idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Grafik: idw-Logo

idw - Informationsdienst
Wissenschaft

idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instance:
Share on: 
12/08/2008 10:35

Bundesamt für Naturschutz warnt vor dubiosen Tierangeboten im Internet

Franz August Emde Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Bundesamt für Naturschutz

    Bonn, 8.Dezember 2008: Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) warnt für dubiosen Tierangeboten im Internet. "Offensichtlich aufgrund des bevorstehenden Weihnachtsfestes häufen sich in Deutschland Fälle, bei denen Interessenten im Internet durch überaus preiswerte Angebote zum Kauf lebender exotischer Tiere verführt werden sollen", erklärte die Präsidentin des BfN, Prof. Dr. Beate Jessel. Diese Angebote richten sich nicht nur an Privatpersonen; auch Zoologische Gärten und Tierparks haben bereits ähnliche Angebote erhalten.
    Dabei handelt es sich vorwiegend um Angebote für Papageien, junge Affen, Schildkröten und Chamäleons.

    Die Angebote haben einige Gemeinsamkeiten:
    1. Die Tiere werden zu Preisen angeboten, die erheblich unter den üblichen Marktpreisen liegen
    2. Die Angebote sind in sehr schlechtem Deutsch verfasst, da diese Texte mit Übersetzungsprogrammen erstellt wurden
    3. Die Tiere sollen aus dem westafrikanischen Staat Kamerun stammen.
    4. eventuell angegebene Telefonnummern beginnen mit der Ländervorwahl 00237 für Kamerun
    5. die weitere Kontaktaufnahme erfolgt per E-Mail, wobei die Email-Adresse oft auf yahoo.com endet,
    6. manchmal werden auch gefälschte/manipulierte Ausfuhrdokumente per E-Mail an den Käufer geschickt

    Zeigt der Käufer Interesse an den Tieren, wird er aufgefordert, die Transportkosten (mehrere hundert Euro) an den Anbieter zu überweisen. Der Kaufpreis soll i.d.R. erst nach dem Erhalt der Tiere gezahlt werden. Ist der Käufer noch nicht misstrauisch geworden und überweist diesen Betrag, wird er nach kurzer Zeit aufgefordert, noch einmal eine größere Summe zu überweisen, da die Tiere losgeschickt, aber leider an einem großen Flughafen in Europa festgehalten worden seien. Auch diese Nachricht erhält er auf elektronischem Weg. Durch die Adresse des Absenders wird suggeriert, dass die Nachricht unmittelbar von der Flughafenverwaltung versendet worden sei.
    "Die Käufer müssen wissen, dass tatsächlich die angebotenen Tiere gar nicht existieren. Hier soll der potentielle Käufer soll nur betrogen werden. Einige gutgläubige Interessenten haben auf diesem Weg bereits mehr als 1000 € verloren. Ich rate daher dringend: Hände weg von entspre-chend dubiosen Internetangeboten zum Kauf artengeschützter Tiere", so Frau Jessel.


    Images

    Criteria of this press release:
    Environment / ecology, Zoology / agricultural and forest sciences
    transregional, national
    Science policy
    German


     

    Help

    Search / advanced search of the idw archives
    Combination of search terms

    You can combine search terms with and, or and/or not, e.g. Philo not logy.

    Brackets

    You can use brackets to separate combinations from each other, e.g. (Philo not logy) or (Psycho and logy).

    Phrases

    Coherent groups of words will be located as complete phrases if you put them into quotation marks, e.g. “Federal Republic of Germany”.

    Selection criteria

    You can also use the advanced search without entering search terms. It will then follow the criteria you have selected (e.g. country or subject area).

    If you have not selected any criteria in a given category, the entire category will be searched (e.g. all subject areas or all countries).