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Eine Internationale Fachkonferenz vom 18. bis 20. Februar in Bamberg widmet sich den menschenrechtlichen Perspektiven im Spannungsfeld von Mission und Konversion.
"Religionen und Religionsfreiheit - Menschenrechtliche Perspektiven im Spannungsfeld von Mission und Konversion" lautet der Titel einer Fachtagung, die vom 18. bis 20. Februar im Bistumshaus St. Otto in Bamberg stattfinden wird. Sie wird organisiert vom Zentrum für Interreligiöse Studien (ZIS) der Universität Bamberg und der Deutschen Kommission Justitia et Pax.
Das Menschenrecht auf Religionsfreiheit gehört zu den "klassischen" Menschenrechten und gilt in unserem Land zu Recht als gut abgesichert. Dennoch fordern neue Entwicklungen in unserem Land, in internationalen und religionsübergreifenden Diskursen zu erneuter Auseinandersetzung mit diesem Menschenrecht heraus. Die von der Deutschen Kommission Justitia et Pax und dem Zentrum für Interreligiöse Studien der Universität Bamberg gemeinsam organisierte Fachkonferenz wird sich diesen neuen konzeptionellen Herausforderungen um die Religionsfreiheit widmen.
Neben akuten Gefahren, denen Christen beispielsweise im Irak oder in manchen indischen Bundesstaaten ausgesetzt sind, ist dabei an subtilere Gefährdungen zu denken, wie sie etwa im so genannten "Karikaturenstreit" oder durch gegenwärtige Tendenzen im UN-System zutage treten: Besonders im Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen gerät die Religionsfreiheit, die immer auch die Möglichkeit kritischer Auseinandersetzung einschließen muss, unter Druck durch Debatten über den Schutz der Religionen im Rahmen von Antidiskriminierungskampagnen. Indem die Gegner eines solchen Ehrschutzes von Religionen sich auf die Verteidigung der Meinungsfreiheit beschränken, gerät die Religionsfreiheit als Menschenrecht vollends aus dem Blick.
In das Zentrum der Aufmerksamkeit werden die Bedingungen und Möglichkeiten von Mission und Konversion gestellt; Vertreter unterschiedlicher Religionen und Konfessionen werden über die "religionsinterne" Kernfrage der Religionsfreiheit miteinander ins Gespräch gebracht. Die Religionsfreiheit wird damit auf ihren neuralgischen Punkt fokussiert. Die Spannungen zwischen der Religionsfreiheit auf der einen sowie Mission und Konversion auf der anderen Seite können in der Sicht unterschiedlicher religiöser Perspektiven reflektiert werden.
Wir möchten mit unserem Fachkongress einen Beitrag zur Wiedergewinnung der Sprachfähigkeit zur Religionsfreiheit leisten und zugleich fragen, welchen Beitrag die Religionsgemeinschaften selbst zur Verteidigung dieses Freiheitsrechts zu leisten vermögen.
Kontakt:
Zentrum für Interreligiöse Studien der Universität Bamberg
Prof. Dr. Marianne Heimbach-Steins
Tel.: 0951/863 1733
marianne.heimbach-steins@uni-bamberg.de
Daniel Legutke
Geschäftsstelle der Deutschen Kommission Justitia et Pax
Tel: 0228-103348
D.Legutke@dbk.de
http://www.justitia-et-pax.de/de/aktuell
Criteria of this press release:
Religion
transregional, national
Scientific conferences
German

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