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10/09/2008 14:58

Kardiologen tagen in Hamburg: Neue Entwicklungen für Herzpatienten - Verzahnung von ambulanter und stationärer Versorgung

Christiane Limberg Pressestelle
Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V.

    32. Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie und 19. Jahrestagung der Arbeitsgruppe Herzschrittmacher und Arrhythmie, 9.-11. Oktober, Hamburg

    Noch bis Samstag findet in Hamburg die 32. Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) gemeinsam mit der Jahrestagung der Arbeitsgruppe Herzschrittmacher und Arrhythmie statt. Unter dem Motto "Was ist ambulant möglich - Was ist stationär nötig?" diskutieren mehr als 2.000 Herzspezialisten eine breite Palette von Themen. Ein Fokus liegt auf den modernen Schrittmacher- und Defibrillatortechnologien - passend zum 50. Jahrestagung Jubiläum der ersten Herzschrittmacherimplantation.

    Hamburg, 9. Oktober 2008 - "Der medizinische Fortschritt und die demographische Entwicklung führen dazu, dass immer mehr Patienten kardiologischer Behandlungen bedürfen. Aufwändige Therapien wie die Implantation von Defibrillatoren oder Zweikammer-Schrittmachern sowie die Katheterbehandlung von Herzrhythmusstörungen zeigen jährliche Steigerungsraten von zehn bis 20 Prozent", sagte Prof. Dr. Uwe Wiegand (Remscheid) heute bei einer Pressekonferenz, bei der er gemeinsam mit Dr. Fokko de Haan (Solingen) die Schwerpunkte der 32. Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie und der gleichzeitig stattfindenden Jahrestagung der Arbeitsgruppe Herzschrittmacher und Arrhythmie präsentierte. "Ein Baustein in der Lösung dieses Konflikts ist eine effektivere Verzahnung der ambulanten und stationären Versorgung, die in Deutschland traditionell stärker entwickelt ist als in anderen Ländern."

    Experte: In Zukunft mehr als 30 Prozent der bisher stationär versorgten Patienten ambulant zu betreuen

    Hier kämen auf das Gesundheitssystem massive Veränderungen zu, erklärte Dr. Fokko de Haan: "Unter dem politischen und ökonomischen Druck haben enorme Verschiebungen in der medizinischen Versorgung unserer Patienten eingesetzt. Auf dem kardiovaskulären Sektor werden in Zukunft rund 30 Prozent der bisher stationär versorgten Patienten zukünftig ambulant zu betreuen sein."

    50 Jahre Herzschrittmacher - Heute jährlich 130.000 Implantationen von Schrittmachern und Defis

    Eine Reihe von wissenschaftlichen Sitzungen der Tagung beschäftigen sich mit Indikationsstellung, Nachsorge und Sicherheitsaspekten von Schrittmacher- und Defibrillatorsystemen. Passend zu einem Jubiläum der besonderen Art: Genau heute vor 50 Jahren wurde in Stockholm der erste Herzschrittmacher implantiert. "Diese Pioniertat, die zu den zehn wichtigsten kardiologischen Entwicklungen des 20. Jahrhunderts zählt, läutete das Zeitalter aktiver Herzimplantate ein und legte auch den Grundstein für die Entwicklung des implantierbaren Defibrillators und der biventrikulären Schrittmacherstimulation", betonte Prof. Wiegand. "Rund 130.000 Schrittmacher und Defibrillatoren, die 2008 zur Verbesserung von Prognose und Lebensqualität in Deutschland jährlich implantiert werden, belegen eindrucksvoll die Bedeutung dieses Ereignisses." Gast der Tagung ist hier übrigens auch ein Zeitzeuge: Prof. Dr. Heinz-Joachim Sykosch gehört zu den Pionieren der
    Schrittmachertherapie und hat den ersten Herzschrittmacher in Deutschland eingesetzt.

    Engagement für wissenschaftlichen Nachwuchs und Patienten

    Intensiv kümmert sich die DGK um die Nachwuchsförderung: Für besonders gute wissenschaftliche Arbeiten aus den Bereichen kardiovaskuläre Diagnostik und Elektrophysiologie werden wieder Posterpreise verliehen. Aber auch den Herzpatienten wird beim Hamburger Kongress viel Raum gewidmet: Am Samstag findet ab 13 Uhr ein Patientenseminar zum Thema "Wenn das Herz aus dem Takt gerät" für interessierte Nicht-Mediziner statt, und bei einer speziellen Fachsitzung beschäftigen sich die Experten mit der Einbeziehung von Patienten in die Therapie und Überwachung des Krankheitsverlaufes.

    Kontakt:
    Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK)
    Pressestelle
    Prof. Dr. Eckart Fleck / Christiane Limberg
    Achenbachstr. 43, 40237 Düsseldorf
    Tel.: 0211 / 600 692 - 61; E-Mail: limberg@dgk.org
    Bettschart&Kofler Medien- und Kommunikationsberatung
    Pressezentrum am Kongress: 040-35695302: mobil 0043-676-6356775

    Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz und Kreislaufforschung e.V. (DGK) mit Sitz in Düsseldorf ist eine wissenschaftlich medizinische Fachgesellschaft mit heute mehr als 6700 Mitgliedern. Ihr Ziel ist die Förderung der Wissenschaft auf dem Gebiet der kardiovaskulären Erkrankungen, die Ausrichtung von Tagungen und die Aus-, Weiter- und Fortbildung ihrer Mitglieder. 1927 in Bad Nauheim gegründet, ist die DGK die älteste kardiologische Gesellschaft in Europa. Weitere Informationen unter www.dgk.org.


    More information:

    http://www.dgk.org


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    Criteria of this press release:
    Medicine
    transregional, national
    Research results, Scientific conferences
    German


     

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