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Wie verhält sich der Wahrheitsanspruch der Christusbotschaft zu dem biblischen Zeugnis von der Erwählung des jüdischen Volkes? Grundlegende Aussagen zu diesem Thema finden sich im Römerbrief des Paulus, ihre Auslegung ist jedoch seit langem umstritten. Ein Austausch zwischen Theologie, Philologie, Judaistik und Religionswissenschaft soll neue Perspektiven für ein Verständnis eröffnen. Dazu findet vom 1. bis 4. Mai 2008 ein internationales Symposium an der Theologischen Fakultät der Universität Göttingen statt. Zu der Veranstaltung mit dem Titel "Römer 9-11 im Spannungsfeld zwischen ,New Perspective on Paul' und christlich-jüdischem Gespräch" lädt das Graduiertenkolleg "Götterbilder - Gottesbilder - Weltbilder" ein. Die Leitung haben Prof. Dr. Florian Wilk und Prof. Dr. J. Ross Wagner vom Princeton Theological Seminary (USA).
Pressemitteilung
Göttingen, 25. April 2008 / Nr. 88/2008
Internationales Symposium: Paulus zwischen Christen und Juden
Austausch zwischen Theologie, Philologie, Judaistik und Religionswissenschaft
(pug) Wie verhält sich der Wahrheitsanspruch der Christusbotschaft zu dem biblischen Zeugnis von der Erwählung des jüdischen Volkes? Grundlegende Aussagen zu diesem Thema finden sich im Römerbrief des Paulus, ihre Auslegung ist jedoch seit langem umstritten. Ein Austausch zwischen Theologie, Philologie, Judaistik und Religionswissenschaft soll neue Perspektiven für ein Verständnis eröffnen. Dazu findet vom 1. bis 4. Mai 2008 ein internationales Symposium an der Theologischen Fakultät der Universität Göttingen statt. Zu der Veranstaltung mit dem Titel "Römer 9-11 im Spannungsfeld zwischen ,New Perspective on Paul' und christlich-jüdischem Gespräch" lädt das Graduiertenkolleg "Götterbilder - Gottesbilder - Weltbilder" ein. Die Leitung haben Prof. Dr. Florian Wilk und Prof. Dr. J. Ross Wagner vom Princeton Theological Seminary (USA).
Das interdisziplinäre Symposium führt nach Angaben von Prof. Wilk Impulse aus zwei Forschungs- und Diskussionsbereichen zusammen, die in jüngerer Zeit die Bedeutung dieses Textes wesentlich erhellt haben. Der Göttinger Theologe: "Die Forschungsbewegung ,New Perspective on Paul' hat gezeigt, wie stark Paulus auch als Apostel Jesu Christi in den Denk- und Lebensgewohnheiten des antiken Judentums beheimatet war. Zugleich haben die Bemühungen um ein neues Verhältnis zwischen Christen und Juden nach Auschwitz erkennen lassen, dass Römer 9-11 die christliche Kirche keineswegs als Erbin und Nachfolgerin des jüdischen Gottesvolkes darstellt." Zu der viertägigen Veranstaltung werden 24 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den USA, Großbritannien und Deutschland erwartet.
Im Rahmen der Tagung finden zwei öffentliche Vorträge statt: Am 1. Mai spricht Bischof Dr. N. Thomas Wright aus Durham (Großbritannien) über "Paul in New Perspective". Referent der folgenden Veranstaltung am 3. Mai ist Prof. Dr. Berndt Schaller, Göttingen. Er befasst sich mit "Paulus im Gespräch zwischen Juden und Christen". Die Vorträge beginnen jeweils um 20.15 Uhr, Veranstaltungsort ist der Gemeindesaal der St. Johannis-Kirchengemeinde (Am Johanniskirchhof 2). Informationen im Internet können unter http://www.theologie.uni-goettingen.de abgerufen werden.
Kontaktadresse:
Prof. Dr. Florian Wilk, Georg-August-Universität Göttingen, Theologische Fakultät
Platz der Göttinger Sieben 2, 37073 Göttingen, Telefon (0551) 39-7123, Fax (0551) 39-2317
e-mail: florian.wilk@theologie.uni-goettingen.de, Internet: http://www.theologie.uni-goettingen.de
Criteria of this press release:
Philosophy / ethics, Religion
transregional, national
Miscellaneous scientific news/publications, Scientific conferences
German

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