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06/17/2008 15:27

Internationaler Workshop: "BioCryoBanks and Wildlife Conservation"

Heidi Neyses M. A. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universität Trier

    Zu Kryokonservierung und Artenschutz
    Vom 18. bis 20. Juni 2008, Wissenschaftspark 25-27

    Artenschutz und bedrohte Tiere, was kann man dafür tun? Um den weltweiten Artenverlust sowie um die innovative Möglichkeit der Kryokonservierung reproduktiver Zellen gefährdeter Tierarten zur Langzeitsicherung biologischer Ressourcen geht es in einem internationalen Workshop an der Universität Trier mit dem Titel "BioCryoBanks and Wildlife Conservation".

    Ziel des Workshops "BioCryoBanks and Wildlife Conservation" vom 18. bis 20. Juni 2008 im Wissenschaftspark 25-27 wird es sein, neueste wissenschaftliche Methoden der Kryokonservierung biologischer Materialien und dem potential verschiedenster Zelltypen inklusive adulte Stammzellen für den Artenschutz durch Vorträge international renommierter Wissenschaftler zu diskutieren und ein internationales Netzwerk zwischen den bekanntesten und etabliertesten BioBanken aufzubauen. Organisator ist das Institut für BioGeoAnalytik, Umweltproben- und Biobanken (IBU) des Fachbereichs VI der Universität Trier in Kooperation mit der zoologischen Gesellschaft Nordenglands (Chester Zoo), der World Association of Zoos and Aquariums (WAZA) und dem Fraunhofer Institut für Biomedizinische Technik.

    Bereits auf der Vortagung zu COP9 (Biodiversity Research - Saveguarding the Future) und auch auf der COP9 selbst, welche beide dieses Jahr in Bonn stattfanden, wurde wiederum deutlich wie dringend dem Artenverlust entgegengewirkt werden muss. Auch die Umsetzung des im Jahre 2002 verabschiedete Millenium Abkommens ist bis 2010 fraglich. Sicherlich sind sich alle Naturschützer darüber einig, dass die Art am besten durch den Schutz ihres Lebensraumes erhalten werden kann. Doch in vielen Fällen ist dies nicht mehr umsetzbar. Aus diesem Grund gibt es bereits schon seit längerer Zeit Nachzuchtprogramme die hauptsächlich im Verbund zoologischer Gärten umgesetzt werden. Doch auch diesbezüglich sind die Kapazitäten sehr beschränkt, denkt man an die Fülle bedrohter Tierarten.

    BioBanken zur Lagerung von biologischen Proben

    Durch den Verlust von Arten, und somit der Biodiversität, gehen wichtige Informationen verloren, die für die Forschung von grundlegender Bedeutung sind. Auch neuere Managementpläne der IUCN für gefährdete Tierarten sehen die Kryokonservierung und Lagerung von biologischen Materialien wie Spermien, Eizellen, Blut, Gewebe, Zellkulturen in der Gasphase des flüssigen Stickstoffs (<-150°C) vor. Diese BioBanken ermöglichen biologische Proben für unbefristete Zeit physikalisch und chemisch veränderungsfrei und lebend (Zellproben) zu lagern. Somit stehen neben reproduktiven Zellen wie Spermien und Eizellen auch die komplette Information über die Art als DNA, sowie zelluläre RNA für zukünftige Generationen zur Grundlagenforschung und zum Artenschutz (Reproduktionsprogramme etc.) gesichert zur Verfügung.

    Weitere Informationen:

    Dominik Lermen
    Dipl.-Env. scientist
    Fachbereich VI - Biogeographie
    Am Wissenschaftspark 25-27
    54296 Trier
    Tel.: 0651 201-3718
    E-Mail: lermen@uni-trier.de


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    Criteria of this press release:
    Biology, Geosciences, Information technology
    transregional, national
    Miscellaneous scientific news/publications, Scientific conferences
    German


     

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