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Das Zentrum der Inneren Medizin der J.W. Goethe-Universität führte vom 14. bis 17. April erneut das praxisnahe Prüfungsverfahren OSCE (Objective Structured Clinical Evaluation) für Medizinstudierende durch.
Mit dem relativ neuen Prüfungssystem OSCE prüft der Fachbereich Medizin der J.W. Goethe-Universität nun auch die Fähigkeit der Studierenden, praxisnah ärztliche Routinen zu bewältigen und adäquat mit Patienten umzugehen. Realitätsferne Prüfungsverfahren für Medizinstudierende, die wenig mit dem Behandlungsalltag der späteren Ärztinnen und Ärzte zu tun haben, gehören der Vergangenheit an. Vom 14. bis 17. April mussten sich etwa 500 Frankfurter Studierende in der Inneren Medizin dem neuen Testsystem stellen.
"In den Prüfungen müssen die Studierenden an direkten Fallbeispielen mit professionell trainierten Simulationspatienten zeigen, wie sie mit Patienten umgehen, Diagnosen erstellen, über Risiken aufklären und sich therapeutische Schritte überlegen", erklärt Prof. Dr. T.O.F. Wagner von der Medizinischen Klinik I des Frankfurter Universitätsklinikums, der die Methode der OSCE-Prüfungen am Universitätsklinikum etabliert hat. Prüfungsinhalte wie die Durchführung von Anamnesen, Patientenuntersuchungen und Befundinterpretationen sind dabei in verschiedene Stationen unterteilt, die von den Studierenden nacheinander absolviert werden. Die Prüfungen müssen die Studierenden am Ende des fünften Fachsemesters (nach dem Anamnese- und Untersuchungskurs) und des siebten Fachsemesters (nach dem Praktikum der Inneren Medizin) ablegen.
Beim bisherigen Ausbildungs- und Prüfungssystem kamen die praktischen Fähigkeiten der Studierenden häufig zu kurz. Deshalb führte die Frankfurter Universitätsklinik im Juli 2004 im Zuge der Reform des Medizinstudiums das neue OSCE-System ein, das die Studierenden besser auf ihre berufliche Zukunft als Arzt vorbereiten soll. Inzwischen werden derartige Prüfungen auch in der Pädiatrie, der Notfallmedizin, der Orthopädie, der Chirurgie und der Gynäkologie durchgeführt und weitere befinden sich in Planung. Die Praxisnähe stößt auch bei den Geprüften selbst auf Begeisterung: "Viele der Studierenden haben großen Spaß an den Simulationseinheiten", resümiert Frau Dr. Kujumdshiev, die für die Organisation der aufwändigen Prüfungen zuständig ist: "Sie helfen ihnen, Situationen richtig einzuschätzen und Selbstbewusstsein im Umgang mit den Patienten zu erlangen." Da sich das Lernverhalten der Studierenden vor allem an den Prüfungsinhalten ausrichte, könne so auch die klinische Kompetenz von Medizinstudierenden erheblich verbessert werden.
Frankfurt am Main, 18. April 2008
Für weitere Informationen:
Sandy Kujumdshiev
Zentrum der Inneren Medizin
Medizinische Klinik I
Pneumologie/ Allergologie
Fon (0 69) 63 01 - 47 68
Fax (0 69) 63 01 - 73 91
E-Mail sandy.kujumdshiev@kgu.de
Ricarda Wessinghage
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Klinikum der J.W. Goethe-Universität Frankfurt/ Main
Fon (0 69) 63 01 - 77 64
Fax (0 69) 63 01 - 8 32 22
E-Mail ricarda.wessinghage@kgu.de
Internet www.kgu.de
Criteria of this press release:
Medicine, Nutrition / healthcare / nursing
regional
Studies and teaching
German

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