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Wissenschaft
Die Soziologin Prof. Dr. Irena Kogan hält ihre Antrittsvorlesung
Wie werden Migranten aus der ehemaligen Sowjetunion in Deutschland und Israel in den Arbeitsmarkt eingegliedert und welche Erklärungen gibt es für existierende Unterschiede? Diese und weitere Fragen klärt Prof. Dr. Irena Kogan, Inhaberin des Lehrstuhls für Soziologie/Sozialstrukturanalyse, am Mittwoch, 29. Oktober, um 20 Uhr bei ihrer Antrittsvorlesung mit dem Titel "Eingliederung der Migranten: Erweiterung der theoretischen Perspektive und ihre empirische Anwendung". Der Vortrag findet statt im Hörsaal F137 im Gebäude Feldkirchenstraße 21.
Prof. Kogan versucht den humantheoretischen Ansatz, der oft für die Erklärung ethnischer Ungleichheiten auf dem Arbeitsmarkt eingesetzt wird, durch die Einbeziehung von anderen gesellschaftlich relevanten Ressourcen zu erweitern. Die erweiterte theoretische Perspektive wird dann am Beispiel der Arbeitsmarktsituation der (jüdischen) Migranten aus der ehemaligen Sowjetunion in Deutschland und Israel getestet. Die bisherige Forschung hat gezeigt, dass jüdische Einwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion viel stärker in Deutschland von Arbeitslosigkeit betroffen sind als in Israel. Gleichzeitig zeigen sie in Deutschland eine etwas höhere Neigung als in Israel, in professionelle, technische und leitende Berufe einzutreten. Trotz der Plausibilität der Resultate und der Erklärung unterliegen diese Analysen starken Einschränkungen. Diesen und weiteren Problemen der Datenanalyse soll durch weitere Untersuchungen und Datensätze zur Arbeitsmarktsituation von Einwanderern in den zwei Ländern begegnet werden. Die Ergebnisse zeigen eine sehr große Bedeutung landesspezifischer, sozialer Ressourcen für die Arbeitschancen von Einwanderern. Individuelle Präferenzen zusammen mit strukturellen Begrenzungen scheinen für die restlichen ethnischen Nachteile verantwortlich zu sein, was die Arbeitslosigkeit von Einwanderern betrifft.
Prof. Dr. Irena Kogan ist seit Oktober 2007 die Inhaberin des Lehrstuhls für Soziologie/Sozialstrukturanalyse an der Universität Bamberg. Ihre Forschungsgebiete umfassen Ethnizität und Migration, strukturelle Assimilation von Migranten, soziale Schichtung/Verteilung und Mobilität sowie den Übergang von der Schule in den Arbeitsmarkt. Gegenwärtig leitet Irena Kogan das Projekt "Young Immigrants in the German and Israeli Educational Systems" und das Projekt "Educational Systems and Labour Markets in Central and Eastern Europe".
Alle Interessierten sind herzlich willkommen!
Criteria of this press release:
Social studies
regional
Miscellaneous scientific news/publications
German

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