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Am Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden (IFW) wird eine von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Emmy Noether-Nachwuchsgruppe eingerichtet. Mit dem auf 4 Jahre angelegten Projekt sollen die komplexen Wechselwirkungen von Elektronen experimentell erforscht werden, die zu physikalischen Effekten wie Supraleitung oder Magnetismus führen.
Eine von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanzierte Emmy Noether-Nachwuchsgruppe verstärkt die Forschung des Leibniz-Instituts für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden (IFW). Ab 1.10.2008 startet das Projekt mit dem Titel "Neue Synchrotron-Experimente zur Erforschung korrelierter Elektronen", das von einer vierköpfigen Forschergruppe um Gruppenleiter Dr. Jochen Geck bearbeitet wird. Für das Projekt ist ein Zeitraum von vier Jahren avisiert, wobei von der DFG zunächst 780 Tausend Euro für die ersten drei Jahre bewilligt wurden.
Forschungsthema der neuen Emmy Noether-Gruppe ist die Erforschung kollektiver elektronischer Quantenphänomene. Obwohl dieses Thema sehr abstrakt klingt, könnten solche Effekte konkrete Auswirkungen auf unser alltägliches Leben haben. Beispiele für das große Anwendungspotential sind unkonventionelle Supraleiter, deren elektrischer Widerstand bei relativ hohen Temperaturen komplett verschwindet, oder neuartige magnetische Materialien. Diese spektakulären Phänomene werden dadurch verursacht, dass die Bewegungen eines Elektrons, die Bewegungen anderer Elektronen mit beeinflusst. Das Verhalten eines solchen korrelierten Elektronensystems wird dann stark von den gegenseitigen Wechselwirkungen bestimmt. Weltweit wird derzeit intensiv versucht, korrelierte Elektronensysteme für zukünftige Technologien zu nutzen. An dieser Stelle soll die Emmy Noether-Gruppe neue experimentelle Ergebnisse liefern, um wichtige Einblicke in die Physik dieser komplexen Materialien zu erhalten. Hierfür bieten sowohl die apparative Ausstattung des IFW Dresden als auch die experimentelle und theoretische Kompetenz beste Vorraussetzungen, weswegen sich Dr. Jochen Geck auch das IFW als Heimat für die neue Emmy Noether-Gruppe gewählt hat.
Dr. Jochen Geck (36 Jahre) forscht seit seiner Diplomarbeit an der Universität zu Köln auf dem Gebiet der korrelierten Elektronensysteme. Von 2006 bis 2008 war er als Postdoc an der University of British Columbia in Vancouver, Kanada, tätig. Nun will er seine Forschung in Deutschland fortsetzen. Die Förderung im Emmy Noether-Programm ermöglicht ihm, unabhängig mit einer eigenen Nachwuchsforschungsgruppe zu arbeiten und sich so auf die nächsten Karriereschritte vorzubereiten.
Mit dem Emmy Noether-Programm möchte die DFG herausragenden jungen Forschern einen Weg zu früher wissenschaftlicher Selbständigkeit eröffnen. Es ist benannt nach der Mathematikerin Emmy Noether (1882 bis 1935), die als erste Frau 1919 an der Universität Göttingen habilitierte.
Kontakt:
Dr. Jochen Geck
j.geck@ifw-dresden.de
Tel. (0351) 46 59 883
Criteria of this press release:
Chemistry, Materials sciences, Physics / astronomy
transregional, national
Organisational matters, Research projects
German

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