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05/28/2008 11:24

Der Kampf gegen die Armutskrankheiten in Afrika

Dr. Christian Jung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
VolkswagenStiftung

    Gemeinsam mit drei europäischen Stiftungen stärkt die VolkswagenStiftung die medizinische Forschung in Afrika.

    Mehr als eine Milliarde Menschen weltweit, so die erschreckende Zahl der Weltgesundheitsorganisation (WHO), leiden unter den sogenannten "vernachlässigten Tropenkrankheiten", den Neglected Tropical Diseases (NTD): Armutskrankheiten wie die Schlafkrankheit oder auch die Flussblindheit, die besonders in den ländlichen Gebieten Afrikas, in den Slums und Konfliktzonen zum Alltag gehören und deren Folgen einen Teufelskreis von Krankheit und Armut in Gang halten. Während die drei großen Infektionserkrankungen AIDS, Tuberkulose und Malaria viel Aufmerksamkeit erhalten, wurden die anderen Krankheiten bisher eher vernachlässigt. Bereits Ende 2007 hat sich ein Konsortium europäischer Stiftungen zusammengetan, um hier zu helfen und die Tropenmedizin vor Ort zu unterstützen. Im Rahmen eines Fellowship-Programms wurden nun in einer ersten Runde aus 67 Bewerbern 35 afrikanische Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen ausgewählt, die ihre Projekte bei einer Konferenz in Mali im September dieses Jahres vorstellen werden. Dort werden die ersten Vorhaben ausgewählt, die finanziell unterstützt werden.

    Die europäische Initiative "Neglected Tropical Diseases and Related Public Health Research" wird unterstützt von der VolkswagenStiftung, der portugiesischen Fundacao Gulbenkian, der französischen Fondation Mérieux und der Nuffield Foundation, Großbritannien. Ihr Ziel ist es, die biomedizinische Wissenschaft und Public Health-Projekte in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara nachhaltig zu stärken. Dafür sollen junge hervorragende Wissenschaftler gefördert werden, die in Ländern des sub-saharischen Afrikas arbeiten beziehungsweise dorthin zurückkehren wollen. Eine Zusammenarbeit mit einer europäischen Forschungsinstitution ist Voraussetzung der Förderung.

    Die in einer ersten Runde ausgewählten Wissenschaftler kommen aus insgesamt 16 Ländern Afrikas. Sie werden bei der Konferenz im September ein breites Spektrum an Forschungsthemen präsentieren, die mehr als die Hälfte der von der WHO aufgelisteten "Neglected Tropical Diseases" einschließen: Buruli Ulkus, Afrikanische Schlafkrankheit, Leishmaniasis, Elefantiasis, Flussblindheit, Bilharziose, über Böden übertragbare Wurmkrankheit, Virales Haemorrhagisches Fieber und Meningitis. Der Kampf gegen diese und weitere vernachlässigte Krankheiten wird auch bei der gerade beginnenden diesjährigen Annual General Assembly des European Foundation Centre (EFC) in Istanbul am 30. Mai ein wichtiges Thema sein.

    Kontakt
    VolkswagenStiftung
    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    Dr. Christian Jung
    Telefon: 0511 8381 - 380
    E-Mail: jung@volkswagenstiftung.de

    Kontakt Afrika-Initiative
    VolkswagenStiftung
    Dr. Detlef Hanne
    Telefon: 0511 8381 - 389
    E-Mail: hanne@volkswagenstiftung.de

    Sie finden Näheres zu der europäischen Initiative im Internet unter http://www.ntd-africa.net

    Der Text der Presseinformation steht im Internet zur Verfügung unter
    >http://www.volkswagenstiftung.de/service/presse.html?datum=20080528>;


    More information:

    http://www.volkswagenstiftung.de/service/presse.html?datum=20071212 - Fellowship-Programm


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    Criteria of this press release:
    Medicine, Nutrition / healthcare / nursing, Social studies
    transregional, national
    Science policy, Transfer of Science or Research
    German


     

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