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04/17/2009 13:16

Bundespräsident Horst Köhler zu Gast an der Hochschule Reutlingen

Udo Stelzer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Hochschule Reutlingen

    "Gleiche Bildungschancen für Kinder bedeutet soziale Gerechtigkeit. Geld oder ein Auto kann man verlieren, aber was man im Kopf hat nicht", so der Bundespräsident Horst Köhler. "Die Ausbildung an der Hochschule Reutlingen sei ausgesprochen gut. Das hätte er zwar schon vorher gewusst, aber sein Besuch hätte diesen Eindruck nochmals bestätigt, " so sein außerordentlich positives Fazit. Gegenüber dem Präsidenten der Hochschule, Peter Niess, sicherte der Bundespräsident seine Unterstützung für die Hochschule zu. Niess hatte Köhler zuvor auf die schwierige Position der Hochschulen zwischen Universitäten auf der einen und Berufsakademien auf der anderen Seite aufmerksam gemacht.

    Begrüßt wurde Bundespräsident Horst Köhler vom Präsidenten der Hochschule Reutlingen, Prof. Dr. Peter Niess. Niess zeigte sich hocherfreut über den Besuch des Präsidenten und führte den Gast über den Campus. In einer ausgesprochen lockeren Atmosphäre informierte Niess den Bundespräsidenten über die Geschichte der Hochschule und deren Anfänge als Webschule. Köhler mahnte in dem Gespräch, nicht die Zeichen der Zeit zu verkennen. Die derzeitige Wirtschaftskrise sei ein Paradigmenwechsel, auf den sich die gesamte Wirtschaft, aber auch die Hochschule einstellen müsse. Das gelte zum Beispiel auch für den Maschinenbau, der derzeit noch das Rückgrat der Industrie sei. "Wir müssen umdenken und nicht Autos, sondern Mobilitätskonzepte verkaufen", so Köhler.

    Der Paradigmenwechsel stand auch bei der Besichtigung der Webmaschinen im Mittelpunkt. Hier, so Köhler, zeige sich, was es heißt, sich auf neue Situationen einzustellen. Die Produktion von herkömmlichen Textilien sei inzwischen fast ganz aus Deutschland abgewandert. Von den Studenten wollte Köhler hier vor allem wissen, warum sie in der Fakultät Textil & Design der Hochschule studieren und welche Zukunftschancen sie für sich sehen. Dabei erfuhr Köhler, "dass gerade die Reutlinger Mischung aus Design und Technik eine Nische besetze, die nachgefragt ist, " so Katharina Mayer, Studentin aus dem dritten Semester, von ihren Erfahrungen.

    Wie sehr ihm das Thema Bildung und Chancengleichheit am Herzen liegt, zeigte sich anschließend auch beim Zusammentreffen mit Schülern im Chemielabor und bei der Gesprächsrunde mit Studenten. Sie erzählten dem Bundespräsidenten aus dem Studienalltag. Vor allem lobten sie die sehr gute Kombination von Theorie und Praxis sowie die vielen Möglichkeiten für ein Auslandssemester in Reutlingen. In dem ausgesprochen konstruktiven Gespräch hakte Köhler oft nach und wollte wissen, wo den Studenten der Schuh drückt. Köhler ermutigte die Studenten, trotz Wirtschaftskrise optimistisch in die Zukunft zu schauen. Er forderte die Studenten auf, die Krise und den derzeitigen Paradigmenwechsel als Chance zu begreifen. "Wir müssen uns auf eine neue Zeit einstellen. "

    "Wer gut ausgebildet in eine Krise hineingeht, wird mit Sicherheit auch eine Zukunftsperspektive haben und muss sich keine Sorgen um einen Job machen." Worte, die bei den Studenten ankamen. Jessica Förschler von der Fakultät Informatik war vom Auftreten des Bundespräsidenten absolut überzeugt. "Das klang ehrlich und ich nehme ihm das auch ab." Ähnlich auch die Stimmen von anderen Studenten. Le Gimi Nguyen von der Fakultät Technik fand den Bundespräsidenten offen und verständnisvoll. Christian Rüther und Ahmed Abbas von der European Business School (ESB) fanden den Bundespräsidenten überraschend normal und Katharina Bader von der Fakultät Chemie war erstaunt, das Horst Köhler, obwohl er doch das Staatsoberhaupt ist, so gar nicht abgehoben wirkt.


    More information:

    http://www.inf.reutlingen-university.de/626.html


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    Bundespräsident Horst Köhler im Gespräch mit Hochschulpräsident Peter Niess und Studierenden.
    Bundespräsident Horst Köhler im Gespräch mit Hochschulpräsident Peter Niess und Studierenden.


    Criteria of this press release:
    interdisciplinary
    transregional, national
    Contests / awards, Studies and teaching
    German


     

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