idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Grafik: idw-Logo

idw - Informationsdienst
Wissenschaft

idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instance:
Share on: 
09/29/2008 11:20

ForscherInnen der Karl-Franzens-Universität und TU Graz entwickelten erstmals nano-optische Lichtquelle

Mag. Gudrun Pichler Presse + Kommunikation
Karl-Franzens-Universität Graz

    NAWI Graz, die strategische Kooperation der Karl-Franzens-Universität Graz und der TU Graz in den Naturwissenschaften trägt Früchte. ForscherInnen beider Universitäten gelang in Zusammenarbeit erstmals die Entwicklung einer nano-optischen Lichtquelle. Damit wurden ideale Voraussetzungen für die Grundlagenforschung im Bereich der optischen Datenübertragung geschaffen. Diese wiederum ebnet den Weg für revolutionäre Anwendungen - vom optischen Chip bis hin zu hoch sensiblen Sensoren in Medizintechnik und Biotechnologie. Die Pionierleistung im Rahmen von NAWI Graz wurde unter anderem mit einer Veröffentlichung in der aktuellen Ausgabe des Top-Wissenschaftsmagazins "Nature Photonics" gewürdigt.

    Federführend verantwortlich für den jüngsten Forschungserfolg zeichnen Ao.Univ.-Prof. Dr. Joachim Krenn, Leiter der Arbeitsgruppe Nano-Optik am Institut für Physik der Karl-Franzens-Universität Graz, und Ao.Univ.-Prof. DI Dr. Emil J.W. List, CD-Laborleiter am Institut für Festkörperphysik der TU Graz. Gemeinsam haben die Wissenschafter mit ihren Teams einen Meilenstein in der Opto-Elektronik gesetzt. "Es ist uns gelungen, eine miniaturisierte Leuchtdiode aus Kunststoffhalbleitern zu konstruieren, die sich in eine wenige Nanometer dünne Goldoberfläche mit Nanostrukturen integrieren lässt und flaches, zweidimensionales Licht - so genannte Oberflächenplasmonen - emittiert", berichtet Krenn. Der Wissenschafter erforscht mit seiner Arbeitsgruppe, wie sich das flache Licht an nanostrukturierten Oberflächen ausbreitet. Dabei hat er in den letzten Jahren bereits mehrmals wissenschaftliches Aufsehen erregt, zuletzt 2007, als mit Hilfe eines nano-technologischen Spiegels zweidimensionales Licht entlang einer Goldoberfläche gezielt ausgerichtet werden konnte. "Die neue nano-optische Lichtquelle schafft optimale Forschungsbedingungen für uns", freut sich Krenn.
    Voraussetzung für diese bahnbrechende Leistung war eine Bündelung von Kompetenzen durch Disziplinen übergreifende Forschung, sind sich die Wissenschafter einig. Durch die enge Zusammenarbeit von ForscherInnen aus Physik, Chemie und Materialwissenschaften beider Universitäten schafft NAWI Graz hier ideale Bedingungen. "Die Entwicklung konnte nur durch die Verwendung von Licht emittierenden Kunststoffhalbleitern, die in Nanometer dünnen Schichten aufgebracht die Lichtquelle bilden, realisiert werden", erklärt Emil List, der in diesem Arbeitsgebiet gemeinsam mit PartnerInnen aus der Kunststoffchemie seit Jahren erfolgreich an der TU Graz tätig ist.
    Die Vorteile der Verwendung von Kunststoffhalbleitern für elektronische Bauteile liegen in ihrer relativ einfachen und billigen Herstellung. Sie lassen sich großflächig erzeugen und eröffnen durch ihre Flexibilität eine Vielzahl neuer Möglichkeiten - von Leuchtdioden über Solarzellen und aufrollbare Displays bis hin zu Infrarot-Detektoren an Fahrzeugen, die rechtzeitig vor Gefahren warnen.


    Kontakt:
    Ao.Univ.-Prof. Dr. Joachim Krenn
    Karl-Franzens-Universität Graz
    Institut für Physik
    Tel.: +43 (0)316/380-5207
    E-Mail: joachim.krenn@uni-graz.at

    Ao.Univ.-Prof. DI Dr. Emil J.W. List
    Technische Universität Graz
    Institut für Festkörperphysik
    Tel.: +43 (0)316/873-8468
    E-Mail: e.list@tugraz.at


    "Organic plasmon-emitting diode"
    AutorInnen: D.M. Koller1,2, A. Hohenau1,2, H. Ditlbacher1,2, N. Galler1,2, F. Reil1,2, F.R. Aussenegg1,2, A. Leitner1,2, E.J.W. List2,3,4 und J.R. Krenn1,2
    1Institut für Physik, Karl-Franzens-Universität Graz; 2Erwin Schrödinger Institut für Nanostrukturforschung, Karl-Franzens-Universität Graz; 3Christian Doppler Labor für Neuartige Funktionalisierte Materialien, Institut für Festkörperphysik, Technische Universität Graz; 4NanoTecCenter Weiz Forschungsgesellschaft mbH, 8160 Weiz, Austria
    Veröffentlicht online am 28.09.2008; doi:10.1038/nphoton.2008.200


    Images





    Criteria of this press release:
    Materials sciences, Physics / astronomy
    transregional, national
    Research results, Scientific Publications
    German


     

    Help

    Search / advanced search of the idw archives
    Combination of search terms

    You can combine search terms with and, or and/or not, e.g. Philo not logy.

    Brackets

    You can use brackets to separate combinations from each other, e.g. (Philo not logy) or (Psycho and logy).

    Phrases

    Coherent groups of words will be located as complete phrases if you put them into quotation marks, e.g. “Federal Republic of Germany”.

    Selection criteria

    You can also use the advanced search without entering search terms. It will then follow the criteria you have selected (e.g. country or subject area).

    If you have not selected any criteria in a given category, the entire category will be searched (e.g. all subject areas or all countries).