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02/17/2009 11:27

Studium: Technik für die Werkstoffe der Zukunft

Robert Emmerich Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit
Julius-Maximilians-Universität Würzburg

    Mit einem Festakt hat die Universität Würzburg die neuen Praktikumsräume für den Studiengang "Technologie der Funktionswerkstoffe" offiziell in Betrieb genommen. Die Studierenden können dort an modernsten Geräten und mit neuester Technik erste praktische Erfahrungen auf dem Gebiet der Materialsynthese sammeln.

    Funktionswerkstoffe sind die (fast) Alleskönner in der modernen Technik. Dank ihrer speziellen Eigenschaften kommen sie mittlerweile in vielen Bereich zum Einsatz, etwa in der Informations- und Kommunikationstechnologie, im Maschinen- und Anlagenbau oder in der Verkehrs- und Medizintechnik.

    Beispiel gefällig? So genannte Piezo-Werkstoffe erzeugen unter mechanischer Belastung elektrische Spannung oder verformen sich, wenn man eine Spannung an sie legt. Damit lassen sich zum Beispiel mechanische Kräfte, die beim Fliegen auf ein Flugzeug einwirken, in elektrische Signale umwandeln. Techniker können daran erkennen, ob Materialermüdungen oder Schäden an der Flugzeugoberfläche vorliegen.

    Wie man Materialien mit speziellen Eigenschaften maßgeschneidert herstellt, spielt im Würzburger Studiengang "Technologie der Funktionswerkstoffe" - kurz: TecFun - eine besonders große Rolle. Und damit die Studierenden schon während des Studiums Laborerfahrungen sammeln können, hat die Universität jetzt komplett neue Praktikumsräume für sie eingerichtet.

    Knapp 200.000 Euro hat der Umbau der Räume im Gebäude Röntgenring 11 gekostet. Weitere 500.000 Euro flossen in die Ausstattung. Sechs Versuche stehen für die Studierenden während des Praktikums "Chemische Technologie der Materialsynthese" auf dem Programm; dabei lernen sie beispielsweise, wie man eine Antireflexschicht auf Glas aufträgt oder einen leistungsfähigen Kondensator baut.

    Elf Versuche sind im physikalischen Teil des Praktikums zu bewältigen. Hier werden unter anderem Präparationstechniken für dünne Schichten eingeübt, mit deren Hilfe einem Werkstoff bestimmte physikalische Eigenschaften verliehen werden können. "Man hat hier die Gelegenheit, Herstellungsverfahren kennen zu lernen, wie sie auch in der Industrie zum Einsatz kommen", sagte Manuel Röder, TecFun-Student im fünften Semester, während eines Rundgangs durch die neuen Räume.

    Ein deutschlandweit einzigartiges Angebot

    Eigentlich sei es ja nicht üblich, dass der Präsident bei der Einweihung neuer Praktikumsräume auftrete, sagte Würzburgs Unipräsident Axel Haase in seinem Grußwort. In diesem Fall habe er jedoch eine Ausnahme gemacht, weil die Feier gleich in mehrfacher Hinsicht ein besonderer Anlass sei.

    Zum einen sei der Studiengang einmalig in Deutschland und - dank der Beteiligung der drei Fakultäten für Physik, Chemie und Medizin - auch ein Novum für die Uni Würzburg. Zum Zweiten zeichne er sich durch ein weites Spektrum an Kooperationspartnern aus: Die Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt, dem Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC, dem Bayerischen Zentrum für Angewandte Energieforschung (ZAE) und dem Süddeutschen Kunststoffzentrum (SKZ) garantiere den Studierenden eine breite interdisziplinäre Ausbildung. Und zum Dritten bilde die Einweihung der Praktikumsräume "den Abschluss eines ersten Schrittes bei der Etablierung von anwendungsorientierten Studiengängen an der Uni Würzburg".

    Seinen Dank an alle Beteiligten und Helfer sprach Professor Gerhard Sextl, Inhaber des Lehrstuhls für Chemische Technologie der Materialsynthese und Leiter des Fraunhofer-Instituts in Würzburg, aus. Von den ersten Plänen für den Studiengang bis zur Einweihungsfeier für die neuen Praktikumsräume sei ein "ganz gehöriges Stück Arbeit" geleistet worden. Und wenn nun auch die Studierenden mit den Räumen und Versuchen zufrieden seien, dürften Alle ausgiebig feiern.

    Kontakt: Prof. Gerhard Sextl, T: (0931) 4100-100, E-Mail: gerhard.sextl@matsyn.uni-wuerzburg.de


    Images

    Bei der Eröffnung der Praktikumsräume für den Studiengang Technologie der Funktionswerkstoffe: Prof. Gerhard Sextl (l.) und Student Manuel Röder.
    Bei der Eröffnung der Praktikumsräume für den Studiengang Technologie der Funktionswerkstoffe: Prof. ...
    Source: (Foto Gunnar Bartsch)


    Criteria of this press release:
    Chemistry, Materials sciences, Physics / astronomy
    transregional, national
    Studies and teaching
    German


     

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