idw - Informationsdienst
Wissenschaft
Das Deutsche Studentenwerk (DSW) begrüßt den Aktionsplan der Bundesregierung für eine leichtere Zuwanderung ausländischer Fachkräfte, macht aber gleichzeitig auf das "enorme Potenzial" der ausländischen Studierenden und Hochschulabsolventen deutscher Hochschulen aufmerksam.
"Es ist gut, dass die Bundesregierung den Weg frei machen will für eine leichtere Zuwanderung ausländischer Fachkräfte. Mit den 190.000 ausländischen Studierenden haben wir allerdings viele der händeringend gesuchten Fachkräfte bereits im Land." Mit diesen Worten kommentierte Prof. Dr. Rolf Dobischat, Präsident des Deutschen Studentenwerks, den heute von der Bundesregierung beschlossenen Aktionsplan zur Zuwanderung. "Die ausländischen Studierenden bilden ein enormes Potenzial, das wir nutzen müssen", sagte Dobischat in Berlin. Er nannte als Beispiel die 26.000 ausländischen Hochschulabsolventen, die allein im Jahr 2006 gezählt wurden und von denen viele ingenieur- oder naturwissenschaftliche Fächer studiert haben. "Diese von der Wirtschaft gesuchten Elektrotechniker, Maschinenbauer oder Informatiker sind schon im Land und haben durch ihr Studium eine starke Bindung zu Deutschland", so Dobischat.
Allerdings ist die finanzielle und wirtschaftliche Lage ausländischer Hochschulabsolventen in Deutschland laut Dobischat schwierig. "Ihre Arbeitsmöglichkeiten sind für die Dauer der Jobsuche bis ein Jahr nach Studienabschluss auf 90 ganze oder 180 halbe Tage begrenzt; das reicht oft nicht aus, weil viele studentische Vergünstigungen wegfallen. Selbständige Tätigkeiten, etwa als Übersetzer oder Sprachlehrer, sind nicht erlaubt."
Dobischat wörtlich: "Wir sollten denn ausländischen Hochschulabsolventen das Leben nicht schwer machen, sondern sie als große Chance begreifen, um dem Fachkräftemangel abzuhelfen." Er fordert Bund und Länder auf, die arbeits- und aufenthaltsrechtlichen Regelungen für ausländische Absolventen unserer Hochschulen flexibler zu gestalten; insbesondere die Ausländerbehörden sollten ihre Spielräume zugunsten der Absolventen und letztlich zugunsten der deutschen Wirtschaft nutzen.
Criteria of this press release:
interdisciplinary
transregional, national
Science policy
German

You can combine search terms with and, or and/or not, e.g. Philo not logy.
You can use brackets to separate combinations from each other, e.g. (Philo not logy) or (Psycho and logy).
Coherent groups of words will be located as complete phrases if you put them into quotation marks, e.g. “Federal Republic of Germany”.
You can also use the advanced search without entering search terms. It will then follow the criteria you have selected (e.g. country or subject area).
If you have not selected any criteria in a given category, the entire category will be searched (e.g. all subject areas or all countries).