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04/22/2009 13:24

Filmkunst am historischen Bauhaus

Claudia Weinreich Universitätskommunikation
Bauhaus-Universität Weimar

    In Architektur, Kunst und Gestaltung ist der Einfluss des Staatlichen Bauhauses unbestritten. Dass das Medium Film an der Schule ebenfalls eine Rolle spielte, ist weitestgehend unbekannt.

    Zu den "Studientagen Bauhaus & Film", die vom 23. bis zum 25. April 2009 von der Bauhaus-Universität Weimar und dem Kino mon ami veranstaltet werden, soll der Irrtum ausgeräumt werden, es gäbe keine "Bauhaus-Filme". Das Medium Film hat im Bauhaus mehr Beachtung gefunden, als aus der bisherigen umfangreichen Bauhausforschung hervorgeht. Viele Bauhäusler, allen voran László Moholy-Nagy, beschäftigten sich mit Film und Filmkunst. Zwar hatte Moholy-Nagy vergeblich versucht, die ihm zugesagte "Versuchsstelle für Filmkunst" am Bauhaus einzurichten. Dennoch gehörten seine experimentellen Kurzfilme und teilweise nicht realisierten Exposés einen wichtigen Teil der deutschen Filmavantgarde. Auch Oskar Schlemmer, Kurt Kranz und Walter Gropius arbeiteten mit dem Medium Film.

    Zu den Studientagen nähern sich Wissenschaftler, Filmemacher und Künstler aus verschiedenen Disziplinen diesem wenig erforschten Gebiet. Mit Prof. Dr. Kari Jormakka, dem Leiter des diesjährigen Internationalen Bauhaus-Kolloquiums der Bauhaus-Universität Weimar, spricht gleich zu Beginn ein renommierter Architekturtheoretiker. Prof. Dr. Andreas Haus, emeritierter Professor der Universität der Künste Berlin, wird über Moholy-Nagys "Dynamik der Großstadt" und die City-Sinfonien der 20er Jahre referieren. Mit dem Thema "Bauhaus und Film. Geschichte einer Mesalliance?" beschäftigt sich Thomas Tode, Hamburger Filmwissenschaftler und Filmemacher. Des Weiteren beleuchtet der Architekturhistoriker Olaf Bartels Moholy-Nagys Filme im Kontext der Architekturavantgarde des frühen 20. Jahrhunderts. Die Vorträge werden durch eine umfassende Retrospektive der Filmpraxis von Lehrenden und Schülern des Bauhauses ergänzt.

    Der Besuch der Studientage ist kostenlos, mit Ausnahme der abendlichen Filmprogramme im Kino. Dauerkarten für das gesamte abendliche Filmprogramm kosten 30 Euro, ermäßigt 20 Euro. Das ausführliche Programm mit allen Vorträgen und das Anmeldeformular sind als Download in Internet zu finden unter: www.monami-weimar.de

    Programm Studientage Bauhaus & Film
    23.- 25. April 2009
    Ort: Kommunales Kino mon ami Weimar, Goetheplatz 11,99423 Weimar
    Kurator: Thomas Tode, Hamburg
    Organisation: Edgar Hartung (Kinoleiter mon ami), Norbert Korrek (Professur Theorie und Geschichte der modernen Architektur, Bauhaus-Universität Weimar)


    More information:

    http://www.monami-weimar.de


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    Criteria of this press release:
    Art / design, History / archaeology, Media and communication sciences
    transregional, national
    Research results, Scientific conferences
    German


     

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