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Wissenschaft
HANNOVER. Obwohl Niedersachsen Studierende an Bremen und Hamburg abgibt, ist in Niedersachsen die Absolventenquote in den letzten Jahren gestiegen, darauf hat der Niedersächsische Wissenschaftsminister Lutz Stratmann hingewiesen.
Die hochschulpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Gabriele Andretta, kritisierte zum wiederholten Male den seit Jahrzehnten faktisch stabilen negativen Wanderungssaldo und stellte einen vermeintlichen Bezug zwischen Studienbeiträgen und der Attraktivität des Standorts her. Das Wanderungssaldo war zu Zeiten der SPD-Regierung 1995 am höchsten - zu dieser Zeit wurden keine Studienbeiträge erhoben.
"Um dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken, kommt es darauf an, dass möglichst viele Studenten ein qualitätsvolles Studium erfolgreich abschließen", so Stratmann.
Bei den Abschlussquoten der Hochschulen liegt Niedersachsen gemeinsam mit Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg, Sachsen und Bayern mit 20 Prozent eines Altersjahrgangs an der Spitze der Flächenländer in Deutschland.
Mit dem Hochschulpakt 2020 wird Niedersachsen die Studienanfängerquote noch einmal deutlich erhöhen: allein bis zum Jahr 2010 werden 11.200 zusätzliche Studienanfängerinnen und Studienanfänger an den niedersächsischen Hochschulen aufgenommen. Dabei liegt in Niedersachsen ein deutlicher Schwerpunkt auf dem Ausbau der natur- und ingenieur-wissenschaftlichen Studiengänge.
Der letzte Woche vorgelegte Bildungsbericht zeigt, dass Niedersachsen sich - auch durch mehr Möglichkeiten zum Hochschulstudium ohne Abitur - auf einem guten Weg befindet, dem Fachkräftemangel frühzeitig entgegenzuwirken. Stratmann weist den Vorwurf zurück, dass ausländische Studierende von einem Studium in Niedersachsen abgehalten würden, weil sie kein Darlehen für ihre Studiengebühren in Niedersachsen erhalten: "Auch für ausländische Studierende gibt es verschiedene Möglichkeiten, in Niedersachsen ein Studienbeitragsdarlehen oder ein Stipendium zu bekommen", so der Wissenschaftsminister.
Dass Studienbeiträge in Niedersachsen keine abschreckende Wirkung haben, zeigt die Tatsache, dass die Studienanfängerzahlen seit 2007 sogar gestiegen sind. Die Abschaffung der Studienbeiträge in Hessen hat daher keine Auswirkung auf Niedersachsen. Auch mehr als 70% aller Hochschulen in Deutschland verbessern weiterhin durch die Beiträge ihre Studienbedingungen.
Criteria of this press release:
interdisciplinary
transregional, national
Science policy
German

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