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03/12/2009 13:01

Wissenschaft heute - Politik von morgen?

Josef Zens Geschäftsstelle, Büro Berlin
Leibniz-Gemeinschaft

    Im Rahmen der Reihe "Geisteswissenschaft im Dialog" diskutieren Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Politik über die Frage, was wissenschaftliche Politikberatung leisten sollte. Titel der Podiumsdiskussion: Wissenschaft heute - Politik von morgen?

    Wissenschaftliche Erkenntnisse gewinnen für die Politik zunehmend an Bedeutung. Ob es etwa um die Sozialgesetzgebung geht oder die Gesundheitsreform: Um komplexe gesellschaftliche Fragen lösen zu können, braucht die Politik eine fundierte Beratung. Mit ausgewogenen, von Experten gestützten Argumenten kann sie auch unpopulären Maßnahmen Akzeptanz verschaffen und erreichen, dass sich eine breite Öffentlichkeit mit ihren Entscheidungen identifiziert. Langfristige, glaubwürdige und realistische Zukunftsversprechen müssen von Politik und Gesellschaft gemeinsam gefunden werden.

    Wie aber ist die nach Wahrheit suchende Erkenntnislogik der Wissenschaft und die nach Konsens suchende, dem Mehrheitsinteresse entsprechende Handlungslogik der Politik zu vereinen? Wie kann eine gemeinsame Basis für ein fruchtbares Zusammenwirken beider im Wesen so verschiedenen Bereiche erarbeitet werden?

    Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Geisteswissenschaft im Dialog" diskutieren Vertreterinnen und Vertreter beider Welten miteinander. Auf dem Podium:

    Prof. Dr. Jutta Allmendinger, Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung,
    Prof. Dr. Peter Graf Kielmansegg, Präsident der Heidelberger Akademie der Wissenschaften
    Prof. Dr. Frieder Meyer-Krahmer, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung
    Prof. Dr. Ernst Th. Rietschel, Präsident der Leibniz-Gemeinschaft
    Prof. Dr. Ursula M. Staudinger, Vizepräsidentin der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina / Nationale Akademie der Wissenschaften
    Moderation: Prof. Dr. Günter Stock, Präsident der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften und Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften

    Ort: Leibniz-Saal der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Jägerstraße 22/23, 10117 Berlin
    Zeit: 19. März 2009, 18 Uhr

    Im Anschluss laden wir zu einem kleinen Umtrunk und weiteren Gesprächen ein. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei. Um Anmeldung bis zum 16. März 2009 unter neschke@leibniz-gemeinschaft.de wird gebeten. Wir bitten darüber hinaus, die Veranstaltung in Ihren Medien anzukündigen.

    Ansprechpartnerin:
    Dr. Karla Neschke, Projektkoordinatorin Geisteswissenschaft im Dialog, Leibniz-Gemeinschaft, Postfach 120169, 53043 Bonn. Tel.: 0228 / 308 15 216, E-Mail: neschke@leibniz-gemeinschaft.de. Internet: www.geisteswissenschaft-im-dialog.de

    Hintergrund
    "Geisteswissenschaft im Dialog" ist ein gemeinsames Projekt der Leibniz-Gemeinschaft und der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften. Es wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Schirmherrin ist die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Dr. Annette Schavan. Die Veranstaltungsreihe ist eingebunden in die Initiative "Wissenschaft im Dialog".

    Die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften ist die Dachorganisation von acht Wissenschaftsakademien, die sich zur Umsetzung gemeinsamer Interessen zusammengeschlossen haben. Unter dem Dach der Union sind mehr als 1600 Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen verschiedenster Fachrichtungen vereint, die zu den national und international herausragenden Vertretern ihrer Disziplinen gehören. Die Union koordiniert das "Akademienprogramm", das eines der größten und bedeutendsten geisteswissenschaftlichen Forschungsprogramme der Bundesrepublik Deutschland darstellt. Sie fördert die Kommunikation zwischen den Akademien, betreibt Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und organisiert Veranstaltungen über aktuelle Probleme der Wissenschaft. Die Akademienunion kommuniziert mit Wissenschaftsorganisationen des In- und Auslandes und entsendet Vertreter in nationale und internationale Wissenschaftsorganisationen.

    Zur Leibniz-Gemeinschaft gehören seit 1. Januar 2009 86 außeruniversitäre Forschungsinstitute und Infrastruktureinrichtungen für die Wissenschaft sowie drei assoziierte Mitglieder. Leibniz-Institute bearbeiten gesamtgesellschaftlich relevante Fragestellungen strategisch und themenorientiert. Dabei bedienen sie sich verschiedener Forschungstypen wie Grundlagen-, Groß- und anwendungsorientierter Forschung. Sie legen neben der Forschung Wert auf wissenschaftliche Dienstleistungen sowie Wissenstransfer in Richtung Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Die Institute beschäftigen mehr als 14.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sie werden gemeinsam von Bund und Ländern finanziert. Ihr Gesamtetat beträgt etwa 1,1 Milliarden Euro, wovon ca. 230 Millionen Euro aus Drittmitteln stammen.

    www.leibniz-gemeinschaft.de


    More information:

    http://www.geisteswissenschaft-im-dialog.de - Homepage von Geisteswissenschaften im Dialog


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    Criteria of this press release:
    interdisciplinary
    regional
    Press events, Science policy
    German


     

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