idw - Informationsdienst
Wissenschaft
·1.500 neue Wohnheimplätze, mehr Umsatz in der Hochschulgastronomie, 500 neue Kita-Plätze
·Zuschüsse der Bundesländer gehen weiter zurück
·Deutsches Studentenwerk: "Wirtschaftlicher Erfolg der Studentenwerke entbindet Länder nicht von sozialer Verantwortung für ihre Studierenden"
Berlin, 1. Oktober 2008. Ihre Serviceleistungen für Studierende und Hochschulen konnten die 58 Studentenwerke im Jahr 2007 weiter ausbauen: In ihren rund 740 hochschulgastronomischen Einrichtungen erzielten sie gegenüber 2006 ein Umsatzplus von 1,8%; die Zahl der Wohnheimplätze wuchs um rund 1.500 Plätze auf 181.500. Die Zahl der Kita-Plätze stieg sogar um 10% auf rund 6.000 Plätze. Zwei Drittel ihrer Gesamteinnahmen erwirtschafteten die Studentenwerke selbst. Die Umsatzerlöse vor allem aus der Hochschulgastronomie und den Wohnheimen betrugen 775 Millionen Euro bzw. 65,3% der Einnahmen. Diese Zahlen teilt das Deutsche Studentenwerk (DSW) mit. Der Studentenwerks-Bundesverband präsentierte heute in Berlin die jüngste Leistungsbilanz der Studentenwerke. Demnach erzielten die 58 Studentenwerke in Deutschland als moderne Dienstleistungsunternehmen mit fast 16.000 Beschäftigten Gesamteinnahmen von rund 1,2 Milliarden Euro.
DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde sprach bei der Vorstellung der Daten von einem "beeindruckenden Leistungsausweis". Gleichzeitig kritisierte er jedoch das kontinuierlich abnehmende Engagement der Länder. "Die Zuschüsse der Länder machen mit rund 138 Millionen Euro weniger als 12% der Gesamteinnahmen aus; Anfang der 1990er Jahre waren es noch rund ein Viertel", erläuterte Meyer auf der Heyde. "Den wirtschaftlichen Erfolg der Studentenwerke dürfen die Länder nicht dazu missbrauchen, sich aus der sozialen Verantwortung für ihre Studierenden noch mehr zurückzuziehen", warnte Meyer auf der Heyde.
Die Semesterbeiträge der Studierenden bildeten mit 167 Millionen Euro oder 14% der Gesamteinnahmen der Studentenwerke inzwischen einen größeren Anteil als die Länderzuschüsse, so Meyer auf der Heyde weiter. "Weiteren Erhöhungen der Semesterbeiträge sind jedoch enge Grenzen gesetzt, zumal der überwiegende Teil der Studierenden nun durch Studiengebühren zusätzlich erheblich belastet wird." Gemäß der jüngsten Übersicht beträgt der Semesterbeitrag der Studierenden im Bundesdurchschnitt 48,11 Euro im Semester.
Mit Blick auf die laufenden Verhandlungen von Bund und Ländern über einen "Hochschulpakt II" für zusätzliche Studienplätze nach dem Jahr 2010 sagte Meyer auf der Heyde: "Studienplätze allein reichen nicht. Die Studierenden sind auf eine gut ausgebaute soziale Infrastruktur angewiesen. Ein Ausbau der Studienplatzkapazitäten kann nur mit dem gleichzeitigen Ausbau der sozialen Infrastruktur einhergehen. Hier sind insbesondere die Länder gefordert, die Studentenwerke im Interesse der Studierenden stärker zu unterstützen."
58 Studentenwerke in Zahlen:
·740 Mensen, Cafeterien, Restaurants, Bistros, Kaffeebars mit 204.328 Sitzplätzen, Jahresumsatz 2007: 319 Millionen Euro
·37 Studentenwerke mit Freitischen in den Menschen für bedürftige Studierende
·181.573 Wohnheimplätze, 80% davon mit Internetanschluss, Bruttowarmmiete 191 Euro im Monat
·51 Studentenwerke mit rollstuhlgängigen Wohnplätzen sowie Angeboten für Studierende mit Kind
·51 Studentenwerke mit Wohnraumvermittlung: Angebote von Privatvermietern an Studierende
·1,499 Milliarden Euro BAföG im Auftrag von Bund und Ländern
·24 Studentenwerke mit studentischer Arbeitsvermittlung
·30 Studentenwerke mit Semesterticket
·Darlehenskassen mit günstigen Studienabschlussdarlehen oder Härtefonds für Studierende in finanziellen Notlagen in 54 Studentenwerken
·6.053 Plätze in 187 Kinderbetreuungseinrichtungen: 3.186 Plätze für Kinder bis 3 Jahre, 2.324 Plätze im Alter von 3 bis 6, 112 Plätze für Kinder ab 6
·21.600 Studierende in den 43 Psychologischen Beratungsstellen
·56.400 Einzel- und 4.110 Gruppenberatungen in den 44 Sozialberatungsstellen
·Rechtsberatung für Studierende in 26 Studentenwerken
·39 Beratungsstellen für Studierende mit Behinderung oder chronischer Krankheit
·680 studentische Wohnheimtutorinnen und -tutoren zur besseren Integration ausländischer Studierender in 40 Studentenwerken
·Kultur: 34 Veranstaltungssäle, 27 Theaterbühnen, 31 Probe- und Übungsräume für studentische Gruppen, 20 Fotolabors, 31 Galerien, 22 Studentenwerke mit kulturellen Kursen bzw. Workshops, 23 Studentenwerke mit Kultur-Festivals und -Wettbewerben
Hinzu kommen: Kontakt- und Patenprogramme sowie Info-Points und Cafés für ausländische Studierende, Deutsch-Französischer Sozialausweis, Internationaler Studentenausweis, Reisedienste, Versicherungen zugunsten Studierender, Fitness- und Sportangebote, Internetpools, PC-Verleih, Gästehäuser, Studierendenhotels, Umzugswagenverleih, Ton- und Videostudios, Verleih technischen Equipments an Studierende, Büchereien und Leseräume, Förderung von Studentenclubs und studentischen Kulturgruppen, Kneipen mit Kulturprogramm, Förderung studentischer Radiosender, kultureller Studentenaustausch.
Die Broschüre "Studentenwerke im Zahlenspiegel 2007/2008" (54 Seiten) zum Download:
http:http://www.studentenwerke.de/pdf/ZSP_2007_08_Internet.pdf
Criteria of this press release:
interdisciplinary
transregional, national
Studies and teaching
German

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