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Wissenschaft
Neun Vorlesungsreihen beispielsweise zu Abraham Lincoln, Astronomie, Evolution und Transkulturalität
Das Studium-Generale-Programm der Eberhard Karls Universität für das Sommersemester 2009 ist soeben erschienen und liegt in der Universität und in Tübinger Buchhandlungen aus. Im Internet ist es einzusehen unter: www.uni-tuebingen.de/studium-generale. Das Programm umfasst neun interdisziplinäre Ringvorlesungen, die sich an Studierende alle Fachrichtungen und die interessierte Öffentlichkeit der Region richten. Neben Rednern aus ganz Deutschland werden für die aktuelle Vorlesungsreihe auch namhafte Unternehmer wie Reinhold Würth, Claus Hipp und Theo Müller, der Astronaut Ernst Messerschmid sowie der Vorsitzende des Wissenschaftsrates Peter Strohschneider erwartet.
Unter dem Titel "Was ich glaube: Einführung in eine zeitgemäße Spiritualität" spricht der Theologe und Mitbegründer des Studium Generale Prof. Hans Küng jeweils montags um 18.15 Uhr. Seine Vorlesung behandelt einen "Kern des Glaubens" jenseits jeglicher theologischen Theorie. Hans Küng präsentiert ein persönliches Glaubensbekenntnis mit Aspekten von "Lebensvertrauen" über "Lebenssinn" und "Lebensleid" bis hin zu "Lebenskunst".
Die Reihe "'Frisch gewagt ist halb geschwommen' - Impulse aus Wissenschaft und unternehmerischer Praxis" ist eine Initiative von Studierenden. Die studentische Unternehmensberatung InOne Consult e.V. bringt jeden Montag um 18.15 Uhr Wissenschaftler und Unternehmer zusammen. Der Dialog zwischen Wirtschaft und Wissenschaft will den Gründergeist in unserer Gesellschaft ausloten und Impulse für den Austausch zwischen beiden Seiten geben.
Zum 250. Geburtstag von Friedrich Schiller zeigt der Literaturwissenschaftler Prof. Jürgen Wertheimer, dass Schiller auch in unserer Zeit nichts an Aktualität verloren hat. In seiner Vorlesungsreihe "Schiller heute", die immer montags um 20.15 Uhr stattfindet, wird deutlich, dass viele von Schiller thematisierte Fragen und Konflikte der vor- und nachrevolutionären Gesellschaft des 18./19. Jahrhunderts, wie Totalitarismus oder ideologische Manipulation, auch wiederkehrende Themen der Tagespolitik sind.
Ein weiteres Jubiläum ist Anlass für die Ringvorlesung des Historikers Prof. Georg Schild: Unter dem Titel "Zum 200. Geburtstag von Abraham Lincoln: Leben, Werk und Vermächtnis des großen amerikanischen Präsidenten" werden Biographie und Leistungen des zu Lebzeiten umstrittenen Präsidenten aus historischer und philologischer Sicht betrachtet. Zu Lincolns politischen Erfolgen gehören vor allem die Durchsetzung der Sklavenbefreiung sowie die Wiedervereinigung des Landes nach Sezession und Bürgerkrieg. Auch Barack Obama hatte sich im US-Präsidentschaftswahlkampf 2008 wiederholt auf Lincolns Leistungen bezogen.
Die Ringvorlesung "400 Jahre neuzeitliche Astronomie", organisiert vom Astronomen Prof. Klaus Werner in Zusammenarbeit mit der Universität Stuttgart und der Kepler-Gesellschaft e.V. Weil der Stadt, findet dienstags um 20.15 Uhr statt. Anlässlich des "Internationalen Jahrs der Astronomie" gibt die Veranstaltungsreihe einen Überblick zu den Entwicklungen in Astronomie, Astrophysik und Raumfahrt. Sie schlägt dabei einen Bogen von den historischen Anfängen mit Galileo Galilei und Johannes Kepler im frühen 17. Jahrhundert bis hin zu aktuellen Erkenntnissen z. B. zu schwarzen Löchern oder Leben und Sterben der Sterne.
