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04/16/2009 17:31

Versorgung von Patienten mit Vorhofflimmern in Deutschland international Spitze

Christiane Limberg Pressestelle
Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V.

    75. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie in Mannheim

    Mannheim, Donnerstag, 16. April 2009 - Die Behandlung von Patienten mit Vorhofflimmern wird in Deutschland immer besser. "Die meisten Patienten werden in Deutschland gut, im internationalen Vergleich sogar sehr gut behandelt", fasst Prof. Dr. Paulus Kirchhof (Kompetenznetz Vorhofflimmern (AFNET), Universitätsklinikum Münster) die aktuellen Auswertungen eines bundesweiten Patientenregisters mit rund 10 000 Patienten durch das Kompetenznetz Vorhofflimmern zusammen.
    Einige Ergebnisse: "Im Register bekommen mehr als zwei Drittel der Patienten, die dies benötigen, eine kontinuierliche Behandlung mit blutverdünnenden Medikamenten ("Antikoagulation"), die Schlaganfälle bei Vorhofflimmern verhindern kann. Das ist eine erfreulich hohe Rate", berichtet Prof. Kirchhof auf der 75. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK), auf der in Mannheim zwischen dem 16. und 18. April 2009 mehr als 7000 aktive Teilnehmer aus 25 Ländern erwartet werden. "Medikamente, die Vorhofflimmern verhindern sollen ("Antiarrhythmika"), werden vor allem bei Patienten mit Beschwerden bei Vorhofflimmern gegeben. Moderne Verfahren, um Vorhofflimmern zu verhindern, etwa die Katheterablation, werden ebenfalls relativ häufig eingesetzt."

    Bis zu zwei Millionen mit Vorhofflimmern - Für jeden 4. Schlaganfall verantwortlich

    Vorhofflimmern ist die bei weitem häufigste anhaltende Rhythmusstörung. Es betrifft mindestens eine, eventuell sogar zwei Millionen Menschen in Deutschland. Neben eingeschränkter Leistungsfähigkeit und Beschwerden wie Herzrasen, Brustschmerz oder Atemnot hat Vorhofflimmern weitere schwerwiegende Folgen. Etwa jeder vierte Schlaganfall entsteht aufgrund von Vorhofflimmern, und es verdoppelt die Sterblichkeit.

    Versorgung weiter optimieren

    Bei detaillierteren Untersuchungen der Register-Daten fand sich eine hohe Versorgungsqualität in allen Bereichen, auch und gerade im internationalen Vergleich. Prof. Kirchhof: "Es gibt aber auch kleine Unterschiede, die Rückschlüsse erlauben, wie die Versorgung von Patienten mit Vorhofflimmern weiter verbessert werden kann. Durch die Nachbeobachtung im Register wird es möglich sein, nachzuprüfen, wie sich diese Unterschiede in der Versorgung auch auf die Folgen von Vorhofflimmern für unsere Patienten auswirken werden."

    Kompetenznetz Vorhofflimmern

    Das Kompetenznetz Vorhofflimmern (AFNET) ist ein interdisziplinäres bundesweites Forschungsnetz, in dem Wissenschaftler und Ärzte aus Kliniken und Praxen zusammenarbeiten mit dem Ziel, die Behandlung und Versorgung von Vorhofflimmer-Patienten zu verbessern. Das Netzwerk besteht seit 2003 und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Wissenschaftlicher Leiter des Registers ist Prof. Dr. Gerhard Steinbeck (Medizinische Klinik und Poliklinik I, Klinikum der Universität München).

    Kontakt:
    Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK)
    Pressestelle
    Prof. Dr. Eckart Fleck / Christiane Limberg
    Achenbachstr. 43, 40237 Düsseldorf
    Tel.: 0211 / 600 692 - 61; E-Mail: limberg@dgk.org
    Roland Bettschart, B&K
    Pressezentrum am Kongress: 0612-41065003; mobil 0043 676 6356775

    Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz und Kreislaufforschung e.V. (DGK) mit Sitz in Düsseldorf ist eine wissenschaftlich medizinische Fachgesellschaft mit heute mehr als 7000 Mitgliedern. Ihr Ziel ist die Förderung der Wissenschaft auf dem Gebiet der kardiovaskulären Erkrankungen, die Ausrichtung von Tagungen und die Aus-, Weiter- und Fortbildung ihrer Mitglieder. 1927 in Bad Nauheim gegründet, ist die DGK die älteste kardiologische Gesellschaft in Europa. Weitere Informationen unter www.dgk.org.


    More information:

    http://www.dgk.org


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    Criteria of this press release:
    Medicine
    transregional, national
    Research results, Scientific conferences
    German


     

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