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08/12/2008 12:34

Fertig und schon im Job: Die ersten zwei Absolventen des Sowi-Bachelors

Dr. Josef König Pressestelle
Ruhr-Universität Bochum

Nr. 242

Einstieg in Autobranche und Lehrerberuf
Erfolgsgeschichte Bachelor-Sozialwissenschaft

Die ersten beiden Absolventen feiern heute ihren Abschluss des Zwei-Fach-Bachelors Sozialwissenschaft an der Ruhr-Universität: Nils Mittag und Lucia Thiel steigen sofort in den Beruf ein, Mittag in der Autobranche, Thiel als Lehrerin auf den Philippinen. Für die Fakultät sind die beiden die Bestätigung, dass der Bachelor Sozialwissenschaft als erster berufsqualifizierender Abschluss erfolgreich ist. Die Fakultät für Sozialwissenschaft hatte als eine der ersten in Deutschland die Umstellung ihres gesamte Studienangebots auf die neuen, modularisierten Bachelor- und Master-Studiengänge abgeschlossen. Neben der Beteiligung an den universitätsweiten neuen Zwei-Fächer-Studiengängen knüpft sie dabei mit dem "Bachelor Sozialwissenschaft" and die Erfolge ihrer Diplomausbildung an.

Berufliche Segregation in der Automobilbranche

Nils Mittag, gebürtiger Wuppertaler, studierte seit dem Wintersemester 2004/2005 an der Ruhr-Universität. Die Studienwahl habe er aufgrund persönlicher Interessen und seiner guten Schulnoten im Fach Sozialwissenschaft getroffen, sagt der 23-jährige. Zu Beginn schrieb sich Mittag für den Diplomstudiengang Sozialwissenschaft ein, doch als sich ihm die Möglichkeit bot, in den B.A.-Studiengang zu wechseln, nahm er diese Option wahr: "Da ich bereits während des Studiums durch Nebentätigkeiten den Arbeitsmarkt immer mehr für mich entdeckt habe und einen möglichst zeitnahen Eintritt in vollem Umfang anstrebe, war dies für mich der genau auf meine Interessen zugeschnittene Studiengang." Bereits im Studium machte sich Mittag im Bereich der Licht & Ton-Dienstleistungen selbstständig. Seine mehr als fünfjährige Beschäftigung in der Automobilbranche bot sich auch als Gegenstand der Abschlussarbeit zum Thema "Berufliche Segregation in der Automobilbranche" an. Die Branche soll auch künftig sein Wirkungsort bleiben.

"Sozialwissenschaftliches Hintergrundwissen für den Bildungsbereich

Die 26-jährige Lucia Thiel wird bereits in dieser Woche eine Stelle an einer deutschen Schule in Manila auf den Philippinen antreten. Die Grundschullehrerein aus Österreicher kam an die Ruhr-Universität, weil sie die Breite der Sozialwissenschaft interessierte und ein solches Studium in Österreich nicht angeboten wird. Parallel zu ihrem Studium arbeitete sie in der Forschung am Essener Institut für Arbeit und Qualifikation IAQ. Nach ihrer auf zwei Jahre angelegten Tätigkeit auf den Philippinen kann sie sich gut vorstellen, den Master in Sozialwissenschaft noch anzuhängen - "wo auch immer, das ist ja das Schöne", sagt sie. Möglich sei es auch, die Sozialwissenschaft mit dem Bildungswesen zu verbinden und zum Beispiel in die Lehrerbildung einzusteigen.

Immer möglich: Später noch den Master machen

Der Bachelor-Studiengang Sozialwissenschaft kombiniert die zentralen gesellschaftswissenschaftlichen Disziplinen Soziologie, Politikwissenschaft, Ökonomie, Sozialpsychologie und Anthropologie und vermittelt damit umfassende Kompetenzen zur methodischen Analyse und Bearbeitung gesellschaftlicher Fragen. Die Studierenden können dabei die einzelnen Disziplinen nicht nur nebeneinander, sondern aufeinander bezogen kennenlernen und individuelle Schwerpunkte setzen. "In einem praxisbezogenen Empirie-Modul realisieren die Studierenden zudem unter Hilfestellung der Lehrenden eigene Forschungsprojekte, ein sechswöchiges Pflichtpraktikum ermöglicht Einblicke in sozialwissenschaftliche Berufsfelder", so Studiendekan Achim Henkel. "Nach dem Bachelor sind unsere Studierenden zwar keine Forscher, aber sie sind in der Lage, gesellschaftliche Praxis zu hinterfragen und anhand wissenschaftlicher Standards zu bewerten". Dass diese Kompetenzen vom Arbeitsmarkt nachgefragt werden, beweisen die beiden ersten Absolventen, die sofort nach ihrem Abschluss in den Beruf wechseln. Es bestätigt sich hier die Erfahrung aus den Zwei-Fächer-Studiengängen, dass eine erste Berufsqualifikation schon nach der Bachelor-Phase erreicht ist. "Unsere beiden ersten Absolventen haben nicht nur hervorragende Leistungen erbracht" so Prodekan Prof. Jörg Bogumil mit Blick auf die Noten bei der Überreichung der Urkunden, "sondern auch für die Fakultät einen ersten Nachweis, dass qualifizierte Sozialwissenschaftler nachgefragt und der neue Studiengang vom Arbeitsmarkt angenommen wird." Das Studium der vertiefenden Masterphase wird von den Absolventen zwar nicht ausgeschlossen, aber auch zu einem späteren Zeitpunkt für möglich gehalten.

Weitere Informationen

Achim Henkel (Studiendekan), Fakultät für Sozialwissenschaft, GB 04/45, Tel.: 0234/32-22967, E-Mail: dekanat-sowi@rub.de


Images

Die beiden ersten Absolventen Lucia Thiel und Nils Mittag nehmen Prodekan Prof. Dr. Jörg Bogumil in die Mitte.
Die beiden ersten Absolventen Lucia Thiel und Nils Mittag nehmen Prodekan Prof. Dr. Jörg Bogumil in ...


Addendum from 08/12/2008

Ein kleiner Fehler hat sich eingeschlichen: Bitte beachten Sie, dass es sich um einen Ein-Fach-Bachelor handelt, nicht wie irrtümlich gemeldet um einen Zwei-Fach-Bachelor.


Criteria of this press release:
Social studies
transregional, national
Studies and teaching
German


 

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