkehr scheitert: Verkehrstechnisch ist die Hochschulregion in drei autonome Verkehrsverbünde zerschnitten. "Ein echtes Kooperationshindernis", urteilt Prof. Dr. Liebig, denn bislang sei es nicht möglich, dass Studierende beispielsweise mit einem Ticket von Albstadt oder Tübingen preisgünstig nach Stuttgart und Hohenheim fahren können.

    Im vergangenen November hatten die Hochschulleitungen deshalb bereits mit Landräten Bürgermeistern, Regionalverbänden und Wirtschaftsförderungsgesellschaften getagt. "Schon jetzt gibt es eine Reihe gemeinsamer Studiengänge, wechselseitige Vorlesungen und Forschungsvorhaben."

    "Die Exzellenz-Initiative hat belegt, dass Wissenschaft in Netzwerken besonders erfolgreich ist", erklärt Prof. Dr. Liebig. "In der Hochschulregion haben wir eine Fülle gemeinsamer Forschungsprojekte, wechselseitige Vorlesungen und kooperative Studiengänge. Um das Netzwerk weiter zu vitalisieren ist es jedoch zwingend, dass auch der öffentliche Nahverkehr entsprechend ausgebaut und vernetzt wird.

    Hintergrund: gespeicherte Daten

    Neben dem Namen des Besitzers speichert der Chip-Karten-Studierendenausweis lediglich die Kartennummer, eine individuelle Systemnummer, die studentische Matrikelnummer und eine Ausleihnummer der Bibliothek analog zum früheren Bibliotheksausweis. Alle gespeicherten Daten sind auch in Klarschrift auf der Karte aufgedruckt.

    Hintergrund Hochschulregion Tübingen-Hohenheim

    Die Hochschulregion Tübingen-Hohenheim ist ein innovativer Verbund, der Universitäten und Fachhochschulen über die Grenzen der verschiedenen Hochschularten vereint. Primäres Ziel der Hochschulregion ist es, Forschung, Lehre und Service für Studierende durch intensive Kooperation zu verbessern. Neben gemeinsamen Forschungsvorhaben und einer Vernetzung der internationalen Kontakte, umfasst dies vor allem die Lehre mit dem Ziel, Studienleistungen an Partnerhochschulen vereinfacht anzuerkennen und die Durchlässigkeit zwischen den Hochschularten zu erhöhen. Dazu stellen die beteiligten Hochschulen ihre Infrastruktur allen Studierenden der Partnerhochschulen zur Verfügung. In der Verwaltung kooperieren die Mitglieder in Bestellwesen Zulassungs-, Rechts- und Finanzierungsfragen. Seit 2007 dient das gemeinsame Studentenwerk Tübingen-Hohenheim als regionsweite Service-Einrichtung für die soziale Betreuung der Studierenden. Basis der Hochschulregion Tübingen-Hohenheim ist ein Rahmenkooperationsabkommen zwischen eigenständigen Hochschulen aus dem Jahr 2005. Mitglieder sind die Universitäten Tübingen und Hohenheim und die Hochschulen in Albstadt-Sigmaringen, Nürtingen-Geislingen, Reutlingen und Rottenburg.

    Kontakt (nicht zur Veröffentlichung):
    Florian Klebs, Universität Hohenheim, Pressesprecher
    Tel.: 0711 459 22003, presse@uni-hohenheim.de


    Images

    Eintrittskarte für eine ganze Region : die neue Chip-Karte
    Eintrittskarte für eine ganze Region : die neue Chip-Karte


    Criteria of this press release:
    interdisciplinary
    regional
    Organisational matters, Studies and teaching
    German


     

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