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10/11/2008 09:35

Implantierbare Defis gegen plötzlichen Herztod: Nicht nur wirksam, sondern auch kosteneffektiv

Christiane Limberg Pressestelle
Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V.

    32. Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie und 19. Jahrestagung der Arbeitsgruppe Herzschrittmacher und Arrhythmie (9.-11. 10. 2008, Hamburg)

    (Hamburg, 11. Oktober 2008) Nicht billig, aber wirksam - so etwa lassen sich Berechnungen zur Kosteneffizienz der gegen den plötzlichen Herztod eingesetzten Implantierbaren Kardioverter Defibrillatoren (ICD) zusammenfassen, die auf dem Kardiologen-Kongress in Hamburg vorgestellt wurden. "In zahlreichen Studien mit Tausenden Patienten hat sich gezeigt, dass ICDs die Sterblichkeit in Folge des plötzlichen Herztodes um etwa 30 bis 50 Prozent senken", berichtet Prof. Johannes Sperzel (Bad Nauheim). Pro gewonnenem Lebensjahr ("Life Year Gained") kostet eine ICD-Therapie je nach Gerät und Studie zwischen 25.300 US-Dollar und 50.700 Dollar. "Therapien, für die weniger als 20.000 Dollar pro gewonnenem Lebensjahr aufgewendet werden müssen, werden international als sehr kosteneffektiv angesehen", erklärt Prof. Sperzel. "Die Kosteneffektivitätsgrenze einer Therapie wird mit 50.000 Dollar angesetzt, das entspricht den Kosten einer Hämodialyse. Darüber wird eine Therapie als nicht mehr kosteneffektive, teure Maßnahme betrachtet."

    Die ICD-Therapie ist also eine kosteneffektive Behandlungsmaßnahme im Vergleich zu anderen Therapieoptionen, resümiert Prof. Sperzel. "Analysen zur Kosteneffektivität der ICD-Therapie müssen dazu beitragen, den notwendigen Versorgungsgrad laut Therapieleitlinien für die Patienten umzusetzen."

    Der plötzliche Herztod ist die häufigste Todesart und jährlich allein in Deutschland für den Tod von 80.000 Menschen verantwortlich - das sind so viele Todesfälle wie durch Schlaganfall, Lungenkrebs, Brustkrebs und AIDS zusammengenommen. Jedes Jahr erkranken in Europa 330.000 Menschen an Herzschwäche ("Herzinsuffizienz"), der einzigen schweren Herzerkrankung, deren Häufigkeit weiter zunimmt. Zehn Prozent der Patienten versterben innerhalb eines Jahres, 50 Prozent innerhalb von fünf Jahren.

    Dank der modernen kardiologischen Gerätetherapie kann heutzutage mit den innovativen, miniaturisierten, implantierbaren Defibrillatoren das Auftreten des plötzlichen Herztodes wesentlich vermindert werden. Geräte, die darüber hinaus die synchrone Schlagabfolge des insuffizienten Herzens wiederherstellen, verbessern dessen Pumpleistung und erhöhen die Lebensqualität. Spezielle Frühwarnsysteme warnen rechtzeitig vor Wasseransammlungen in der Lunge. Neuere Generationen können auch telemedizinisch über größere Distanzen abgefragt werden, was zusätzlich zur Sicherheit beiträgt.

    Kontakt:
    Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK)
    Pressestelle
    Prof. Dr. Eckart Fleck / Christiane Limberg
    Achenbachstr. 43, 40237 Düsseldorf
    Tel.: 0211 / 600 692 - 61; E-Mail: limberg@dgk.org

    Bettschart&Kofler Medien- und Kommunikationsberatung
    Pressezentrum am Kongress: 0049-(0)40-35695302: mobil 0043-676-6356775

    Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz und Kreislaufforschung e.V. (DGK) mit Sitz in Düsseldorf ist eine wissenschaftlich medizinische Fachgesellschaft mit heute mehr als 6700 Mitgliedern. Ihr Ziel ist die Förderung der Wissenschaft auf dem Gebiet der kardiovaskulären Erkrankungen, die Ausrichtung von Tagungen und die Aus-, Weiter- und Fortbildung ihrer Mitglieder. 1927 in Bad Nauheim gegründet, ist die DGK die älteste kardiologische Gesellschaft in Europa. Weitere Informationen unter www.dgk.org.


    More information:

    http://www.dgk.org


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    Criteria of this press release:
    Medicine
    transregional, national
    Research results, Scientific conferences
    German


     

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