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09/03/2008 17:33

DOG Kongress 2008: Fachgesellschaft diskutiert Auswege aus der Nachwuchsfalle

Silke Stark Pressestelle
Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft

    Berlin - Nachwuchsprobleme in der Forschung haben auch das Fachgebiet der Augenheilkunde und Sehforschung erreicht. Schon jetzt entscheiden sich viele junge, hochqualifizierte Ärzte für eine Karriere außerhalb der Hochschulmedizin. Hält dieser Trend an, wird die klinische Forschung in Deutschland in wenigen Jahren vor dem Aus stehen. Vertreter aus Universitätsmedizin, Forschungsförderung und Politik erörtern deshalb auf einer Podiumsdiskussion am 18. September 2008 Wege, wie diese Entwicklung gestoppt und umgekehrt werden kann. Die Gesprächsrunde unter dem Motto "Karrierewege in der Hochschulmedizin - wie bleibt die Augenheilkunde attraktiv" findet im Rahmen des 106. Kongresses der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) statt.

    "Viele junge Augenärzte interessieren sich für eine Karriere in Wissenschaft, Forschung und Lehre. Doch angesichts oft ungünstiger Rahmenbedingungen wie immenser Bürokratie und unangemessener Vergütung entscheiden sie sich zunehmend dagegen", erklärt Professor Dr. med. Frank G. Holz, Präsident der DOG. Dadurch gestaltet es sich immer schwieriger, geeignete Bewerber für Positionen an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Forschung und Patientenversorgung zu finden. Diese Entwicklung gefährdet nicht nur den Forschungsstandort Deutschland. Auf lange Sicht leidet auch die Qualität in der Patientenversorgung, da diese vom wissenschaftlichen Fortschritt abgekoppelt wird. "Die Sehforschung in Deutschland lag im internationalen Vergleich immer weit vorn. Gelingt es uns nicht, mehr Nachwuchsmediziner für eine akademische Laufbahn zu begeistern, wird sich diese Entwicklung umkehren", befürchtet Holz.

    Die Podiumsdiskussion auf dem 106. DOG-Kongress soll dazu beitragen, Auswege aus der Nachwuchsfalle aufzuzeigen. Vertreter aus Medizin, Forschungsförderung und Politik erörtern, wie sich die Attraktivität der Karrierewege in der Hochschulmedizin verbessern lässt. Neben Professor Dr. med. Martin Zeitz als ehemaligem Sprecher des Fachkollegiums Medizin der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und Vertretern der DOG nehmen auch Dr. Hans-Georg Faust (MdB, CDU) und Dr. Konrad Schily (MdB, FDP) an der Gesprächsrunde teil. Dr. Schily ist Mitglied, Dr. Faust Stellvertretender Vorsitzender des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestages.

    Terminhinweise:

    Politische Diskussionsrunde: "Karrierewege in der Hochschulmedizin - wie bleibt die Augenheilkunde attraktiv", 18. September 2008, 18.00 Uhr, Estrel Hotel Berlin, Saal Estrel A/B, Sonnenallee 225, 12057 Berlin

    Gesprächsteilnehmer:

    Dr. Hans Georg Faust, MdB (CDU)
    Stellvertretender Vorsitzender des Gesundheitsausschusses
    des Deutschen Bundestages

    Dr. Konrad Schily, MdB (FDP)
    Mitglied im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages

    Professor Dr. med. Gabriele Thumann
    Universitäts-Augenklinik Aachen

    Professor Dr. med. Martin Zeitz
    Sprecher des Fachkollegiums Medizin der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), Amtsperiode 2004-2007

    Professor Dr. med. Anselm Kampik
    Generalsekretär der DOG

    Professor Dr. med. Frank G. Holz
    Präsident der DOG

    Pressetermine:

    Vorab-Pressekonferenz anlässlich des 106. DOG-Kongresses
    Donnerstag, 11. September 2008, 12.00 bis 13.00 Uhr, Tagungszentrum im Haus der Bundespressekonferenz, Raum II + III, Schiffbauerdamm 40, 10117 Berlin

    Pressekonferenz anlässlich des 106. DOG-Kongresses
    Donnerstag, 18. September 2008, 13.00 bis 14.00 Uhr, Estrel Hotel Berlin,
    Raum 30241, Sonnenallee 225, 12057 Berlin
    --------------------------------------------------------------------------
    Die DOG (Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft) ist die medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft für Augenheilkunde in Deutschland. Sie vereint unter ihrem Dach mehr als 5400 Ärzte und Wissenschaftler, die augenheilkundlich forschen, untersuchen und behandeln. Wesentliches Anliegen der DOG ist es, die Forschung in der Augenheilkunde zu fördern: Sie unterstützt wissenschaftliche Projekte und Studien, veranstaltet Kongresse und gibt wissenschaftliche Fachzeitschriften heraus. Darüber hinaus setzt sich die DOG für den wissenschaftlichen Nachwuchs in der Augenheilkunde ein, indem sie zum Beispiel Stipendien vor allem für junge Forscher vergibt. Gegründet im Jahr 1857 in Heidelberg, ist die DOG die älteste medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft der Welt.

    Kontakt für Rückfragen:

    Pressestelle 106. DOG-Kongress
    Silke Stark
    Postfach 30 11 20
    70451 Stuttgart
    Telefon: 0711 8931 572
    Telefax: 0711 8931 167
    stark@medizinkommunikation.org
    http://www.dog2008.org
    http://www.dog.org


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    Criteria of this press release:
    Medicine
    transregional, national
    Science policy, Scientific conferences
    German


     

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