Jeweils mittwochs um 18.15 Uhr findet die Vorlesungsreihe "Kulturen in Bewegung: Transkulturalität in Kultur, Sprache, Politik, Religion und Recht" statt. Sie wird organisiert von Prof. Dorothee Kimmich, Prof. Schamma Schahadat und Prof. Jürgen Wertheimer von der Neuphilologischen Fakultät. Das Konzept der Transkulturalität fasst Kultur als dynamisches Gebilde auf. Insbesondere globale Kulturen zeichnen sich durch ihre Fluidität sowie Grenzverschiebung bzw. -aufhebung aus und entwickeln neue Strategien des kulturellen Ein- und Ausschlusses. Die Ringvorlesung untersucht diese Bewegungen der Transkulturalität sowohl im größeren politischen und gesellschaftlichen Rahmen als auch in Phänomenen des Alltags.
Eine kulturgeschichtlich wichtige Einrichtung nimmt die Ringvorlesung "Tübingen als Wiege eines Verlagsimperiums: 350 Jahre Cotta-Verlag" jeweils mittwochs um 20.15 Uhr in den Blick. Organisatoren sind Prof. Georg Braungart, Dr. Helmuth Mojem, Hermann-Arndt Riethmüller und Dr. Karlheinz Wiegmann. Zum Zeitpunkt seines Umzugs von Tübingen nach Stuttgart 1810 galt der Cotta-Verlag als bedeutendster Verlag Deutschlands. Führende Autoren wie Goethe, Schiller und Kleist veröffentlichten ihre Werke bei Cotta, und auch die einflussreichen Publikationen Allgemeine Zeitung und das Morgenblatt für gebildete Stände wurden von Cotta verlegt. Die Vortragsreihe präsentiert bedeutende Personen und Meilensteine der Verlagsgeschichte.
Die Reihe "Zum 100-jährigen Bestehen der Heidelberger Akademie der Wissenschaften - Evolution: Paradigmen - Provokationen" wurde von Prof. Nicholas J. Conard und Prof. Manfred Frank organisiert und findet jeweils donnerstags um 18.15 Uhr statt. Die Akademie der Wissenschaften hat zwar ihren Sitz in Heidelberg, repräsentiert aber alle Universitäten Baden-Württembergs. Ihr 100-jähriges Jubiläum fällt zusammen mit dem 200. Geburtstag Charles Darwins. Zu diesem Anlass stellt die Ringvorlesung zunächst das Großprojekt der Heidelberger Akademie 'The Role of Culture in Early Expansions of Humans' vor, das in Tübingen und Frankfurt angesiedelt ist. Das Projekt beschäftigt sich mit der kulturellen Evolution des Menschen und der Frage, wie die Entwicklung der menschlichen Kultur im Zusammenspiel mit bestimmten Umweltbedingungen die Expansionen früher Menschen im Zeitraum zwischen etwa 3 Millionen und 20.000 Jahren vor heute vorangetrieben hat. Das Thema Evolution wird dabei aus der Sicht unterschiedlichster Disziplinen kritisch beleuchtet.
Die Ringvorlesung "Heilige Texte: Literarisierung von Religion und Sakralisierung von Literatur" findet donnerstags um 20.15 Uhr statt und wird organisiert von der Theologin Prof. Birgit Weyel. Die Vortragsreihe untersucht die ambivalente Rolle, die die Literatur im Spannungsfeld von Prozessen der Säkularisierung und religiösen Gegenbewegungen einnimmt, das für die Kulturen der Moderne charakteristisch ist. Dabei widmet sie sich insbesondere den dynamischen Wechselwirkungen zwischen einer Literarisierung der Religion einerseits und einer Sakralisierung der Literatur andererseits.
Auf Anforderung schicken wir gerne das gedruckte Programm zu.
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