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Wissenschaft
Krankheit ist für den Patienten eine komplexe Problemlage. Ihr soll nicht mit einzelnen Hilfen begegnet werden, die in losem Nebeneinander und Nacheinander zu einer Fehlversorgung, Überversorgung oder Unterversorgung führen können. Besser ist es, sich den Fall ("case") mit dem Patienten oder Klienten erst einmal genau zu besehen, um dann planmäßig, abgestimmt mit allen Beteiligten und "integriert" zu handeln. Entsprechend muss das Vorgehen "gemanagt" - geschickt gehandhabt - werden. Dazu findet heute und morgen der zweite Kölner Kongress Managed Care an der Uniklinik Köln statt.
Seit fünf Jahren setzt die Uniklinik Köln Case Manager (Fallmanager) ein, um den Patienten durchgängig aus einer Hand zu betreuen und gleichzeitig Erlöse zu sichern.
42 Case Manager sind zurzeit an der Uniklinik Köln aktiv.
Die Fortbildung zum Case Manager wird von dem Bildungszentrum der Uniklinik Köln im Blended Learning Verfahren durchgeführt und dauert insgesamt 10 Monate.
Blended Learning kombiniert Präsenzunterricht mit E-Learning.
Der Case Manager arbeitet als Schnittstelle zwischen Ärzten und Pflegekräften, er ist Vermittler zum Medizincontrolling und IT-Abteilungen, er hält Kontakt zu Sozialdiensten im Krankenhaus und kümmert sich - falls notwendig - um die Betreuung nach dem stationären Aufenthalt. Eine erhoffte Folge hiervon: durch die direkte und durchgängige Betreuung sinkt die Aufenthaltsdauer des Patienten - das Klinikum kann dem Kostendruck im Gesundheitswesen standhalten und der Patient ist und fühlt sich besser versorgt.
Beispiel Palliativmedizin: Patienten und Angehörige befinden sich angesichts des absehbaren Sterbens in einer existenziellen Situation. Das Case Management hilft mit seiner wissenschaftlich begründeten Methode ein möglichst strukturiertes und patientenorientertes Vorgehen zu erreichen. Denn für den einzelnen Patienten und seine Familie ist es durchaus möglich, dass bis zu 80 Personen bei 30 Dienstleistern angesprochen und ihre Versorgungsleistungen koordiniert werden müssen.
Aktuell wird an der Uniklinik Köln die Wirksamkeit des Case Management in der Palliativmedizin in einem von der Deutschen Krebsgesellschaft finanzierten Forschungsprojekt untersucht. Insbesondere die Verzahnung von stationärer und ambulanter Versorgung und deren Optimierung durch das Case-Management steht im Focus. Gerade für sterbenskranke Menschen, bei denen Klinikaufenthalt und Zeiten in häuslicher Umgebung mitunter mehrmals abwechseln, ist eine lückenlose und gut aufeinander abgestimmte Versorgung enorm wichtig.
Für Rückfragen:
Dipl. PM (FH) R. A. Bostelaar
Pflegedirektor der Uniklinik Köln
Tel: 0221 478-4938
Sina Vogt,
Leiterin Stabsabteilung Kommunikation Uniklinik Köln
Telefon: 0221 478- 5548
E-Mail: pressestelle@uk-koeln.de
Criteria of this press release:
Medicine, Nutrition / healthcare / nursing
transregional, national
Organisational matters, Transfer of Science or Research
German

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