idw - Informationsdienst
Wissenschaft
Die Neurophysiologin Dr. Ileana L. Hanganu-Opatz wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ausgezeichnet und erhält 1,4 Millionen Euro Fördergelder für ein Forschungsprojekt zur Reifung neuronaler Netzwerke. Das Forschungsprojekt wird im Zentrum für Molekulare Neurobiologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) angesiedelt sein und bereits am 1.Oktober starten. Damit ist die künftige UKE-Forscherin Hanganu-Opatz eine der fünf herausragenden Neurowissenschaftlerinnen in Deutschland, welche ein internationales Gutachtergremium aus 70 Bewerberinnen ausgewählt hat.
Lern-, Gedächtnis-, und Aufmerksamkeitsdefizite sind für eine Reihe von neurologischen Erkrankungen wie Schizophrenie und Autismus kennzeichnend. Dr. Hanganu-Opatz liefert in ihrer Arbeit Grundlagen zum Verständnis solcher neurologischer Störungen. Sie befasst sich dazu mit der Entwicklung, Ausformung und Erkrankung der Hirnrinde. Die geplante Forschergruppe hat das Ziel, grundlegende Mechanismen aufzudecken, welche zur frühen Entwicklung der neuronalen Netzwerke beitragen, die für Kognition und Verhalten zuständig sind. Diese Mechanismen sind trotz ihrer hohen klinischen Bedeutung bislang kaum erforscht.
Dr. Hanganu-Opatz, die derzeit an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz tätig ist, wurde im März 2008 mit dem renommierten Du Bois-Reymond-Preis der Deutschen Physiologischen Gesellschaft ausgezeichnet. 2006/2007 forschte sie mit einem Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft am Institut de Neurobiologie de la Méditerranée in Marseille. 2003 erhielt sie den Dagmar-Eißner-Preis des Fachbereichs Medizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.
Insgesamt werden zwei der fünf ausgezeichneten Neurowissenschaftlerinnen am UKE arbeiten. Neben Hanganu-Opatz hat das BMBF auch die UKE-Forscherin Dr. Ulrike Bingel, Klinik für Neurologie am UKE, mit 1,3 Millionen Euro ausgezeichnet. Ihr Forschungsprojekt zu Schmerzverarbeitung und Schmerzwahrnehmung wird ebenfalls am UKE angesiedelt sein. Ziel des BMBF-Förderprojekts "Unabhängige Forschergruppen in den Neurowissenschaften" ist es, die Karrierechancen von Frauen in den Neurowissenschaften zu erhöhen. Die Wissenschaftlerinnen sollen mit den bereitgestellten Mitteln eine selbstständige Forschergruppe leiten und ihre wissenschaftlichen Fähigkeiten weiter ausbauen.
Criteria of this press release:
Biology, Information technology, Medicine, Nutrition / healthcare / nursing
regional
Research projects, Science policy
German

You can combine search terms with and, or and/or not, e.g. Philo not logy.
You can use brackets to separate combinations from each other, e.g. (Philo not logy) or (Psycho and logy).
Coherent groups of words will be located as complete phrases if you put them into quotation marks, e.g. “Federal Republic of Germany”.
You can also use the advanced search without entering search terms. It will then follow the criteria you have selected (e.g. country or subject area).
If you have not selected any criteria in a given category, the entire category will be searched (e.g. all subject areas or all countries).