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Wissenschaft
Bonn/Berlin, 24.06.2008. "Im weltweiten Wettbewerb um kluge Köpfe muss Deutschland mehr tun", forderte Prof. Stefan Hormuth, Präsident des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), heute in Berlin. Er stellte auf einer Pressekonferenz das neue Aktionsprogramm des DAAD vor. Unter dem Motto "Qualität durch Internationalität" soll es für die kommenden vier Jahre als Leitlinie für die Programme der weltweit größten Förderorganisation für den akademischen Austausch dienen. "Für die Zukunft der deutschen Hochschulen ist die Internationalisierung ein Schlüsselthema. Wenn wir unsere Position als das drittstärkste Gastland für ausländische Studierende halten wollen, müssen wir jetzt handeln. Dazu ist auch eine größere finanzielle Unterstützung notwendig."
Hormuth plädiert für mehr und höhere Stipendien, um hochqualifizierte, weltweit umworbene Studierende und Nachwuchswissenschaftler für Deutschland zu gewinnen. Aber auch qualitative Verbesserungen im Ausländerstudium und der Betreuung seien wichtig, damit mehr internationale Studierende als bisher ihr Studium in Deutschland erfolgreich abschlössen. Der DAAD bietet bereits verschiedene Betreuungsprogramme für die Hochschulen an. Deutsche Studierende, die heute schon mobiler sind als ihre Kommilitonen in vergleichbaren Industrieländern, sollten noch internationaler und weltoffener qualifiziert werden. Dafür strebt der DAAD an, dass mittelfristig jeder Zweite eine längere Auslandserfahrung im Studium oder Praktikum macht - zurzeit ist es nur jeder dritte Studierende.
Eine notwendige Voraussetzung dazu ist die flexiblere Umsetzung des Bologna-Prozesses. "Die Hochschulen sollten die Chance nutzen und durch eingebaute "Mobilitätsfenster" in den Studiengängen oder Doppelabschlüsse mit Partneruniversitäten internationale Qualifizierung anbieten", so Präsident Hormuth. "Der DAAD mit seinem weltweiten Netzwerk wird die Hochschulen zukünftig noch stärker beim Aufbau internationaler Kooperationen und auch dem Export ihrer Studienangebote ins Ausland unterstützen."
Bei allem Wettbewerb hat Deutschland als reiche Industrienation eine Mitverantwortung gegenüber den Entwicklungsländern. Daher wird sich der DAAD dafür einsetzen, dass der Anteil der Bildungsausgaben an der deutschen Entwicklungshilfe spürbar steigt, und wird die Entwicklungsländer weiterhin beim Aufbau leistungsfähiger Hochschul- und Wissenschaftsstrukturen unterstützen. So wird der DAAD in Afrika an ausgewählten Hochschulen Exzellenzzentren aufbauen, die eine überregionale Ausstrahlung haben. Mit Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung wird der DAAD in Deutschland einen Exzellenzwettbewerb für Entwicklungszusammenarbeit ausschreiben und bis zu fünf besonders engagierte Hochschulen auszeichnen.
Weitere Informationen sowie eine Pressemappe finden Sie unter:
http://www.daad.de/presse
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Francis Hugenroth
Tel: 0228 / 882-454
Fax: 0228 / 882-659
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Kennedyallee 50
D - 53175 Bonn
Criteria of this press release:
interdisciplinary
transregional, national
Studies and teaching
German

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