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Wissenschaft
Angesichts der demografischen Entwicklung fehlt für den Ausbau der Kinderbetreuung und die Betreuung von alten Menschen der Nachwuchs. Gerade hier sind junge Männer sehr gefragt: im Durchschnitt sind nur 3% des pädagogischen Fachpersonals in Kitas männlich, in der Grundschule 13% und in Kinder- und Jugendhilfe sind es nur 31% insgesamt - meist in Leitungspositionen.
Besonders in Kitas werden die jungen Männer mit offenen Armen von Erzieherinnen und Eltern empfangen, weil ihr Fehlen als echtes Manko empfunden wird, denn kleine Jungen haben außerhalb der Familie bis zur weiterführenden Schule kaum männliche Identifikationsfiguren.
Hier setzt Neue Wege für Jungs mit einem neuen Service für die Berufsorientierung an: Ab sofort gibt es eine Datenbank für Schülerpraktika in Sozial- und Gesundheitseinrichtungen, um interessierte Schüler zu ermutigen, gezielt in soziale und erzieherische Berufe hineinzuschnuppern.
Soziale und pflegerische Einrichtungen, die sich gezielt für männlichen Nachwuchs öffnen wollen, können sich als Anbieter für Praktika in einer bundesweiten Datenbank auf http://www.neue-wege-fuer-jungs.de präsentieren. Interessierte Jungen haben so die Chance, direkt Kontakt zu Ansprechpersonen in ihrer Nähe aufzunehmen - nicht nur für Schnuppertage am 23. April 2009 - dem diesjährigen Girls'Day - Mädchen-Zukunftstag.
"Mit fast ausschließlich weiblichem Personal in den Kitas und Grundschulen ist es trotz aller Bemühungen äußerst schwierig, männliche und weibliche Rollenklischees aufzubrechen", sagt Miguel Diaz, wissenschaftlicher Referent bei Neue Wege für Jungs.
Noch wählen männliche Jugendliche aus einem engen Ausbildungs- und Studienfachspektrum. Gerade im wachsenden Beschäftigungssektor sozialer Dienstleistungen und in der Gesundheitsbranche liegen Zukunftschancen, die gerade Jungen wenig im Blick haben. Auch der Leitantrag der 18. Gleichstellungsministerkonferenz forderte im Herbst 2008 mehr Chancengerechtigkeit durch geschlechtersensible Erziehung, Bildung und Ausbildung und das Ziel, in Bildungseinrichtungen den Männeranteil zu erhöhen, weil er in den letzten Jahren drastisch gesunken ist.
Wohlfahrtsverbände, Kommunen, Kirchen und andere Träger sind aufgerufen, sich auf der Website http://www.neue-wege-fuer-jungs.de in die Datenbank mit ihrem Engagement einzutragen. Sie setzen damit ein Zeichen und geben Schülern die Chance, sich ein realistisches Bild der sozial-pflegerischen Berufe zu machen und ihre Talente im Praktikum auszuprobieren. Anregungen für erfolgreiche Schnuppertage und Berufspraktika für Jungen liefert Ihnen außerdem der "Praxisleitfaden" von Neue Wege für Jungs.
Die Datenbank soll eine erste bundesweite Übersicht bereitstellen, die Lehrkräften und Berufsberatenden, Eltern sowie Jugendlichen eine unkomplizierte erste Kontaktaufnahme zu sozialen Einrichtungen ermöglicht, in denen Jungen ab 12 Jahren als Schülerpraktikanten willkommen sind.
Schüler finden die bundesweite Datenbank auch auf der Website http://www.respekt-jungs.de, dem Portal mit Tipps rund um die sozialen Berufe und um freiwilliges Engagement.
Kontakt:
Service-Büro Neue Wege für Jungs
Wilhelm-Bertelsmann-Straße 10, 33602 Bielefeld
fon +49 521 106-73 60 | fax +49 521 106-71 71
E-Mail: info@neue-wege-fuer-jungs.de | http://www.neue-wege-fuer-jungs.de
Neue Wege für Jungs ist ein bundesweites Projekt, das lokale Initiativen zur geschlechtersensiblen Förderung von Jungen bei der Berufs- und Lebensplanung anregt und vernetzt. Als Servicebüro unterstützt es engagierte Fachkräfte mit aktuellen Informationen, Print- und Onlinematerialien und didaktischen Praxishilfen zur geschlechterbezogenen Jungenförderung.
Neue Wege für Jungs wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds
Criteria of this press release:
Nutrition / healthcare / nursing, Social studies, Teaching / education
transregional, national
Schools and science
German

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