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Wissenschaft
Das Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte hat im Januar einen Appell für freien Zugang zu digitalen Bildern annonciert, der auf große Resonanz unter Fachwissenschaftlern gestoßen ist. Dieser Appell zielt darauf ab, ein Netzwerk gegenseitigen Vertrauens und gemeinsamer Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern und Kuratoren kulturhistorischer Bestände zu schaffen - um den Zugang zu und die wissenschaftliche Nutzung von visuellen Medien zu erleichtern. Die Reaktionen sind jetzt in einem Diskussionsforum auf der Homepage des Instituts zugänglich gemacht worden, das zur weiteren Diskussion dieses wichtigen Themas einlädt (http://fswiki.mpiwg-berlin.mpg.de/doku.php).
Als Mitinitiator der Open Access Bewegung hat das MPIWG in Abstimmung mit Vertretern führender Museen, Bibliotheken, Bildarchive und Verlage Empfehlungen zur Verbesserung der wissenschaftlichen Nutzung und Publikation von historischem Bildmaterial erarbeitet. Aktuell informiert eine feature story auf der Website des MPIWG über diese Bemühungen (http://www.mpiwg-berlin.mpg.de). Dort kann der Text des Appells heruntergeladen werden, und in einem Diskussionsforum tauschen sich Fachwissenschaftler und Kuratoren über die Notwendigkeit eines freien Zugangs zu digitalen Bildern aus. Die ersten Reaktionen geben Einblick, wie die gegenwärtige Situation die Forschungsarbeit in den Geisteswissenschaften Fächer und Länder übergreifend behindert.
Das MPIWG hat in Abstimmung mit den Teilnehmern eines internationalen Expertentreffens vom Januar 2008 Empfehlungen für die bessere wissenschaftliche Nutzung digitalen Bildmaterials entwickelt. Diese Empfehlungen fordern Kuratoren und Wissenschaftler auf, einen gegenseitig bindendes Netzwerk des Vertrauens zu schließen. Ziel dieser Initiative ist es, die heutigen und zukünftigen Herausforderungen des digitalen Zeitalters gemeinsam anzugehen. Die Empfehlungen appellieren an die Kuratoren und Bildarchive, die public domain nicht willkürlich einzuschränken und dem Bedarf der Wissenschaftler an möglichst günstig oder frei zugänglichem, hoch auflösbarem digitalen Bildmaterial entgegenzukommen -- sowohl für gedruckte Veröffentlichungen als auch für neue wissenschaftliche Publikationsformen im Internet. Sie rufen Wissenschaftler auf, Museen, Bibliotheken und Sammlungen als Eigentümer und Bewahrer der physischen Objekte des kulturellen Erbes zu respektieren und deren Einsatz für die Bereitstellung digitalen Bildmaterials anzuerkennen. Sie nehmen Wissenschaftler in die Pflicht, ihre Rolle als Garanten für Authentizität und Attribution ernst zu nehmen.
Kontakt für den Appell für Open Access zu digitalen Bildern:
Dr. Christine von Oertzen
coertzen@mpiwg-berlin.mpg.de
Telefon (+4930) 22667-148
http://fswiki.mpiwg-berlin.mpg.de/doku.php - Diskussionsforum
http://www.mpiwg-berlin.mpg.de/de/aktuelles/features/feature4 - eine Feature Story informiert über den neue Wege zum Gebrauch digitaler Bilder (s. dort auch den Appell und weitere Informationen)
Criteria of this press release:
Art / design, Cultural sciences, History / archaeology, Media and communication sciences
transregional, national
Science policy, Transfer of Science or Research
German

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