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03/17/2009 12:06

FH Erfurt: Übergang vom Bachelor (BA) zum Master (MA) untersucht

Roland Hahn Pressestelle
Fachhochschule Erfurt

    Die Ergebnisse einer Online-Befragung unter Studierenden der Fachhochschule Erfurt hat der Politologe Prof. Dr. Wolf Wagner pünktlich zum Start des Sommersemesters veröffentlicht.

    Durchgeführt hatten die empirische Un-tersuchung BA-Studierende des 1. Semesters Soziale Arbeit in den Veran-staltungen "Einführung in die empirische Sozialforschung" von Professor Wagner. Sie erhielten Unterstützung von Nico Wunderle, Informatikstudent und studentische Hilfskraft bei der Evaluationsstelle der FH, der den Fragebogen in einen sich selbst auswertenden Onlinefragebogen umsetzte, der an alle Studierenden der FH als E-Mail verschickt wurde. Knapp ein Viertel der 4.600 FH-Studierenden nahm an der Umfrage teil, die ein repräsentatives Ergebnis lieferte.
    Es wurde festgestellt, dass die Informiertheit über Master-Studiengänge ungenügend ist, was die Entscheidung dafür erschwert. Drei von fünf BA-Studenten wollen in ein MA-Studium einsteigen, davon knapp drei Viertel an der FH Erfurt. Dieser Wunsch schwankt von Fachrichtung zu Fachrichtung: Ein Drittel der Befragten war unentschlossen. Weiter wurde festgestellt, dass die finanzielle Situation der Studierenden die Entscheidung für ein Master-Studium kaum beeinflusst.

    Download der Übersicht auf http://www.fh-erfurt.de/fhe/fileadmin/Material/Presse/Dokumente/UEbergang_vom_Ba...

    Einige Details:
    Informiertheit: Die Masse kennt den Unterschied zwischen BA und MA, doch 85% der Befragten wünschen sich mehr Informationen zum MA-Studium. Der Grad der Informiertheit hat demnach einen direkten Einfluss auf die Entscheidung, ein MA-Studium zu erwägen. Fazit: Die FH insgesamt und die Studiengänge müssen dringend bessere Informationsmöglichkeiten über das MA-Studium bereitstellen.
    Übertrittsabsicht zu einem MA-Studium: 56,6% wollen nach Abschluss des BA-Studiums den MA anschließen. Nur 9,4% verneinen dies, während ein Drittel unentschlossen ist. 61,9% der Befragten wollen den MA direkt im Anschluss an den BA studieren. Je knapp ein Fünftel würden lieber zuerst in der Praxis arbeiten oder berufsbegleitend studieren. 66,9% wollen den MA an der FH Erfurt aufnehmen. Nur 9,2% der Studierenden in einem Diplomstudiengang wollen den Übertritt, während bei den BA-Studierenden 90,8% diese Absicht haben.69,4% "Masterwillige" wollen das MA-Studium an der FH Erfurt anschließen. Fazit: Die FH sollte sich auf einen hohen Andrang beim MA einstellen, wenn sie den Wünschen der Studierenden gerecht werden will.
    Einfluss der Lebenssituation: Ein Einfluss der sozialen Situation auf die Ent-scheidung für den MA ist gering oder gar nicht vorhanden. Ähnlich ist der Einfluss der familiären Gründe: Ein Drittel derjenigen, die familiäre Hindernisse sehen, will ein MA-Studium anschließen, während drei von fünf, die keine familiäre Hindernisse sehen, den Übertritt zum MA planen. Auch die Förde-rung nach BAföG oder die Finanzierungsweise des gegenwärtigen Studiums spielen keine Rolle. Zwei Drittel wissen nicht, dass Stipendien und BAFöG auch für ein MA-Studium im Anschluss an ein BA-Studium möglich sind. Fazit: Die objektiven Lebensumstände wie finanzielle Situation, Familienumstände, Finanzierung des Studiums, Geschlecht, Studienzugangsberechtigung, Alter haben gar keinen oder einen geringen Einfluss auf die Absicht, ein MA-Studium aufzunehmen.
    Übertrittsabsicht und subjektive Motive: Subjektiven Motive sind entscheidend für die Absicht zum Übertritt in ein MA-Studium. Motive sind die Verbesserung der Berufschancen, die persönliche Weiterbildung, die Realisierung fachlicher oder beruflicher Neigungen, die Spezialisierung für ein Fach und zuletzt die Erzielung eines höheren Einkommens nach dem Studium. Kaum eine Rolle spielen akademische Laufbahn oder Promotion. Fazit: Bei den subjektiven Motiven dominieren die beruflich-fachlichen Interessen. Dies erklärt, warum die Absicht zum MA-Studium relativ unabhängig ist von der finanziellen und sonstigen sozialen Situation.

    Kontakt: Prof. Dr. Wolf Wagner, 0361 6700-543, w.wagner@fh-erfurt.de


    Images

    Prof. Dr. Wolf Wagner
    Prof. Dr. Wolf Wagner
    Source: FHE, Hahn


    Criteria of this press release:
    interdisciplinary
    transregional, national
    Studies and teaching
    German


     

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