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12/17/2008 18:13

Universität Witten/Herdecke von Streichung der Landesförderung völlig überrascht -

Kay Gropp Pressestelle
Private Universität Witten/Herdecke gGmbH

    - weist Vorwürfe entschieden zurück und leitet umgehend eine juristische Prüfung des Vorgehens des Innovationsministeriums von NRW ein

    Bei einem kurzfristig seitens des Innovationsministeriums (MIWFT NRW) einberufenen Gesprächstermins wurde dem Präsidium der Privaten Universität Witten/Herdecke (UWH) heute mitgeteilt, dass entgegen bisheriger positiver Signale die staatliche Zuwendung zugunsten der Universität nicht ausgezahlt wird. Diese Entscheidung kommt für die Universität absolut überraschend und ist nicht nachvollziehbar. Entgegen der Aussage des Ministeriums erfüllt die UWH die rechtlichen Voraussetzungen für die Zuwendung. Die UWH leitet umgehend eine juristische Prüfung des Vorgehens des Innovationsministeriums ein.

    Die Entscheidung wird im Wesentlichen mit zwei Punkten begründet, die beide aus Sicht der Universität nicht haltbar sind.

    Das MIWFT wirft der UWH zum einen vor, keinen belastbaren und testierten Wirtschaftsplan vorgelegt zu haben. Dies ist nicht zutreffend. Die UWH hat einen durch den Wirtschaftsprüfer plausibilisierten Plan für die Jahre 2009 - 2011 vorgelegt, der einen ausgeglichenen Haushalt erwarten lässt. Dieser Wirtschaftsplan ist auch belastbar. Dem steht nicht entgegen, dass darin Risiken enthalten sind. Botschaft gegenüber dem Ministerium war immer: Die Finanzmarktkrise macht auch vor der UWH und ihren Spendern nicht halt.

    Die Liquidität für die ersten Monate des Jahres 2009 ist durch eine Bürgschaft sichergestellt. Dies wurde dem MIWFT gegenüber belegt.

    Auch den zweiten Vorwurf einer nicht ordnungsgemäßen Geschäftsführung weist die UWH entschieden zurück. Die vom Ministerium vorgetragenen Vorwürfe hat die UWH juristisch prüfen lassen. Ergebnis war eine anwaltliche Bestätigung, dass ein Fehlverhalten nicht vorliegt.

    Dafür spricht auch, dass der UWH aus Kreisen des Landesregierung kontinuierlich noch bis in die letzte Woche bestätigt wurde, dass die Universität auf ein politisches Bekenntnis des Landes zählen kann, welches auch über die in Aussicht gestellten 4,5 Mio. Euro hinaus gehende Mittel von ca. 900 Tausend Euro für 2008 umfassen sollte. Die nun erfolgte Kehrtwende kann sich die UWH nicht erklären.

    Durch die ausbleibende Förderung ist nicht nur das Weiterbestehen der Universität als innovativer Institution mit einem vergleichsweise geringen Budget und hochqualifizierten Fachkräften und Studierenden in Frage gestellt, sondern in letzter Konsequenz gefährdet die Landesregierung auch insgesamt 600 Arbeitsplätze sowie die Ausbildung von über 1.200 Studierenden.

    Die UWH belegt durchgängig in sämtlichen Rankings stets die vorderen Plätze; erst heute wieder bei dem CHE-Forschungsranking im Fach Betriebswirtschaftslehre.

    Als Deutschlands erste private Universität, gegründet vor 25 Jahren von Alfred Herrhausen, Gerd Bucerius, Reinhard Mohn und Berthold Beitz, steht die Einrichtung für ein hochqualitatives und einzigartiges Bildungskonzept.

    Mit der Entscheidung unterbricht das Land Nordrhein-Westfalen auch unmittelbar den Prozess der strukturellen Neuaufstellung der UWH, welcher dem Ministerium in zahlreichen Gesprächen fundiert dargelegt wurde.

    Ungeachtet der aktuellen Situation steht die UWH selbstverständlich einem Dialog mit dem Land NRW weiterhin offen gegenüber.

    Weitere Informationen bei Ralf Hermersdorfer, 02302/926-754


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    Criteria of this press release:
    interdisciplinary
    transregional, national
    Organisational matters, Studies and teaching
    German


     

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