idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Grafik: idw-Logo

idw - Informationsdienst
Wissenschaft

idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instance:
Share on: 
10/15/2008 08:12

Energie sparen - und zwar im großen Maßstab

Franz-Georg Elpers Pressestelle
Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)

    Osnabrück. Fast jeder Handgriff im Alltag schluckt Energie. Vor allem in der industriellen Produktion werden enorme Energiemengen gebraucht. Allein 2006 entfielen 44 Prozent des Energieverbrauchs auf Industrie, Gewerbe, Handel und Dienstleistungen. Die neue Broschüre der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) "Energie effizient - Klimaschutz in Industrie und Gewerbe" zeigt Möglichkeiten auf, wie in der Industrie sparsamer mit Energie umgegangen und gleichzeitig der Kohlendioxidausstoß verringert werden kann. "Es ist von zentraler Bedeutung, dass Energie insgesamt eingespart wird, und zwar in großem Maßstab", sagte der Pressesprecher der DBU, Franz-Georg Elpers.

    Für Filme mit besonderer Klangfülle gibt es die beliebten Heimkinoanlagen mit Rundum-Klang-System. Die sind aber wahre Energiefresser, weil die Verstärker viel Strom verbrauchten, so Elpers. Bisher hätten die Verstärkernetzteile ständig eine konstante Maximalspannung halten müssen, um auch die Spitzenpegel unverzerrt übertragen zu können. Die Firma T + A Elektroakustik aus Herford habe hier eine intelligente Lösung gefunden, die zum Energiesparen führe: Ein digitaler Signalprozessor analysiere ständig das Musiksignal und kalkuliere jeweils aktuell die notwendige Betriebsspannung. Ein Schaltnetzteil passe dann die Strommenge für die Verstärker an den tatsächlichen Bedarf an. Der Stromverbrauch gegenüber konventionellen Systemen habe bei üblicher Zimmerlautstärke um 60 Prozent verringert werden können. Auf alle Heimkinoanlagen in Deutschland angewendet, ließen sich mit dieser Technik pro Jahr 1,4 Gigawattstunden Strom einsparen.

    Auch Zement lasse sich wesentlich energiesparender produzieren. Zur Zementherstellung werde feuchtes Rohmaterial zunächst in einer Mühle gebrochen und anschließend getrocknet. Dabei lasse es sich bisher nicht vermeiden, dass mit dem Rohmaterial auch Luft in den Trockner gelangt. Beim Trocknen bei 560 Grad müsse dann die überflüssige Luft zusätzlich zur Rohmasse mit hohem Energieaufwand erhitzt werden. Die Firma Kreisel im sächsischen Krauschwitz habe eine Schleuse entwickelt, die die Mühle mit Material beschickt, aber hermetisch abriegelt. Mehr als 660.000 Liter Heizöl pro Jahr hätten durch die neuartige Schleuse gespart werden können. Auch der hohe Lärmpegel, der beim Befüllen entstehe und dem eines startenden Flugzeugs entspreche, habe um 20 Dezibel verringert werden können. Die Technik sei so erfolgreich, dass dem Hersteller schon Bestellungen aus der ganzen Welt vorlägen.

    Eine Solar-Kühlbox für Medikamente, die weniger Wärme verliere als konventionelle Boxen, entwickelte das Würzburger Unternehmen Va-Q-Tec. In Gebieten ohne Stromanschluss könne die Kühlbox mit Solarstrom versorgt werden. Ihr niedriger Stromverbrauch werde durch eine besonders wirkungsvolle Wärmedämmung, die nach dem Vakuum-Prinzip einer Thermoskanne funktioniere, erreicht. Die medizinische Versorgung in Entwicklungsländern mit extremen klimatischen Bedingungen und langen Transportwegen könne mit der neuartigen Box verbessert werden.

    Weitere Beispiele sind in der kostenlosen Broschüre "Energie effizient - Klimaschutz in Industrie und Gewerbe" zu finden. Informationen zur Förderantragstellung und zu den Ansprechpartnern der Fachabteilungen sind ebenfalls in der Broschüre angegeben. Sie ist erhältlich bei der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, An der Bornau 2, 49090 Osnabrück, Fax: 0541/9633-190, E-Mail: info@dbu.de und als Download unter www.dbu.de/publikationen.


    More information:

    http://www.dbu.de/123artikel28198_335.html


    Images

    Seit ihrer Gründung 1991 hat die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) rund 800 Projekte in der Energietechnik mit über 127 Millionen Euro unterstützt. Die gerade erschienene Broschüre stellt 26 Beispiele aus der Förderarbeit der DBU vor.
    Seit ihrer Gründung 1991 hat die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) rund 800 Projekte in der Energ ...


    Criteria of this press release:
    Construction / architecture, Energy, Environment / ecology
    transregional, national
    Research projects, Research results
    German


     

    Help

    Search / advanced search of the idw archives
    Combination of search terms

    You can combine search terms with and, or and/or not, e.g. Philo not logy.

    Brackets

    You can use brackets to separate combinations from each other, e.g. (Philo not logy) or (Psycho and logy).

    Phrases

    Coherent groups of words will be located as complete phrases if you put them into quotation marks, e.g. “Federal Republic of Germany”.

    Selection criteria

    You can also use the advanced search without entering search terms. It will then follow the criteria you have selected (e.g. country or subject area).

    If you have not selected any criteria in a given category, the entire category will be searched (e.g. all subject areas or all countries).