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75. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, 16. bis 18. 4. 2009, Mannheim
Mannheim, Samstag, 17. April 2009 - Auch bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz ("Herzschwäche", HI) des höchsten Schweregrades ist regelmäßiges, angepasstes körperliches Ausdauertraining sicher durchführbar und führt kurzfristig zu positiven Effekten hinsichtlich körperlicher Leistungsfähigkeit und Blutdruck, Herzfrequenz und Herz-Minuten-Volumen. Diese Veränderungen können bei Fortsetzung der Trainingsintervention über einen Zeitraum von zwölf Monaten aufrechterhalten werden, berichtet Dr. Robert Höllriegel (Leipzig) auf der 75. Jahrestagung der DGK in Mannheim.
37 Patienten wurden einer zwölfmonatigen Trainingsintervention (ein Mal 20 bis 30 Minuten pro Tag Fahrradergometer-Training bei 50 bis 60 Prozent der maximalen körperlichen Leistungsfähigkeit) oder einer inaktiven Kontrollgruppe zugeordnet. Bei den Patienten der Trainingsgruppe konnte die kardiopulmonale Leistungsfähigkeit, gemessen als maximale Sauerstoffaufnahme, um 16 Prozent nach drei Monaten, um 24 Prozent nach sechs Monaten sowie um 27 Prozent nach zwölf Monaten gesteigert werden. Echokardiografisch zeigte sich bei den Patienten der Trainingsgruppe über den Studienzeitraum eine konstante Zunahme der linksventrikulären Auswurffraktion. In der Kontrollgruppe blieben alle genannten Parameter nahezu unverändert.
Die Anzahl von Krankheits-Ereignissen (kardiale Dekompensation, Hospitalisierung, rhythmologische Ereignisse, instabile Angina Pectoris, Revaskularisierung, Tod kardialer und nicht kardialer Ursache) war allerdings zwischen beiden Gruppen vergleichbar.
"Ein zentrales Therapieziel bei HI ist die Verbesserung der eingeschränkten Lebensqualität", so Dr. Frank Edelmann (Göttingen), der in Mannheim ebenfalls eine Untersuchung über den Einfluss körperlichen Trainings auf HI-Patienten vorstellte. "Strukturiertes körperliches Training führt bei Patienten mit HI zu einer signifikanten Verbesserung der Lebensqualität. Diese Verbesserung ist nicht nur durch eine Verbesserung der körperlichen Funktion, sondern auch der psychischen Funktion, des Schmerzes, des allgemeinen Gesundheitsempfindens, der Vitalität, der sozialen Funktion und von Aspekten der Depressivität bedingt."
Quelle: R. Höllriegel et al: Langzeiteffekte von Ausdauertraining bei terminaler Herzinsuffizienz (NYHA IIIb): Anhaltend positiver Einfluss auf zentrale Hämodynamik und kardiopulmonale Leistungsfähigkeit nach 12 Monaten; Clin Res Cardiol 98, Suppl 1, April 2009, P730
F. Edelmann et al: Einfluss von körperlichem Training auf verschiedene Aspekte der Lebensqualität bei Patienten mit diastolischer Herzinsuffizienz Ergebnisse der Ex-DHF-P Studie (ISRCTN 42524037); Clin Res Cardiol 98, Suppl 1, April 2009, V1210
Kontakt:
Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK)
Pressestelle
Prof. Dr. Eckart Fleck / Christiane Limberg
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Tel.: 0211 / 600 692 - 61; E-Mail: limberg@dgk.org
Roland Bettschart, Birgit Kofler; B&K Medienberatung
Pressezentrum am Kongress: 0621-41065003; mobil 0043 676 6356775
Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz und Kreislaufforschung e.V. (DGK) mit Sitz in Düsseldorf ist eine wissenschaftlich medizinische Fachgesellschaft mit heute mehr als 7000 Mitgliedern. Ihr Ziel ist die Förderung der Wissenschaft auf dem Gebiet der kardiovaskulären Erkrankungen, die Ausrichtung von Tagungen und die Aus-, Weiter- und Fortbildung ihrer Mitglieder. 1927 in Bad Nauheim gegründet, ist die DGK die älteste kardiologische Gesellschaft in Europa. Weitere Informationen unter www.dgk.org.
Criteria of this press release:
Medicine
transregional, national
Research results, Scientific conferences
German

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