idw - Informationsdienst
Wissenschaft
Kieler Meeresforscher gehen auf Deutschlandtournee - Vom 7. Mai bis 4. September fährt ein Ausstellungsmodul des Kieler Exzellenzclusters Ozean der Zukunft auf dem Binnenschiff MS Wissenschaft, das in diesem Jahr Bürgern die Mathematik näher bringen will. Das zur schwimmenden Ausstellung umgebaute Frachtschiff läuft über Wasserstraßen 29 Städte an. Insgesamt 30 Exponate auf rund 600 qm vermitteln, wie spannend Mathematik sein kann. Mit an Bord, der Exzellenzcluster "Ozean der Zukunft" mit einem multimedialem, interaktivem Ausstellungsmodul und einem Tiefendrifter, einer Messboje, die das Herzstück der internationalen Ozeanbeobachtung ist. Das Exponat trägt den Titel "Im Strom der Formeln - Mathematik und Ozeanforschung."
Auf einem Touchscreen können Besucher sich spielerisch über die Zusammenhänge zwischen komplexen mathematischen Gleichungen und den Strömungen im Ozean informieren. Erklärt wird, wie wissenschaftliche Modelle entstehen und wie diese Simulationen mit echten Beobachtungsdaten von Messbojen überprüft werden. Diese sinken auf rund 2000m Tiefe ab, treiben mit der Strömung und geben beim regelmäßigen Aufsteigen zur Oberfläche Informationen zu Temperatur und Salzgehalt weiter. Auf der MS Wissenschaft können sich Besucher ein Modell eines solchen Drifters von Experten genau erklären lassen.
"Die direkte Beobachtung der Ozeane ist technisch extrem aufwändig", sagt Dr. Johannes Karstensen, Ozeanograph am Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) in Kiel. "Mit den aktuell rund 3000 Tiefendriftern ist ein Messnetz installiert, das uns etwa alle 10 Tage eine unvergleichliche Momentaufnahme des Weltozeans liefert. Rein rechnerisch ist jeder Tiefendrifter allerdings für die Vermessung eines Gebietes zuständig, das der doppelten Fläche Schleswig-Holsteins entspricht".
Hier hilft die Mathematik den Wissenschaftlern, den Ozean dennoch als Ganzes zu verstehen. "Die Gleichungen dazu sind zwar schon seit mehr als 100 Jahren bekannt, doch so kompliziert, dass man sie nicht mit Papier und Bleistift lösen kann", führt Dr. Arne Biastoch aus, ebenfalls Ozeanograph am IFM-GEOMAR. Erst moderne Superrechner ermöglichen die realistische Simulation von Ozeanströmungen und deren Rolle bei Klimaschwankungen.
Die beiden Wissenschaftler haben die Präsentation für die MS Wissenschaft gemeinsam mit den Ausstellungsgestaltern der Muthesius Kunsthochschule und des Exzellenzclusters entwickelt.
Kontakt und Bildmaterial
Friederike Balzereit, Öffentlichkeitsarbeit Exzellenzcluster "Ozean der Zukunft", Tel: 0431-880-3032, E-Mail: fbalzereit@uv.uni-kiel.de
http://www.ozean-der-zukunft.de - über den Kieler Exzellenzcluster
http://www.ifm-geomar.de - über das Leibniz-Institut für Meereswissenschaften
http://www.argo.ucsd.edu/index.html - über das Argo Programm/Tiefendrifter
http://www.wissenschaft-im-dialog.de - über die MS Wissenschaft
Criteria of this press release:
Geosciences, Mathematics, Media and communication sciences, Physics / astronomy
transregional, national
Transfer of Science or Research
German

You can combine search terms with and, or and/or not, e.g. Philo not logy.
You can use brackets to separate combinations from each other, e.g. (Philo not logy) or (Psycho and logy).
Coherent groups of words will be located as complete phrases if you put them into quotation marks, e.g. “Federal Republic of Germany”.
You can also use the advanced search without entering search terms. It will then follow the criteria you have selected (e.g. country or subject area).
If you have not selected any criteria in a given category, the entire category will be searched (e.g. all subject areas or all countries).