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Wissenschaft
"Gymnasium und Technik" heißt ein Lehrerfortbildungsprogramm, das ab August am Göppinger Standort der Hochschule Esslingen angeboten wird - rund um das neue Profilfach Naturwissenschaft und Technik.
Fünf Jahre lang hat die Hochschule Esslingen das neue Fortbildungsprojekt "Gymnasium und Technik" vorbereitet. Nun ist bei einer Informationsveranstaltung für Lehrer der Startschuss gefallen. Ende August soll die als Studiengang angelegte Lehrerfortbildung dann tatsächlich beginnen. Die Pädagogen sollen für das neue Profilfach "Naturwissenschaft und Technik" (NwT) fit gemacht werden.
Bis August muss das Team um Professor Dr.-Ing. Helmut von Eiff, der das landesweite Pilotprojekt federführend entwickelt hat, zehn freiwillige Pädagogen finden, die dabei sind. "Wir suchen echte Pioniere", sagt von Eiff. Aus dem ganzen Land waren jüngst knapp 50 Lehrer in die Hohenstaufenstadt gekommen, um sich zu informieren, was bei ihrem "Studiengang" auf sie zukommt. "Sie müssen sich im Klaren sein, dass das Projekt geistig und zeitlich sehr anspruchsvoll ist", sagt Helmut von Eiff seinen interessierten Zuhörern. Das "Studium" spreche alle an, die sich mit dem Fach NwT beschäftigen. Technisches Grundwissen in Physik sei von Vorteil aber keine Voraussetzung. Unterstützt wird das Programm vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, dem Kultusministerium, dem Verband der Metall- und Elektroindustrie (Südwestmetall) und von namhaften Industrieunternehmen. Sie stellen Mittel zur Verfügung, um das Projekt in den nächsten Jahre realisieren zu können. "Wir wollen technische und methodische Kompetenzen in den Bereichen Mechanik, Elektronik und Informatik aufzeigen", sagt Prof. Helmut von Eiff. Von Messmethoden, Konstruieren, Projektmanagement und Versuchen bis hin zurUnterrichtsvorbereitung: "Alles ist mit im Paket", sagt der Professor.
Bei den Lehrern stößt die Idee der praktischen Fortbildung auf großes Interesse. Gerade im Fach "NwT" ist die praktische Fortbildung ein Novum in der landesweiten Lehrerfortbildung. Ein Jahr lang werden die Pädagogen geschult, sind bei Projekten dabei und lernen viel dazu. Allerdings:Das kostet Zeit und Engagement. Es ist eine Investition in Wissen und Methoden, die sich für die Lehrer jedoch lohnt. Schließlich können ganze Schulstunden hier vorbereitet werden. Die Fortbildung ist für die Lehrer kostenlos - sie müssen nur ihre Zeit investieren. Das ist nicht wenig: Mit zusammengerechnet rund 50 Arbeitstagen müssen die "Pioniere" rechnen - dann haben sie sich in gut einem Jahr ihr Zertifikat verdient. Für das Projekt "Gymnasium und Technik" stellt die Esslinger Hochschule ihre Räume, Labore und weitere Kapazitäten zur Verfügung. Das Engagement kommt bei den Lehrern durchweg positiv an. Einen Kritikpunkt gibt es aber doch. Für die Fortbildungsmaßnahme erhalten die Pädagogen keinen Stundennachlass, wie er sonst üblich ist. Es sei schade, so der Tenor, dass das Kultusministerium diese Fortbildung nicht auch mit einem so genannten Debutatsnachlass fördert. Wer dabei sein will, muss sich bis zum 13. Juli online anmelden.
http://www.hs-esslingen.de/de/51999
Criteria of this press release:
Electrical engineering, Energy, Materials sciences, Mathematics, Mechanical engineering, Physics / astronomy, Teaching / education
transregional, national
Studies and teaching, Transfer of Science or Research
German

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