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Wissenschaft
Die bisher nicht als Kassenleistung anerkannte Positronen-Emissions-Tomographie (PET) mit 18-Fluorid kann nun bis Ende Februar 2009 als alternative Untersuchungsmethode in der Nuklearmedizin eingesetzt werden. Dies haben die KBV und der GKV-Spitzenverband in der Sitzung des Bewertungsausschusses am vergangenen Dienstag beschlossen. Mit dieser Entscheidung für eine vorübergehende Kostenerstattung soll der aktuelle Versorgungsengpass in der nuklearmedizinischen Diagnostik und Therapie überbrückt werden.
Mit der 18-Fluorid-PET wird derzeit die Skelettszintigraphie mit dem Isotop Technetium-99m ersetzt. "Durch diese Maßnahme können die nuklearmedizinischen Einrichtungen eine ausreichende Notversorgung sicherstellen", so Professor Andreas Bockisch, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin e.V. "Parallel dazu müssen langfristige Lösungen gefunden werden, die einen erneuten Engpass verhindern." Die Produktion des Nuklids 18-Fluor erfolgt in Zyklotronen, die aufgrund der hohen Forschungsaktivität der deutschen Nuklearmedizin flächendeckend installiert sind.
Seit September fallen in Deutschland tausende von Routineuntersuchungen aus. Grund dafür ist der zeitgleiche Ausfall mehrerer Forschungsreaktoren in Belgien, Frankreich und den Niederlanden. Diese versorgen die nuklearmedizinischen Einrichtungen in Europa und darüber hinaus mit den für die Untersuchungen notwendigen radioaktiven Isotopen. Die Versorgungslage wird sich frühestens im Februar 2009 wieder normalisieren.
Aktuelle Informationen stehen auf der Homepage der DGN http://www.nuklearmedizin.de zur Verfügung.
Kontakt:
Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin e.V.
Pressereferat, Julia Schilling
Nikolaistraße 29, D-37073 Göttingen
Tel. 0551.48857-402, info@nuklearmedizin.de, http://www.nuklearmedizin.de
Criteria of this press release:
Medicine
transregional, national
Organisational matters, Science policy
German

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