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Wissenschaft
Ausbildung für afrikanische Führungskräfte in Entwicklungsforschung und Strafjustiz
Bonn, 25.03.2009. Bei der feierlichen Eröffnung des Südafrikanisch-Deutschen Fachzentrums für Entwicklungsforschung und Strafjustiz am 2. April in Kapstadt hält Friedensnobelpreisträger Bischof Desmond Tutu als Ehrengast einen Festvortrag. Das Zentrum ist eines von fünf, das der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) mit Mitteln des Auswärtigen Amtes im Rahmen der "Aktion Afrika" aufbaut.
Die Fachzentren in Ghana, Tansania, Kongo, Namibia und Südafrika sollen eine Ausbildung an afrikanischen Hochschulen auf internationalem Niveau ermöglichen und zukünftige Führungskräfte für ihre Aufgaben in und für Afrika befähigen.
Das Zentrum an der University of the Western Cape in Kapstadt wird in zwei Abteilungen jeweils einen Master- und einen PhD-Studiengang in Entwicklungsforschung und in Strafjustiz anbieten. Sie werden in Kooperation mit der Juristischen Fakultät der Humboldt-Universität Berlin und dem Institut für Entwicklungsforschung und Entwicklungspolitik der Ruhr-Universität Bochum durchgeführt. Beide Studiengänge haben eine besondere Relevanz für den afrikanischen Kontinent. Die Absolventen der Abteilung für Entwicklungsforschung sollen lernen, die im Entwicklungsprozess entstehenden wirtschaftlichen, sozialen und politischen Herausforderungen in der Region zu meistern.
Ebenso wichtig ist der Studiengang in Strafjustiz. Denn für die Entwicklung afrikanischer Länder ist eine funktionierende Strafjustiz beim Umgang mit Wirtschaftskriminalität oder bei der Aufarbeitung vergangenen Unrechts unumgänglich. In diesem Zusammenhang erhält der Festvortrag von Desmond Tutu, der 1984 für seinen friedlichen Kampf gegen das Apartheid-Regime mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde, besonderes Gewicht. Neben Bischof Tutu werden südafrikanische und deutsche Vertreter aus Bildung und Forschung bei der Eröffnungszeremonie sprechen.
Die Koppelung entwicklungspolitischer und juristischer Themenschwerpunkte innerhalb des Zentrums bietet wichtige gemeinsame Forschungsansätze. Außerdem sollen durch die Vernetzung mit den anderen vier Fachzentren Synergieeffekte genutzt werden. Regelmäßige Treffen von Vertretern aller Zentren ermöglichen den Erfahrungsaustausch und die wissenschaftliche Diskussion gemeinsamer Themen. Neben Jura und Entwicklungsforschung sind die anderen Fachzentren auf Gesundheitswissenschaften, Mikrofinanz und Logistik fokussiert.
http://www.daad.de/fachzentren-afrika/de/index.html
Criteria of this press release:
interdisciplinary
transregional, national
Cooperation agreements, Transfer of Science or Research
German

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