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Flensburg- Nach einer aktuellen Umfrage der FH Flensburg unter den Studierenden zeichnet sich ein deutlicher Trend zu einer erhöhten Erwerbstätigkeit neben dem Studium ab."Die FH selbst kann zur Verbesserung der Situation wenig beitragen. Solange sich die politischen Rahmenbedingungen nicht ändern, werden wir weiterhin mit überlangen Studienzeiten und hohen Abbrecherquoten zu kämpfen haben", erklärt Prorektor Prof. Dr. Andreas Weber.
Flensburg- Nach einer aktuellen Umfrage der FH Flensburg unter den Studierenden zeichnet sich ein deutlicher Trend zu einer erhöhten Erwerbstätigkeit neben dem Studium ab.
Die jetzt vorgelegten Zahlen der Untersuchung, die in Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum Wissenschaft und Arbeit (KOWA) aus Flensburg durchgeführt worden ist, belegen die verstärkte Doppelbelastung zwischen Studium und Arbeit.
Danach können 58 % der befragten Studierenden nur mit einem zusätzlichen Nebenjob ihr Studium und ihren Lebensunterhalt bestreiten. 78% der Befragten arbeiten ganzjährig, d.h. sowohl im Semester als auch in den Semesterferien. Dabei arbeiten 40 % der befragten FH-Studierenden zwischen 15 und 30 Wochenstunden.
"Das sind alarmierende Zahlen, die uns große Sorge bereiten. Bei einer geforderten Studienbelastung (workload) von 1800 Stunden im Jahr im Bachelorstudium ist es nicht verwunderlich, dass die Regelstudienzeiten nicht eingehalten werden. Im Extremfall führt die Erwerbstätigkeit zum Studienabbruch. Dies wird auch durch eine HIS-Studie bestätigt, nach der als Hauptgrund für einen Studienabbruch finanzielle Schwierigkeiten angeführt werden ", so Prorektor Dr. Andreas Weber.
Nach der Untersuchung der KOWA sind die Formen der Erwerbstätigkeit sehr unterschiedlich. 36 % der Befragten beschreiben ihre Tätigkeit als "Aushilfs- oder Studentenjobs". Sie arbeiten unter anderem in Kneipen, Supermärkten oder als Bürohilfen.
"Viele Studierende versuchen aber auch aus der Not eine Tugend zu machen. Sie suchen sich Nebenjobs und Arbeitsbereiche, die in inhaltlicher Verbindung zu ihrem Studium stehen (= 44 %). Die FH selbst kann zur Verbesserung der Situation wenig beitragen. Solange sich die politischen Rahmenbedingungen nicht ändern, werden wir weiterhin mit überlangen Studienzeiten und hohen Abbrecherquoten zu kämpfen haben", erklärt Prorektor Prof. Dr. Andreas Weber abschließend.
Criteria of this press release:
interdisciplinary
transregional, national
Research results, Studies and teaching
German

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