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Wissenschaft
Kinder und Jugendliche schauen zuviel fern. Sind die Programme dann auch noch von Gewalt geprägt, gehen die schulischen Leistungen rapide in den Keller. Dagegen kann man aber durchaus etwas tun, sagt Professor Christian Pfeiffer.
Nicht nur vor dem aktuellen Hintergrund von Gewalttaten durch und gegen Kinder und Jugendliche ist der ehemalige niedersächsische Justizminister Prof. Dr. Christian Pfeiffer (64) ein gefragter Experte.
Im Vortrag an der Offenen Fachhochschule stellt er als Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen e. V. (KFN) verschiedene Befunde aus Untersuchungen zu Auswirkungen von Mediennutzungsmustern auf Schulleistungen von Kindern und Jugendlichen vor. Denn am KFN wird seit dem Jahre 2004 mit verschiedenen Forschungsmethoden diese Frage untersucht.
Die Befunde weisen überraschend deutliche Parallelen zu den Ergebnissen der drei PISA-Studien auf. Dort sind im Vergleich bestimmter Schülergruppen erhebliche Leistungsunterschiede festgestellt worden.
Bei der Interpretation dieser teilweise sehr ausgeprägten Leistungsunterschiede sei, so Pfeiffer, bisher aber ein wichtiger Aspekt kaum beachtet worden: der Medienkonsum und dessen Inhalte. Es lasse sich nämlich klar belegen: Je mehr Zeit Schülerinnen und Schüler mit Medienkonsum verbringen und je brutaler dessen Inhalte sind, desto schlechter fallen die Schulnoten aus. Die Befunde eröffneten viel versprechende Ansätze dafür, wie man die schulischen Leistungen der PISA-Verlierer nachhaltig verbessern könnte.
Offene Fachhochschule
Referent: Prof. Dr. Christian Pfeiffer
Dienstag, 20. Mai 2008, 18.00 - 20.00 Uhr
Fachhochschule Dortmund, Sonnenstr. 96, Raum F 211
44139 Dortmund
Criteria of this press release:
Law, Media and communication sciences, Politics, Psychology, Social studies, Teaching / education
regional
Miscellaneous scientific news/publications
German

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